PokerListings ist einer der weltweit grössten Poker Affiliates. Die Seite wurde Ende 2003 als .com Variante gegründet, um am aufkommenden Pokerboom zu profitieren (obwohl der Boom damals den Höchststand schon erreicht hatte – Stichwort Chris Moneymaker). Wer genau die Firma gegründet hat, ist nicht ganz klar, es handelt sich aber zweifellos um mehr oder weniger erfolgreiche Pokerspieler. Interessanterweise konnte die Seite damals noch Google und Yahoo Ads erwerben, um bei Suchmaschinenanfragen zuoberst zu erscheinen. Ein lukratives Angebot, wenn man bedenkt, dass man als Affiliate ein Vielfaches davon verdient, was man für die Ads bezahlen muss. Diese goldenen Zeiten sind aber seit langem vorbei.
Für die Seite war das aber auf jeden Fall ein Glücksfall: Während PokerListings zu Beginn nur gerade eine Übersicht mit Poker Bonus Codes zur Verfügung stellte, musste die Strategie dann angepasst werden und sinnvoller Inhalt geschaffen werden, der die Leute auch interessiert. Es wurde dann das Ziel formuliert, zu einer Autorität in Sachen Poker zu werden. Da die Betreiber der Seite selbst rechte Pokerfreaks sind, wurde eine Menge investiert, um gute Redakteure für die Seite zu finden, und die Besucher regelmässig mit Pokernews, Pokerstrategie Tips und weiterem zu versorgen. Diese Strategie zahlte sich offenbar aus und PokerListings ist in den USA mittlerweile als zuverlässiger Berichterstatter in Sachen Poker bekannt.
Ohne Zweifel bringt die Seite aber auch einiges Wissen in Sachen Suchmaschinenoptimierung mit – andernfalls wäre ein Überleben in diesem stark kompetitiven Markt unmöglich. Welche Strategien genau verfolgt werden, ist für einen Laien schwer nachzuvollziehen, aber ein Blick auf die Seite zeigt schon mal einen reinen Aufbau. In der Navigation erkennt man, dass der Fokus sicherlich auf Pages liegt, die eine gute Konversion bringen (bester Pokerbonus, Texas Holdem Räume, usw.) und sich PokerListings sicher auch darauf konzentriert. Daneben gibt es aber auch tägliche News, sowie Strategieartikel, die regelmässig upgedatet werden. Dies ist sicher nach wie vor ein zentraler Teil der Strategie von PokerListings: Längerfristig gesehen, reicht eine Konzentration auf wenige Seiten, in denen die Besucher nur auf Pokerräume weiter verwiesen werden nicht aus. Es braucht zweifellos auch Inhalt, der für wiederholte Besuche interessant ist. Andernfalls wird dem ersten Platz in Suchmaschinen wohl ein kurzer Erfolg zuteil werden.

Seit etwa 2007 bietet PokerListings auch Seiten auf Deutsch (PokerListings.de), Französisch, Spanisch, Italienisch (und wohl noch zahlreichen weiteren Sprachen) an. Während der Inhalt der Deutschen Seite lange Zeit aus offensichtlichen Babelfisch-Übersetzungen bestand, hat sich die Qualität der Deutsche Seite mittlerweile merklich verbessert. Auch hier gibt es nun News im Zweitagestakt und die Artikel über Pokerstrategie kann man nun auch mit Interesse lesen. Offenbar erkannten die Betreiber der Seite nun auch den Wert lokaler Märkte und konzentrieren sich auch mehr auf regionale Gegebenheiten. Gerüchten zufolge soll PokerListings auf 2009 hin planen, sich vor allem im deutschsprachigen Raum auch intensiver für Live-Pokerturniere einzusetzen und vermehrt als Sponsor aufzutreten.

Ein Besuch auf PokerListings lohnt sich also sicherlich, um Inspirationen zu finden, wie man eine erfolgreiche Poker Affiliate-Seite gestalten kann.

Die beiden Ongame Plattformen PokerRoom und Europoker werden im ersten Quartal 2009 eingestampft. Bisher gehörten sie dem Bwin Netzwerk Ongame an. Europoker sponsoerte sogar mal die TV Total Pokernacht und Pokerrom galt ohnehin als Größe in der Pokerindustrie.

Grund für die Einstellung soll fehlende Effizienz sein. Denn der Bwin Pokerraum, der sich natürlich ebenfalls im Ongame Netzwerk befindet, scheint deutlich bessere Wachstumsmarken zu haben. Die Marke “Bwin” scheint demnach deutlich besser aufgenommen zu werden als “PokerRoom” und “Europoker”.

Die Spieler werden selbstverständlich direkt von Bwin übernommen. Interessanter ist jedoch die Frage ob man damit auf eine Konsolidierung im Online-Poker Markt schließen kann. Ziemlich sicher kann man dies nicht verlässlich verantworten. Einerseits ist es ein deutliches Zeichen wenn solch großen Räume mit bisher hohen Marketinganstrengungen eingestellt werden. Aber andererseits muss es nicht zwangsläufig heißen, dass die beiden Räume nicht höchst profitabel waren. Vielleicht möchte die Bwin AG einfach auf etwas weniger Marken setzen. “Bwin” scheint eine deutlich bessere Marke zu sein als Pokerroom und Europoker. Warum also nicht alle Marketinganstrenungen auf ebendiese Marke konzentrieren?

Eine ziemlich schräge Geschichte spielte sich in einem Gefängnis in Willich ab. Dort spielten drei Inhaftierte illegal Poker, wohlbemerkt in ihrer Zelle, und wurden dafür schuldig gesprochen. Das Krefelder Amtsgericht verurteilte die Männer im Alter von 23 bis 44 Jahren zu Geldstrafen zwischen 300 und 900 Euro. Die Begründung: Beteiligung an unerlaubtem Glücksspiel.

Da im Knast ja nicht unbedingt Chips zur Verfügung stehen, bedienten sich die Teilnehmer Kronkorken, die eine Wertigkeit von 20 bzw. 30 Euro hatten. Einer der Mitspieler liess das Ganze auffliegen, nachdem er eine hohe Summe verloren hatte und dachte, das Geld würde nach der Entlassung mit Gewalt eingetrieben werden.

Davon mag man ja halten was man möchte. Aber wenn man noch nicht mal mehr im Gefängnis sorgenfrei zocken kann, wo denn dann. Wo die deutsche Justiz zu lasch agiert, muss sie an anderer Stelle doch wieder ein wenig Stärke beweisen. Ich denke jedoch, im Zuge eines Freispruchs für einen pädophilen Vergewaltiger könnte man doch auch in diesem Fall Gnade vor Recht ergehen lassen, oder etwa nicht???

Was war das für ein Gezeter, als es hieß, Deutschland soll raucherfrei werden. Zumindest in der Öffentlichkeit. Doch wie nicht anders zu erwarten, funktioniert das in diesem Land wieder mal nicht so ohne Weiteres. Es werden Ausnahmeregelungen erteilt, in kleineren Kneipen darf plötzlich wieder gequalmt werden und überhaupt entscheidet jedes Bundesland gesondert, ob geraucht werden darf oder nicht. Wieso nimmt sich die Bundesregierung hier kein Beispiel an anderen EU-Staaten, wo das Verbot konsequent durchgesetzt wurde? Europa soll doch weiter zusammenwachsen.

Wie dem auch sei, gehen die Spielbanken und –hallen ebenfalls davon aus, dass das Nichtraucherverbot in deren Räumlichkeiten mit für den Rückgang der Gäste verantwortlich sei. Vielleicht mögen andere Dinge wie das fehlende Geld, die strengere Überprüfung usw. eine schwerwiegendere Rolle spielen. Doch das ist nebensächlich. Nun gab es in Leipzig ein interessantes Urteil zu eben diesem Streitpunkt. Das sächsische Verfassungsgericht entschied kürzlich, es sei verfassungswidrig, in Spielhallen die Einrichtung von separaten Raucherräumen zu untersagen. Da es Kneipen sowie Diskotheken ebenfalls erlaubt sei, einen entsprechenden Raum einzurichten, klagte eine Spielhallenbesitzerin – und war erfolgreich.

Nun macht sich der sächsische Landtag an Nachbesserungen, was eben diese Einschränkungen betrifft. In Zukunft soll es also möglich sein, das Rauchen in Kneipen, Diskotheken, Spielbanken und -hallen wieder zu erlauben, wenn passende Räume zur Verfügung stehen. Stimmt der Landtag diesem Entschluss zu, wird dies wohl Auswirkungen auf die gesamten Bundesländer haben.

Auch in Ungarn dürfen nicht ohne Weiteres private ‚Glücksspielveranstaltungen’ abgehalten werden. Doch in diesem Land wurde ein Schlupfloch genutzt und die privaten Pokerturnier-Veranstalter sprießen wie Pilze aus dem Boden: Im Deckmantel einer angeblichen Sportveranstaltung kann der Staat weder gegen den Veranstalter noch gegen die Teilnehmer rechtlich vorgehen. Hinzu kommt, dass auf die nichtoffiziellen Gewinne dieser Veranstaltungen keine Steuern entrichtet werden müssen.

Wie auch in vielen anderen Ländern erlebt das Pokerspiel in Ungarn derzeit einen enormen Boom. Dies zieht immer mehr private Veranstaltungen nach sich, die in Lokalen, Wohnzimmern oder Klubräumen abgehalten werden. Dass der Staat nicht wirklich dagegen vorgehen kann, liegt am ungarischen Glücksspielgesetz. Damit ein Spiel auch als Glücksspiel bezeichnet werden kann, müssen folgende drei Punkte erfüllt sein:

Das Spiel muss zum Teil auf Glück beruhen, bei den Gewinnen handelt es sich um Geldgewinne, es muss ein Wetteinsatz getätigt werden.

Natürlich erfüllt auch eine private Veranstaltungen alle diese Punkte. Es ist jedoch schwer, dies auch nachzuweisen. Wird ein Veranstalter in die Mangel genommen, streitet dieser natürlich alles ab – einer der Punkte wurde garantiert nicht erfüllt. Und da es den Gesetzeshüter zu mühselig ist, lange Nachforschungen anzustellen, wird eine mögliche Untersuchung rasch wieder eingestellt.

Auf der einen Seite lässt diese Lücke mehr Möglichkeiten zu und die Spieler müssen nicht zwangsläufig ein Spielkasino besuchen, um ihrer Lieblingsbeschäftigung frönen zu können. Auf der anderen Seite haben diese Personen jedoch keinerlei Schutz und sind letztendlich auf den Wohlwillen der Veranstalter angewiesen. Denn wo es keinen Einsatz gibt, gibt es im Umkehrschluss natürlich auch keine Gewinne. Und sollte ein geprellter Spieler nach einem eventuellen Betrug Anzeige erstatten, hat es dieser schwer, sein Geld zurückzubekommen. Dem Staat ist die ganze Sache angeblich nicht wichtig genug, um sich intensiver damit zu beschäftigen.

Nun sollte man eben wissen, wo und mit wem man sich einlässt. Nicht alle privaten Veranstalter sind zwangsläufig Gauner und Betrüger. Ein Blick in die Nachrichten offenbart jedoch auch, dass täglich hunderte Menschen abzogen werden. Sei es nun im Internet, an der Haustür oder übers Handy. Ein wenig Vorsicht kann also nie schaden. Aus diesem Grund ist es doch genaz nett, eine private Pokerveranstaltung abhalten zu können, ohne ständig mit der Angst leben zu müssen, aufzufliegen und eine hohe Strafe zu entrichten. Wenn ein wenig Einsatz das Ganze spannender macht, sollte der Staat nicht gleich auf die Barrikaden gehen. Vor allem im Hinblick darauf, was die Politiker mit unseren Steuergeldern alles anstellen…

Nachdem erst kürzlich Mansion Poker von Ongame zu iPoker gewechselt ist, zieht nun auch SunPoker nach von Cryptologic nach iPoker. Gründe hierfür sind wahrscheinlich, dass Crypto stetig an Traffic einbüßt und im Wettbewerb gegen die anderen Netzwerke wie Ongame, iPoker, BossMedia und Entraction wohl den kürzeren zieht.

IPoker hingegen scheint richtig auf dem Vormarsch zu sein. Das Netzwerk ist derzeit das größte überhaupt und knapp hinter PokerStars und Full Tilt Poker. Durch den Netzwerkeffekt sollte iPoker allerdings einen großen Vorteil gegenüber Stars und Full Tilt haben, und vielleicht stehen sie in zwei Jahren schon ganz oben!

Lust auf eine Runde Poker unterwegs? Und dies auch noch übers Internet und gegen echte Gegner? Kein Problem. Das Spiele-Netzwerk Zynga machts möglich und veröffentlicht eine Texas Hold’em Software, die es einem ermöglicht, gegen über 1,4 Millionen potenzielle Gegner zu zocken.

Bei Zynga handelt es sich um eine Onlinecommunity, die verschiedene Games auf ihrer Plattform anbietet und deren Seite im Monat bis zu 28 Millionen Besucher aufweisen kann. Die Spiele sind vernetzt mit Facebook, MySpace, Bebo und Friendster. Von Action über Puzzle bis hin zu Kasinospielen findet der Interessent hier alles was Spaß macht – bisher allerdings in erster Linie für den PC. Und nun kann z. B. über den Apple ITunes Store eben auch eine IPhone Variante der Texas Hold’em Variante heruntergeladen werden, über die der User dann Zugriff auf das gesamte Netzwerk des Anbieters hat und welche sogar einige Community Features mit einbindet.

Bei dem Multiplayer-Netzwerk Pokerspiel ‚Poker Live’ für das IPhone handelt es sich um das jüngste Kind von Zynga, das es in naher Zukunft gar erlaubt, Turniere zu bestreiten. Für den reibungslosen Betrieb des Games ist jedes 3G IPhone sowie das IPhone Touch geeignet. Der Spielablauf sowie der Einstieg gestalten sich ohne größere Probleme und ähnelt denen der größeren Pokerräume im Netz. Um keine sonderlichen Geschwindigkeitsverluste erleiden zu müssen, kann der Interessent auch kleinere Pokertische ansteuern.

Bei der Live Poker Geschichte wird lediglich um Spielgeld gezockt. Der Funfaktor steht im Vordergrund und jedem Teilnehmer stehen 1.000 Chips am Tag zur Verfügung. Bei Bedarf kann sich der geneigte Leser für eine Art Update entscheiden, das mit knapp 10$ zu Buche schlägt. In diesem Fall wird das Spielerkonto auf 40.000 Chips aufgestockt. Weitere zusätzliche Gimmicks wie etwa der Import von Facebook Fotos, um das Aussehen seines Avatars zu ändern, sollen für weiteren Anreiz sorgen.

Sehr interessant könnte die ganze Geschichte für Poker Affiliates werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die größeren Pokerräume die tragbaren Medien mit in ihr Programm aufnehmen, um mehr User erreichen zu können. In diesem Fall werden wohl auch die entsprechenden Partnerprogramme ausgeweitet und noch attraktiver, da in solch einem Fall auch Spieler beworben werden können, die vielleicht keinen PC besitzen.

Wie wir bereits berichteten, verbot ein Richter in Kentucky den Bürgern dieses Staates den Zugang zu 141 Domains. Darunter bekannte Onlineräume wie AbsolutePoker, PokerStars oder FullTilt. Es wurde Einspruch eingelegt und man hoffte auf eine Möglichkeit, dieses Urteil zu kippen. Nun kam der endgültige Tiefschlag: Bis zum 17. November müssen diese 141 Domainbetreiber ihren Dienst für Kentucky schließen – ohne Ausnahme. Oder etwa doch nicht? Die Pokergemeinde kann doch noch ein wenig länger hoffen. Die richterliche Entscheidung wurde aufgeschoben und es soll zu einer weiteren Anhörung kommen.

Eine Vielzahl verschiedener Unternehmen ist in den Fall involviert und ganz besonders den Mitgliedern der Poker Players Association liegt viel daran, das Urteil des Richters doch noch zu kippen. Angenommen, diese Klage käme durch. Wie viele andere Bundesstaaten würden wohl nachziehen? Das Land könnte von einer Welle ähnlicher Urteile überflutet werden und die Auswüchse des UIGEA wären unvorhersehbar.

Laut einer Pressemeldung der Poker Players Association gäbe es bereits einen Termin für eine neuerliche Anhörung. Diese sei zunächst für den 17. November geplant gewesen, wurde nun aber auf den 3. Dezember verschoben. Diese zusätzliche Zeit räumte sich das zuständige Bezirksgericht ein, nachdem die Association den Beweis eingereicht hatte, dass Poker nicht auf Glück sondern auf Geschicklichkeit basiere. Nun hoffen alle Beteiligten auf einen glücklichen Ausgang dieses doch recht zweifelhaften Urteils. Wieder einmal sollen damit die Rechte der Bürger beschnitten werden. Vielleicht wäre Kentucky besser beraten, sich von seinen greisen Richtern so langsam aber sicher zu verabschieden und der Zukunft eine Chance zu geben.

Eigentlich ist es unfassbar, dass ein gescheitertes Vorbild wie der deutsche Glücksspielstaatsvertrag nun im eigentlich fortschrittlicheren Österreich verwendet wird. Denn Herr Wilhelm Molterer brachte den Vorschlag ein Poker endgültig als Glücksspiel zu definieren und damit den Weg zu ebnen um nicht nur gegen private Casinos wie die Concord Card Casinos vorzugehen, sondern auch gegen die Online-Poker Industrie. Denn diese bietet immerhin dann illegales Glücksspiel an und muss verboten werden. Dass dies in Stasimethoden wie sie zurzeit in China eingesetzt werden endet, scheint hier niemanden zu interessieren.

Klar, die Motive sind eindeutig: Die monopolen Konzessionsnehmer Casinos Austria wollen mit ihrem Win2Day Pokerraum zur Offensive rufen und der Staat erhofft sich durch dieses Verbot 150 Millionen Euro mehr Einnahmen. Ein lächerliches Unterfangen, wenn man versteht warum PokerStars und die Concord Card Casinos den Angebote von Win2Day und Casinos Austria überlegen sind. Denn dass nach einem Verbot plötzlich alle von ihren privaten Anbietern zum Win2Day Pokerraum (an dem der Staat entsprechend verdient) wechseln und von den Concord Card Casinos zu den Casinos Austrias ziehen ist reine Illusion! Im Gegenteil, sollten die Gesamtumsätze stark rückläufig sein, worunter dann auch die beiden legalen Anbieter leiden werden. Denn wer hat mit großem Werbevolumen dafür gesorgt, dass Poker populär wurde? Und wer hat dafür gesorgt, dass man mit kleinsten Einsätzen live Pokern kann? Sicherlich nicht die Monopolisten. Wenn es nur die gäbe, wäre der Pokerboom definitiv aus geblieben und niemand würde daran großartig verdienen…

Im großen und ganzen würden sich die Gesetzgeber ins eigene Fleisch schneiden. Und das einmal ganz abgesehen davon, dass die Politiker Schritte einschlagen müssten, die zwar früher im Dritten Reich oder der DDR unternommen wurden, heute aber nur noch in absolutistischen Staaten wie China üblich sind. Denn um letzendlich Online-Poker-Anbieter wie PokerStars, PartyPoker, etc. dazu zu bringen ihr Angebot einzustellen, muss man nicht nur den Zahlungsfluss stoppen, sondern auch Webseiten sperren. Bei allen technischen Möglichkeiten ohnehin ein bodenloses Unterfangen.

Politik, kann manchmal nur noch grauenhaft sein. Bleibt zu hoffen, dass die verehrten Volksvertreter rechtzeitig zur Vernunft kommen und sich auch in den USA die Lage entspannt. Denn dort hat man schon festgestellt, dass der UIGEA absoluter Unsinn war…

Beim Affiliatebetrug handelt es sich um die neueste Spielart des Klickbetrugs. Hierzu suchen sich die Betrüger einen Händler aus, der seine Produkte über verschiedene Affiliate-Netzwerke vertreibt. Daraufhin meldet sich der Bösewicht bei allen Partnerprogrammen an und baut deren Links auf seiner Seite ein. Diese Seite passt natürlich zu dem jeweiligen Thema und wird in Suchmaschinen entsprechend angemeldet. Nach einer kurzen Zeit folgen die ersten Klicks über den Affiliate-Banner und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Um dies ein wenig genauer verstehen zu können, verfolgen wir den Werdegang des Klicks ein wenig genauer:

- Der jeweilige Betreiber des Affiliateprogramms registriert den Klick.

- Der Klick setzt einen Cookie auf der Betreiberseite.

- Der Klick schreibt dem Betreiberkonto einen bestimmten Betrag gut und leitet die Bestellung an den jeweiligen Händler weiter.

Am Ende eines Monats stellt dann das Affiliate-Netzwerk dem Händler eine Rechnung über die ausgeführten Klicks aus. In eben dieser Rechnung tauchen jedoch die einzelnen Seiten nicht mehr auf. Es wird lediglich überprüft, ob die Klickzahlen plausibel erscheinen und dann die Ausschöpfungsquote ausbezahlt. Diese Quote gibt darüber Aufschluss, wie viele Bestellungen nicht storniert wurden. Und da es viel zu aufwendig wäre, eben diese Quote jeder einzelnen Seite zuzuordnen, wird sie lediglich pauschalisiert.

Zum anderen zahlt das Affiliate-Netzwerk seinem Partner den vereinbarten Betrag. Dies geschieht für jeden generierten Klick. In einem anderen Beispiel erfolgt die Bezahlung ohne Wissen darüber, ob einer Bestellung auch wirklich ein Kauf folgt.

Im Klartext bedeutet dies, dass eine Rücksprache zwischen Merchant und Affiliate-Netzwerk in den meisten Fällen nicht stattfindet. Somit weiß die Marketingabteilung oft nicht, von welcher Seite die Bestellung kam und ob diese eventuell storniert wurde.

Nun kann der Betrüger folgendermaßen vorgehen: Angenommen, der Händler bietet fünf verschiedene Partnerprogramme an. Der Betrüger meldet sich also bei all diesen Programmen an und bestellt darüber jeweils denselben Artikel (also über alle fünf Programme). Somit kann er fünfmal die Provision kassieren, da die fünf verschiedenen Programme nichts voneinander wissen. Diese geben lediglich den ‚korrekten’ Klick an den Händler weiter. Nachdem die Provisionen bezahlt wurden, macht der Betrüger von seinem Rückgaberecht Gebrauch und dies am besten noch, bevor die Ware überhaupt ausgeliefert wird. Leider bleiben diese illegalen Klicks, sollte man nicht zu gierig werden, bei der Vielzahl der korrekten Bestellungen unentdeckt.

Um sich nun als Händler vor solchen Betrügereien zu schützen, sollte dieser möglichst nur an einem Partnerprogramm teilnehmen. Auf diese Art und Weise sinkt jedoch leider auch das Umsatzpotenzial des Händlers.

Der Händler kann ein übergreifendes Controlling einschalten. So gibt es Anbieter auf dem Markt, die unter dem Motto ‚last cookie wins’ Mehrfachbestellungen ausfiltern und somit den Betrügern das Handwerk legen. Ebenfalls bieten diese Anbieter den Händlern weitere Möglichkeiten, um gegen Missbrauch vorzugehen.

Es bleibt die teuerste aber wirkungsvollste Methode, bei der die händlereigene IT-Infrastruktur in das des Affiliate-Netzwerks integriert wird. Somit kann eine Bestellung vom Klick bis zum Kauf lückenlos verfolgt und eventuelle Betrügereien aufgedeckt werden.

Wie man also sieht, ist eben auch das Affiliategeschäft nicht ohne Tücken. Und wie in fast allen anderen Bereichen, gibt es eben auch hier schwarze Schafe…

© 2012 Poker Affiliate Biz Suffusion theme by Sayontan Sinha