Wie wir bereits berichteten, hat im letzten Jahr ein Richter im US-Bundesstaat Kentucky angedroht, 141 Domains, die sich mit dem Glücksspiel befassen (darunter eben auch Onlinepokerportale), per Urteilsspruch zu beschlagnahmen, sollten diese weiterhin in Kentucky erreichbar sein. Dieser Aufforderung sind einige Plattformen, darunter auch recht grosse, nachgekommen und haben deren kentuckische Nutzer per IP-Bann den Zugang zu deren Seiten verwehrt.
Nicht alle Anbieter fügten sich dieser Drohung und legten Berufung beim obersten Bundesgerichtshof ein. Dieser Gerichtshof hat jetzt zugunsten der Domaininhaber entschieden und das Urteil aus Kentucky aufgehoben. Laut Aussagen der Bundesrichter kann eine Domain nach geltendem Gesetz in diesem Fall nicht beschlagnahmt werden. In seinem Urteil hat der Richter aus Kentucky sich nämlich auf die Beschlagnahme illegaler Glücksspielgeräte bezogen und somit die Onlineanbieter diesen gleichgesetzt. Und eben dies sei nicht möglich.
Da atmet die Pokergemeinde auf. Man stelle sich nur vor, dieses Urteil wäre durchgekommen. Wie viele andere Bundesstaaten wären auf den Zug aufgesprungen und hätten, zum Wohle der Menschheit, ähnliche Urteile gefällt. Somit hat die Vernunft wohl wieder gesiegt. Wir können dies jedenfalls nur begrüssen und hoffen auf weitere Lockerungen im Glücksspiel- Pokerbereich.
Seit gestern offiziell im Amt und bereits jetzt gibt es Reaktionen mit großer Resonanz auf den UIGEA. Auf Obamas offizieller Webseite wurden die Besucher gefragt was der neue Präsident alles besser machen kann. Ein Vorschlag lautete eben den UIGEA zu Nichte zu machen und Online Poker zu legalisieren.
Bisher stoß dieser Vorschlag auf große Resonanz und hat weit über 1000 Befürworter gesammelt. Ob sich das Obama aber in dieser stressigen und durch die Rezession geprägte Zeit sofort ansehen wird, ist noch fraglich. Optimismus herrscht aber wieder in der Pokerszene.
Derzeit brodelt es wieder in der Poker-Gerüchteküche. Nach dem letzten spektakulären Wechsel von NoIQ Poker zu Entraction bahnt sich schon der nächste an. In einem großen Poker-Forum lassen Insider verlauten, dass Doyles Room schon bald das Netzwerk wechseln wird. Es fiel ein kleiner Tipp um welches es sich handelt und wenn man nun 2+2 zusammen zählen kann, kommt man zu dem Schluss, dass es sich um das aufstrebende Cake Poker Netzwerk handelt. Kein Wunder eigentlich, denn Cake Pokers Ziele waren bereits Anfang 2008 sehr hoch.
Sitzt ihr in Hamburg oder Umgebung? Dann könnt ihr am 4.2.2009 am 9. Hamburger Affiliate Stammtisch teilnehmen. Dieser beginnt um 19 Uhr im Sausalito (nähere Infos hier) und endet gegen 00 Uhr.
Jeder, der sich für Affiliate Marketing und das Drumherum interessiert, ist herzlich eingeladen. Für kostenlose Getränke ist aufgrund der vielen Sponsoren ausreichend gesorgt. Anmelden könnt ihr euch über die E-Mailadresse, die über den obenstehenden Link offenbart wird. Eine Anmeldung ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Ihr könnt also einfach reinschneien und sogar Freunde mitbringen.
Schaut doch einfach mal vorbei und hört euch an, was die Profis der Branche zu sagen haben. Gerade auf diesem breitgefächerten Gebiet kann man nie genug Informationen bekommen.
Natürlich möchte man als Poker Affiliate hauptsächlich Pokerspieler generieren. Das sollte auch das primäre Ziel sein. Aber welche Pokerspieler möchte man generieren und auf welche Art und Weise soll das geschehen?
Diese Überlegungen gehen klar in Richtung Marketing. Kein Wunder, denn Affiliate Marketing heißt nicht umsonst Affiliate Marketing…. Im Marketing gewohnt man meist so vor, dass man einen gegebenen Markt, in diesem Fall den Markt der Pokerspieler in verschiedene Segmente unterteilt. Die extremste Segmentierung wäre offensichtlich jeden Pokerspieler individuell zu betrachten. Da dies nicht möglich ist, muss man verschiedene Segmente finden, die sich gegenseitig unterscheiden ohne dass sich die Mitglieder eines Segments zu stark unterscheiden. Eine Segmentierung unter Pokerspielern könnte so aussehen:
Onlinespieler und Livespieler als zwei große Segmente. Darunter lassen sich beliebig viele Untersegmente bilden. Segmente im Segment Onlinespieler könnten z.B. “Fische”, “Winning Player” sein. Unter das Segment Winning Player könnte man wiederum ein Segment “24/7 Spieler”, “Teilzeitspieler” und “Gelegenheitsspieler”. Und so weiter.
Nach einer plausablen Segmentierung muss man sich nun als Poker Affiliate die richtigen Segmente, die man bearbeiten möchte zurecht suchen. Wenn man eine Seite mit einer Auflistung aller Freerolls bietet, spricht man sicherlich keinen Vollzeit Winning Player oder gar das Segment der Livespieler an. Bietet man Pokerregeln und einfache Strategien so ist dies wiederum nicht für den Winning Player interessant.
Im Grunde hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man sucht sich ein Segment aus und richtet sein Produkt (Webseite) darauf aus. Oder aber man nimmt ein gegebenes Produkt und vermarktet es für das passende Segment.
In Fall 1 wäre das zum Beispiel die Selektion des Segments: “Vollzeit Winning Player”. Man richtet dann seine Webseite auf dieses Segment aus indem man zum Beispiel exklusive Rakebackdeals anbietet und nebenbei geeigneten Content für dieses Segment bietet (z.B. ein exklusives Forum nur für Eingeladene die sich auf hohem Niveau über Strategien austauschen).
In Fall 2 würde man ein gegebenes Produkt für das darauf passende Segment vermarkten. Angenommen Sie haben eine Seite mit einem Offline Eventkalender und etlichem Content für Pokereinsteiger. Es wäre Blödsinn hier auf online Winning Player zu setzen. Vielmehr sollten Sie sich auf Livespieler und Pokereinsteiger fokussieren.
Auch wenn das für manche vielleicht nach zuviel Marketing Plapperei klingt, ist die Segmentierung und Produktausrichtung ganz wesentlich für Poker Affiliates. Man sieht immer wieder Seiten, die ein Segment bearbeiten, das nicht zu ihrem Produkt passt, oder ein Produkt anbieten, das nicht zu ihrem bestehenden Segment gehört. Ein klassisches Beispiel hierfür ist eine Seite mit Freeroll Kalender, die als Rakeback Affiliate tätig ist. Viel sinnvoller wäre es hier Free Money Angebote von Pokerschulen anzubieten.
In einem Bericht der Verbraucherzentrale Brandenburg (hier der vollständige Auszug) bekommen wir es nun offiziell bestätigt: Das Online-Glücksspiel ist ab 2009 verboten und eine mögliche Teilnahme strafbar.
Hierbei handelt es sich nicht nur um Glücksspielanbieter aus dem Inland, sondern auch um solche, die ihren Sitz im Ausland haben (zu diesen darf nicht mehr weitergeleitet werden). Ein Beispiel hierfür ist der Lotterieanbieter tipp24.com, der eigentlich seine Pforten hätte schließen müssen. Seltsamerweise ist die Seite aber wieder erreichbar. Entweder nimmt man das Ganze nicht so wirklich ernst, oder aber es gibt doch noch ein Schlupfloch, das sich entsprechende Anbieter offen halten.
Natürlich heißt es immer wieder, dass etwa Lotto spielen ja nicht gänzlich untersagt wird. Noch immer sei es möglich, dies bei zugelassenen Annahmestellen der staatlichen Lotteriegesellschaften zu tun. Nur hat halt nicht jeder Lust, bei Wind und Wetter aus dem Haus zu gehen, wenn er dies auch in Ruhe vor dem heimischen PC erledigen kann.
Ich finde es einfach schrecklich, dass uns Bürgern immer mehr Rechte entzogen werden. Auf der einen Seite sind wir ab 18 voll strafmündig. Auf der anderen Seite kann man aber als Erwachsener immer weniger darüber entscheiden, was man in seiner Freizeit tun möchte…
Die Seite 100partnerprogramme hat ihre jährliche Umfrage bezüglich der Nutzung von Partnernetzwerken durchgeführt. Über 600 Mitglieder haben sich an dieser Umfrage beteiligt, die über den gesamten Dezember 08 lief. Auf den oberen Rängen hat sich nicht viel getan. Im Mittelfeld sieht es allerdings ein wenig anders aus.
Auf Platz 1 befindet sich noch immer affilinet mit 69 %. Gleich danach reihen sich Zanox (58 %) sowie adbutler (40 %) ein. Im Gegensatz zum Vorjahr mussten jedoch alle drei Anbieter Einbußen hinnehmen. Auf den Plätzen vier und fünf befinden sich nun Superclix (37 %) und belboon (30 %). Beide Anbieter konnten deutlich zulegen, wohingegen TradeDoubler mit 27 % nur noch den sechsten Platz erreicht. Den stärksten Verlust mit über 10 % musste Commission Junction hinnehmen.
Diesen Ergebnissen ist zu entnehmen, dass die User von den größeren Netzwerken zu den mittleren und kleineren Netzwerken wechseln. Ein möglicher Grund hierfür könnte der bessere Support, Nischenprogramme oder Bonusangebote sein. Sollten Sie also über ein Partnernetzwerk nachdenken, könnte es sich durchaus lohnen, auch einen Blick auf die kleineren Anbieter zu werfen und die Angebote zu vergleichen
Deutsche Affiliates können sich nun über einen weiteren noch stärkeren Partner freuen: Betfair bietet seit Anfang des Jahres ihre Software unter anderem auch in deutscher Sprache an. Das bedeutet, es können nun auch die User umworben werden, die um rein englischsprachige Seiten einen Bogen machen. Man sollte es nicht für möglich halten, doch davon gibt es noch immer eine ganze Menge.
Und um das Ganze gebührend zu feiern, veranstaltet Betfair am 18.2.2009 ein Freeroll-Turnier mit einem Preispool in Höhe von 5.000$ ausschließlich für deutschsprachige User. Dies schafft einen zusätzlichen Anreiz, um Spieler auf die entsprechende Seite zu locken.
Betfair wird in naher Zukunft die Software auf weitere Sprachen ausbauen. Als Dienstleister, was die Pokerräume ja irgendwo sind, ist es bestimmt nicht verkehrt, es dem Kunden so bequem wie möglich zu machen. Und besonders bei der Konkurrenz und dem hart umkämpften Markt. Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Seite und halten Ausschau nach attraktiven Boni bzw. Angeboten, die Sie an Ihre Kunden weitergeben können.
Vom 28. – 29. April diesen Jahres trifft sich die europäische Affiliategemeinschaft auf der a4uexpo in Amsterdam. Zum ersten Mal öffnet diese Messe ihre Pforten auf europäischem Festland. Das Ganze wird im RAI Kongress Zentrum stattfinden.
Wie in den meisten Fällen finden die Interessierten neben ausgewählten Ausstellern auch zahlreiche Workshops sowie Veranstaltungen zum Thema. Zudem finden drei Partys statt. Die a4uexpo Europe bietet somit eine zentrale Plattform, um sich über aktuelle und zukünftige Trends im Affiliatebereich zu informieren.
Bereits zweimal fand die a4uexpo erfolgreich in London statt. Die Teilnehmer erfahren neueste Entwicklungen direkt aus erster Hand und können mit den Profis der Branche über verschiedene Themen diskutieren. Das Eventangebot umfasst über 40 Themen aus dem Affiliate Marketing Bereich, welche in vier Konferenzräumen simultan vorgetragen werden. Zudem gesellen sich über 40 Aussteller.
Weitere Informationen zu dieser Messe gibt es auf der Seite der a4uxepo Europe.
Jetzt kommt’s richtig hart. Nicht nur, dass Pokern ein Glücksspiel, illegal und sowieso verrucht ist. Nun musste auch noch ein Spieler daran glauben. So geschehen in Korea.
Dort hat nämlich ein 43 Jähriger seinen Freund nach einer Partie Poker kaltblütig ermordet. Das Schlimme dabei ist, dass sich die Beiden bereits seit über 20 Jahren kannten. Zu dem Vorfall kam es, als der mutmaßliche Täter insgesamt 50.000 Won (umgerechnet etwa 27 Euro) verlor. Diese Summe resultierte aus den Ergebnissen einiger Partien mit ziemlich kleinen Einsätzen. Kim, der wohl ‚auf Tilt’ war, wollte dies anscheinend nicht wahrhaben und erschlug seinen Freund mit einem stumpfen Gegenstand.
Na. Da werden die Gegner des Pokersports ja wieder was zum Herumwettern haben. ‚Wir haben es doch immer gesagt, Poker verdirbt den Charakter’ usw. Blablabla. Jetzt mal im Ernst. Wer einen anderen Menschen tötet, aus welchem Anlass auch immer, mit dem stimmt doch irgendetwas nicht. Das Ganze erinnert mich stark an die Thematik Computerspiele und Amoklauf. Ich muss gestehen, dass auch ich gerne mal im Netzwerk Counterstrike und Unreal zocke. Würde ich deshalb mit einer Knarre in einen Zeitungsladen rennen und wahllos um mich schießen? Ich denke nicht…