Atlantic City und die Finanzkrise

Jetzt bekommt auch das Spielerparadies Atlantic City die Konsequenzen der Wirtschaftskrise voll zu spüren. Nachdem die Kasinos bereits letztes Jahr einen Rückgang zu verzeichnen hatten, ist dieser Trend im aktuellen Jahr weiterhin zu verzeichnen – die Umsätze sind weiter zurückgegangen. Bevor gezockt wird, gibt man das Geld doch lieber für das tägliche Brot aus.
Das Glücksspiel im Staat New Jersey ist seit 1976 erlaubt. Und seit diesem Zeitpunkt gingen die Gewinne stetig nach oben. Erstmals 2007 sanken die Einnahmen der Kasinos um 5,7 %. Ende 2008 fielen diese dann um weitere knappe 7 % auf 4,2 Milliarden Dollar Minus. Dementsprechend kamen natürlich auch deutlich weniger Besucher in die Kasinos.
Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat sich die Anzahl der Spieltische halbiert und laut eines Insiders kamen etwa 25 % weniger Spieler nach Atlantic City.
Auch in Las Vegas ist ein stetiger Rückgang zu verzeichnen. Im Oktober 2008 etwa lagen die Umsätze 26 % unter denen des Vorjahrs. Nun bemühen sich große Kasinos bereits um günstige Kredite bzw. Unterstützung vom Staat, um nicht eventuell schließen zu müssen. Und das in der bekanntesten Spielerstadt der Welt…
Analysten erwarten eine Besserung frühestens für 2010. Sollten die Kapitalmärkte weiterhin schwächeln und die Arbeitslosigkeit ansteigen, werden wohl noch weniger Menschen den Kasinos einen Besuch abstatten. Man muss bedenken, dass sowohl in Atlantic City wie auch in Las Vegas die gesamte Konjunktur auf diesen Sektor ausgerichtet ist. Beschäftigte im Gastronomie-, Hotel- und Dealerbereich machen einen Großteil der Arbeitsplätze aus. Bereits jetzt mussten mehrere hundert Leute entlassen werden. Ebenso muss der Staat mit erheblichen Steuerverlusten rechnen. Man ist bereits damit beschäftigt, erste Schritte einzuleiten. Wo und wie diese jedoch aussehen werden, darüber ist man sich noch nicht einig. Wie auch viele andere Spielbegeisterte hoffen wir auf eine baldige Besserung!

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