Ist eine Poker/Casino Affiliate Tätigkeit in Deutschland legal nach den Änderungen in Schleswig-Holstein

Es wird einmal wieder Zeit für ein Update. Nach dem ursprünglichen Glücksspiel Staatsvertrag hatten Affiliates eigentlich wenig Lücken, die einem Luft für wirkliche Legalität ließen. Zwar wurden eigentlich nur Sportwetten explizit genannt und Casino und Poker gar nicht mit eingeschlossen, aber diese galten dann im Zweifelsfall genauso als Glücksspiel. Bei Poker kann man sich natürlich streiten weil es kein reines Glücksspiel ist und dies zumindest auch schon in anderen Ländern angeboten wird.

Die Frage, die man sich aber seit dem 1.1.2012 stellen musst ist welchen Einfluss die Gesetzsgebung von Schleswig-Holstein hat. Denn in diesem Bundesland werden nun Lizenzen für Sportwetten und Casinoanbieter vergeben. Lizenzen, mit denen man ganz offiziell und legal in diesem Bundesland Glücksspiele anbieten und bewerben darf. Und diese Lizenzen sind auch schon längst in Takt.

Nun ist es aber so, dass es (noch) keine Domains gibt, die lediglich auf das Bundesland Schleswig-Holstein ausgerichtet sind. Genausowenig ist es möglich IPs von anderen Bundesländern zu sperren. Das Internet ist nunmal global und die Sprache, die im Norden gesprochen wird ist die gleiche wie im Süden. Es ist daher nicht möglich sein Angebot gezielt auf dieses Bundesland auszurichten. Als Affiliate haben Sie hier meiner Ansicht nach keine Verantwortung weil es nicht in Ihrer Macht liegt. Selbst wenn Sie Ihre Webseite nur für Besucher aus Schleswig-Holstein zugänglich machen möchten, könnten Sie es technisch nicht umsetzen.

Das ist der erste Punkt. Der zweite ist die das Angebot lizenzierter Unternehmen. Natürlich kann man einem Affiliate, der ein Casino bewirbt, das keine Lizenz hat einen Strick drehen. Deswegen sollte er nur auf welche setzen mit Lizenz. Welche das sind lässt sich hier beim Innenministerium nachlesen.

Hier sind noch nicht alle großen Anbieter dabei, die man normalerweise sowieso bewerben würde. Aber es gibt genug gute auf die man sich verlassen kann. Gerade die Allrounder wie Bet365 oder Mybet sind hier zu nennen. Insbesondere aber auch 888, die mit Abstand am größten und außerdem noch extrem verlässlich sind. Hier können Sie sich das 888 Programm näher ansehen.

Tätigkeit als Poker Affiliate legal in Deutschland?

Kurzum: Nein, aber! Laut Strafgesetz ist es eine Straftat in Deutschland zu illegalem Glücksspiel zu verleiten. Da Poker nach deutschem Recht noch als Glücksspiel eingestuft ist und das Spielen auf Online Poker Räumen als illegal anzusehen ist, handelt es sich beim Online Poker offiziell um illegales Glücksspiel, das man in der Öffentlichkeit auch nicht bewerben darf.

Aber! Diese ganze Situation ist nicht einwandfrei geregelt, denn es gibt keine Präzedenzfälle in Sachen online Poker. Denn eigentlich spielt man ja auf ausländischen Servern und damit nicht in Deutschland. Es macht wenig Sinn an dieser Stelle ins Detail zu gehen. Fakt ist, dass es keine Fälle gibt in denen deutsche Online Poker Spieler Probleme bekamen.

Das ist im Affiliate Bereich auch nicht anders. Das heißt aber nicht, dass man als deutscher Staatsbürger einfach anfangen soll im großen Stil für online Pokerräume zu werben! Es gibt ein paar Dinge, die man beachten muss. Diese sind aber extrem einfach umzusetzen und wenn an etwas Acht gibt, läuft man keine Gefahr rechtliche Konsequenzen zu befürchten.

Zunächst einmal sollte man nirgends mit seinem richtigen Namen auftauchen. Am besten legt man sich ein Pseudonym zu, welches beim Emailabsender oder der Skypeadresse auftaucht. Der richtige Name sollte nur da erscheinen wo er unbedingt erforderlich ist, z.B. bei Bezahlprogrammen oder Affiliate Programmen.

Der zweite wichtige Punkt ist seine Webseiten anonymisieren zu lassen. Das ist mittlerweile sehr einfach. Hier findest du einen Artikel zu diesem Thema: Anonyme Domains

Das ist eigentlich schon alles. Wenn du niemals mit deinem richtigen Namen auftauchst (z.B. im Impressum) und dafür sorgst, dass die Domain offiziell nicht dir gehört, kann niemand dahinter kommen wem die Seite gehört und wer für den Inhalt verantwortlich ist. Und zu allem Überfluss muss erst einmal jemand auf diese Seite aufmerksam werden und auf die Idee kommen den Betreiber anzuzeigen. Wenn sich jemand die Arbeit antun will, wird er keinen Erfolg haben…

Erneuter Sieg für Pokerveranstalter

In München entschied ein Landgericht erneut zugunsten eines Pokerveranstalters. Dieser wurde vom Vorwurf des illegalen Glücksspiels freigesprochen.

Das Ganze erstreckte sich über fast zwei Jahre, denn bereits 2007 wurde dieser Veranstalter vom Amtsgericht Fürstenfeldbruck freigesprochen. Dieses Urteil gefiel der Staatsanwaltschaft allerdings nicht, die daraufhin in Berufung ging. Wie wir leider alle wissen, benötigt die Bürokratie in Deutschland etwas länger als anderswo. Aus diesem Grund kam es erst jetzt zu der Verhandlung bei der nächsthöheren Instanz.

Bei diesem Verfahren ging es nicht um die Klärung, ob es sich dabei um ein illegales Glücksspiel handelte. Vielmehr wollten die Richter Gewissheit in der Frage, ob die Einsätze sowie mögliche Rebuys illegal sind. Diesmal gelangen die Richter zu der Überzeugung, dass die Buy-Ins sowie die Rebuys lediglich zur Deckung der Kosten und nicht zur Bereicherung des Beklagten dienten (die Gewinne wurden von Sponsoren zur Verfügung gestellt). Somit kam es zu dem eindeutigen Freispruch.

Nun möchte die Staatsanwaltschaft erneut in Revision gehen. Was das nun soll, verstehe ich nicht wirklich, da es wahrscheinlich gar nichts ändern wird. Einige Leute können sich einfach nicht mit einer Niederlage abfinden… Jedenfalls freuen wir uns, dass wir wieder einmal ein positives Ereignis verzeichnen können, und hoffen darauf, dass dies so weitergeht.

In Düsseldorf geht’s rund

In Düsseldorf haben Polizei und Ordnungsamt vier illegale Wett- und Roulettehallen geschlossen sowie in 18 Lokalen verbotene Automaten gesperrt. Das geht ja nun schon seit einigen Monaten so und die Ordnungshüter hoffen, mit ihren Aktionen die Spieler-Szene, besonders in Friedrichstadt, zu verunsichern.

So befand sich etwa in einer angeblichen Karaoke-Bar die Haupteinnahme im Keller. Dort nämlich wurde an Poker- und Roulettetischen gezockt, was das Zeug hielt. Nachdem die Polizei dies spitzkriegte, wurde nach einer Razzia der komplette Betrieb geschlossen – die Karaoke-Bar, die wohl eher als Tarnung diente, gleich mit.

Sogar um die Faschingszeit, wo die Polizei eigentlich anderes zu tun hat, wurden mehrere Lokale auf verbotenen Alkoholausschank oder eben illegales Glücksspiel hin untersucht. Recht dreist hielten es die Betreiber zweier Wettbüros, die erst gar keine Genehmigungen beantragten, die Lokale also einfach eröffneten, und zudem noch verbotene Automaten in ihren Lokalen betrieben. Man kann es ja mal versuchen – vielleicht kommt man damit durch. Na, wenn das nicht naiv ist, was dann. Zumal für diese Lokale und deren illegalen Angebote auch noch offen geworben wurde.

Im Deckmantel eines Vereines wurde in weiteren Räumlichkeiten gepokert und gewürfelt. Hier war die Staatsgewalt weniger erfolgreich, da sich kein Geld auf den Tischen befand. In diesem Fall ist das Ganze nicht ungesetzlich und es gab lediglich ein paar Anzeigen.

In erster Linie geht es in Düsseldorf darum, aufkommende Bandenkriege im Keim zu ersticken. Wenn man bedenkt, dass im Bereich Schwarzarbeit bzw. Betäubungsmittel wesentlich mehr zu holen ist. Dennoch ist man davon überzeugt, dass man das Glücksspiel im Anfangsstadium bekämpfen muss, bevor es zur echten Plage wird. Nun ja. Wenn es sich wirklich um Glücksspiel handelt, bei dem die Spieler ‚abgezogen’ werden, kann ich das nachvollziehen. Was hat das Ganze aber mit dem Pokersport zu tun?

Holland und das Glücksspiel

In Holland hatte man ja alle Online-Glücksspiel-Provider gebeten, niederländische Staatsbürger zu blocken, um diese an der Teilnahme zu hindern. Dass dies von den entsprechenden Unternehmen nicht wirklich so umgesetzt wurde, bis auf wenige Ausnahmen, war anzunehmen. Darauf kündigte der Justizminister des Landes an, er wolle eben diese ‚unbelehrbaren’ Online-Anbieter strafrechtlich verfolgen.
Um das Ganze noch ein wenig zu verschärfen, wurde jetzt die Steuerbehörde damit beauftragt, die Onlinespieler mit Steuern auf deren Internet-Gewinne zu belegen. So haben holländische Spieler in den letzten Tag verstärkt Post vom Finanzamt erhalten, in der sie aufgefordert wurden, ihr nicht angegebenes Einkommen zu offenbaren und dieses zu versteuern. Wahrscheinlich gelang es der zuständigen Behörde, über die Nicks der verschiedenen Spieler an deren Adressen zu gelangen.
Dieser Schritt trifft nicht nur die in Holland ansässigen Spieler, sondern auch jene, die im Ausland auf der Holland Casino Seite spielen. Auch diesen flatterte ein Schreiben ins Haus, in dem Sie aufgefordert werden, ihre Gewinne nachträglich zu versteuern.
Im September 2008 hatte Holland ein neues Glücksspiel-Steuergesetz verabschiedet, dass vor allem die Onlinesparte im Visier hatte. Da dies niemanden so richtig zu interessieren schien, werden jetzt härtere Geschütze aufgefahren. Bleibt also nur die Frage, wie die Behörden an die Nicks der User kamen. Wobei ich mir wiedermal die Frage stelle, wie sicher unsere Daten eigentlich sind und ob wirklich jeder Mensch käuflich ist…

Weiteres Unikum aus der Glücksszene

Vielleicht hat der eine oder andere bereits davon gehört: In Bayern wollte ein Mann sein Haus verkaufen. Um dies ein wenig ‚interessanter’ zu gestalten und wahrscheinlich ein wenig mehr Geld herauszuschlagen, wurde im Internet eine Verlosung angestrebt. Es wurden 48.000 Lose zu je 19 Euro angeboten (das entspräche einem Gewinn in Höhe von etwa 912.000 Euro). Dem Gewinner würde das Haus dann zugesprochen. Keine schlechte Idee, wenn da nicht die Regierung wäre. Diese untersagte nämlich die Internetverlosung, da es sich hierbei eindeutig um ein ‚Glücksspiel’ handele, und diese im Onlinebereich bekanntlich verboten sind.

Nun. Ich kenne hunderte Seiten bzw. Portale, die Verlosungen anbieten. Und noch nie wurde ein derartiges Gewese darum gemacht. Die Anwältin des Betroffenen argumentierte zu dem Vorwurf mit einer uns allen bekannten Aussage: Entscheidend für den Gewinn oder Verlust des Spiels nach Paragraf 3 Glücksspielstaatsvertrag sei hier nicht der Zufall, sondern das Geschick der Teilnehmer, also Wissen, Allgemeinbildung, Auffassungsgabe und Reaktionsfähigkeit.

So sehe das Gewinnspiel ein Quizturnier mit mehreren Durchgängen vor, bei dem im K.O.-Verfahren aus den geplanten 48.000 Teilnehmern 100 Quiz-Sieger ermittelt werden. Unter diesen würden dann unter notarieller Aufsicht 100 Preise verlost, von denen das Haus der Hauptpreis sei. Maßgeblich für die Entscheidung über Gewinn oder Verlust sei also allein das Abschneiden bei dem Quiz-Turnier.

Verschärfend kommt hinzu, dass der Beklagte bereits seit Oktober 2008 versuchte, eine rechtliche Klärung bei den Behörden herbeizuführen, diese aber nicht sonderlich an der Geschichte interessiert schienen. Erst jetzt, wo das öffentliche Interesse für diesen Fall wächst, kommen die Beamten plötzlich aus ihren Löchern.

In Österreich wurde bereits ein Haus auf dem Wege der Verlosung an den Mann gebracht. Derzeit findet eine solche Verlosung auf Mallorca statt. Leider entscheiden die verschiedenen Länder noch immer unabhängig voneinander über das Glücksspielrecht und dessen Einschränkungen. Ich würde mich wesentlich wohler fühlen, wenn man nicht ständig bevormundet werden und man endlich Klarheit in diesem Bereich schaffen würde. Jetzt mal im Ernst: Wenn wir auf dem Rummel Lose für 100 Euro kaufen, interessiert das kein Schwein. Wenn wir aber im Internet an einer Hausverlosung teilnehmen möchten und dafür 19 Euro bezahlen, soll das illegal sein? Wo liegt da der tiefere Sinn?

Wo fängt die Spielsucht an?

Da haben wirs mal wieder. Bei Glücksspielen, zu dem auch Poker zählt, möchte der Staat einen Riegel davor schieben, weil er meint, die Menschen können durch diese Form der Unterhaltung süchtig werden. Klar ist das bei der einen oder anderen Person der Fall. Doch kann man auch von vielen anderen Dingen süchtig werden wie etwa: Rauchen, Trinken, Essen, Lesen oder Bowlingspielen. Wir Menschen sind nun einmal so gestrickt. Und wenn wir etwas unbedingt wollen, dann nehmen wir es uns auch – komme, was da wolle.

Nun setzt die staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg dem Ganzen die Krone auf, indem Sie behauptete, der große Jackpot vom Januar in Höhe von 28 Millionen Euro stelle keinerlei Suchtgefahr dar. Ist dem wirklich so? Wie viele Leute hörte ich sagen: Dieses Mal MUSS ich einfach Lotto spielen – bei dem Gewinn? Dass jedoch die Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn nicht wirklich größer ist, obwohl es um eine höhere Summe im Jackpot geht, scheint vielen nicht wirklich klar zu sein. Um sich nun drei oder drei Millionen Spieler an der Ziehung beteiligen – die Wahrscheinlichkeit auf einen Sechser beläuft sich immer auf ca. 1 zu 14 Millionen. Im Klartext: Wenn Sie 14 Millionen mal Lotto spielen, gewinnen Sie einmal.

Die Toto-Lotto GmbH meinte zu diesem Thema, dass etwa in den USA ganz andere Summen ausgespielt würden. Zudem muss Lotto attraktiv bleiben und es gäbe ja nicht jeden Tag derartige Summen zu gewinnen. Man habe zudem bereits einige Schritte in Richtung Spielsucht eingeleitet. So wurde etwa die Zahl der Ziehungen von 15 auf maximal 13 reduziert. Zudem ist diese Art des Glücksspiels im Internet verboten und man habe die Zahl der Annahmestellen reduziert. Na, das hört sich ja wirklich vielversprechend an.

In diesem Zusammenhang verstehe noch immer nicht, wieso Poker als Glücksspiel abgetan wird. Bei diesem Spiel gibt es keine 1:14 Millionen Wahrscheinlichkeit auf den Gewinn. Zudem kann man mit Taktik und Können durchaus die eine oder andere Partie für sich entscheiden. Wieder einmal bin ich der Überzeugung, dass der Staat sich alles so hinbiegt, wie er es möchte. Ob die Gründe dafür nun der Wahrheit entsprechen oder nicht. Letztendlich geht es immer nur ums Geld. Wie uns die derzeitige Finanzkrise in aller Deutlichkeit bewiesen hat.

Domainstreik in Kentucky geschlichtet

Wie wir bereits berichteten, hat im letzten Jahr ein Richter im US-Bundesstaat Kentucky angedroht, 141 Domains, die sich mit dem Glücksspiel befassen (darunter eben auch Onlinepokerportale), per Urteilsspruch zu beschlagnahmen, sollten diese weiterhin in Kentucky erreichbar sein. Dieser Aufforderung sind einige Plattformen, darunter auch recht grosse, nachgekommen und haben deren kentuckische Nutzer per IP-Bann den Zugang zu deren Seiten verwehrt.
Nicht alle Anbieter fügten sich dieser Drohung und legten Berufung beim obersten Bundesgerichtshof ein. Dieser Gerichtshof hat jetzt zugunsten der Domaininhaber entschieden und das Urteil aus Kentucky aufgehoben. Laut Aussagen der Bundesrichter kann eine Domain nach geltendem Gesetz in diesem Fall nicht beschlagnahmt werden. In seinem Urteil hat der Richter aus Kentucky sich nämlich auf die Beschlagnahme illegaler Glücksspielgeräte bezogen und somit die Onlineanbieter diesen gleichgesetzt. Und eben dies sei nicht möglich.
Da atmet die Pokergemeinde auf. Man stelle sich nur vor, dieses Urteil wäre durchgekommen. Wie viele andere Bundesstaaten wären auf den Zug aufgesprungen und hätten, zum Wohle der Menschheit, ähnliche Urteile gefällt. Somit hat die Vernunft wohl wieder gesiegt. Wir können dies jedenfalls nur begrüssen und hoffen auf weitere Lockerungen im Glücksspiel- Pokerbereich.

Online-Glücksspielverbot ab 2009 in Brandenburg

In einem Bericht der Verbraucherzentrale Brandenburg bekommen wir es nun offiziell bestätigt: Das Online-Glücksspiel ist ab 2009 verboten und eine mögliche Teilnahme strafbar.
Hierbei handelt es sich nicht nur um Glücksspielanbieter aus dem Inland, sondern auch um solche, die ihren Sitz im Ausland haben (zu diesen darf nicht mehr weitergeleitet werden). Ein Beispiel hierfür ist der Lotterieanbieter tipp24.com, der eigentlich seine Pforten hätte schließen müssen. Seltsamerweise ist die Seite aber wieder erreichbar. Entweder nimmt man das Ganze nicht so wirklich ernst, oder aber es gibt doch noch ein Schlupfloch, das sich entsprechende Anbieter offen halten.
Natürlich heißt es immer wieder, dass etwa Lotto spielen ja nicht gänzlich untersagt wird. Noch immer sei es möglich, dies bei zugelassenen Annahmestellen der staatlichen Lotteriegesellschaften zu tun. Nur hat halt nicht jeder Lust, bei Wind und Wetter aus dem Haus zu gehen, wenn er dies auch in Ruhe vor dem heimischen PC erledigen kann.
Ich finde es einfach schrecklich, dass uns Bürgern immer mehr Rechte entzogen werden. Auf der einen Seite sind wir ab 18 voll strafmündig. Auf der anderen Seite kann man aber als Erwachsener immer weniger darüber entscheiden, was man in seiner Freizeit tun möchte…

Erster Hoffnungsschimmer in Frankreich

In Frankreich ist man drauf und dran, den Glücksspielmarkt zu liberalisieren. Bereits im Juni 2008 kündigte Frankreichs Regierung auf Druck der Europäischen Kommission eine Öffnung des Glücksspielmarktes an. Doch wie nicht anders zu erwarten, geschieht solch ein weitreichender Einschnitt nicht von heute auf morgen. Schon gar nicht, wenn der Staat seine Hand im Spiel hat. Dennoch können wir darauf hoffen, dass die Umsetzung Mitte 2009 in Angriff genommen wird.

Dieser ‚Glücksspielmarkt’, den die Rechtssetzung betreffen wird, beschäftigt sich in erster Linie mit dem Onlinebereich. Hierzu gehören Sport- und Pferdewetten sowie Poker und einige Spiele, die zur Zeit nur in Kasinos angeboten werden dürfen.

Mit der Vergabe der ersten Lizenzen ist frühestens 2009 zu rechnen. Dennoch ist dies ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Sollte Frankreich das Onlinepokern legalisieren, dürfte dies entscheidende Auswirkungen auf die restlichen EU-Staaten haben. Als starker Partner wird Frankreichs Entscheidung durchaus Nachahmer finden bzw. wird Frankreich die Mitgliedsstaaten dazu anhalten, ihrem Beispiel zu folgen. Pokeraffiliates können vielleicht bald wieder aufatmen und sich ganz ihrem Metier hingeben, ohne dabei rechtliche Schritte befürchten zu müssen.