Ongame Essence: Ein Jahr und kein bisschen schlauer

Nach der Fusion von bwin und Party Gaming zu Beginn dieses Jahres hat das neu entstandene Unternehmen bwin.party Digital Entertainment vor einigen Wochen angekündigt, das Ongame Pokernetzwerk bis Ende des Jahres verkaufen zu wollen. bwin.party Digital Entertainment erhofft sich einen ähnlich großen Verkaufserlös wie den, den International Game Technology vor kurzem an den Softwareentwickler Entraction Holding AB für dessen Pokernetzwerk bezahlt hat. Das waren immerhin 70 Millionen Euro. Dieses Ereignis nehmen wir zum Anlass, um eine der umstrittensten Eigenheiten im Ongame Pokernetzwerk nochmals näher zu beleuchten: das Rake-Kalkulationssystem Ongame Essence, das noch dazu einjähriges Jubiläum feiert.

Was ist Ongame Essence?

Ongame Essence ist ein neuartiges Rake- und Punkteverteilungssystem für Cashgame-Spieler, das vom Ongame Pokernetzwerk Mitte 2010 eingeführt wurde. Der Spielerwert wird anhand eines Echtzeitalgorithmus bemessen, der unter anderem Faktoren wie die Performance des Pokerspielers oder aber dessen Spielstil miteinbezieht. Daraus abgeleitet wird der jeweilige ‚Spielerkoeffizient‘, der für jeden Pokerspieler unterschiedlich ist und der zur Berechnung der Rakeverteilung herangezogen wird. Betroffen davon sind Cashgame-Spieler, nicht jedoch Turnierspieler.

Wie berechnet Ongame Essence die Rakeverteilung?

Das ist leider kaum mehr nachvollziehbar. Herangezogen dafür wird hauptsächlich die Performance des Spielers über den Zeitraum der letzten 90 Tage. Gewinnt der Pokerspieler in diesem Zeitraum, ‚zieht‘ er also Geld aus dem System heraus, wird er von Ongame Essence benachteiligt und er bekommt weniger Rake und damit Punkte gutgeschrieben. Verliert er und ist damit ‚Nettozahler‘ in das System, dann wird er bevorzugt und bekommt mehr Punkte zugeteilt.

Meldest du dich in einem Ongame-Pokerraum an, dann bekommst du den ‚Standard-Spielerkoeffizienten‘ zugewiesen, mit welchem du in Echtgeldspielen 3.25 Punkte für jeden $1 Rake erhältst. Dieser Koeffizient wird in Folge individuell an dich angepasst und täglich neu berechnet. Gewinnst du ‚zuviel‘, dann erhältst du vielleicht nach kurzer Zeit nur mehr 2.50 Punkte für jeden $1 Rake, kannst dies aber nicht mehr wirklich nachvollziehen. Damit ist es nicht mehr vorhersagbar, wie viel du spielen musst, um z.B. einen Bonus zu clearen. Natürlich weißt du: „Mit 8 Punkten kann ich einen Bonusdollar freispielen.“ Das nützt dir allerdings nichts, wenn du keinen Anhaltspunkt mehr hast, wieviel du spielen musst, um diese 8 Punkte zu bekommen. Natürlich ist davon auch dein Cashback betroffen, also jene Rückerstattung, die dir der Pokerraum regelmäßig gutschreibt.

Wie oben schon erwähnt sind Turnierspieler vom Ongame Essence System nicht betroffen. Als Turnierspieler bekommst du 5 Punkte pro $1 gutgeschrieben. Nimmst du also an einem $5+0.5 Turnier teil, dann bekommst du 2.5 Punkte gutgeschrieben.

Ongame Essence hat aber nicht nur für den Pokerspieler selbst große Auswirkungen, sondern natürlich auch für Pokeraffiliates, da diese nach dem erzielten Rake ihrer geworbenen Spieler bezahlt werden. Das führt zu der grotesken Situation, dass es für Affiliates weit weniger profitabel ist, Gewinner in einen Ongame-Pokerraum zu senden als z.B. ins iPoker Netzwerk. Pokerstrategie-Affiliates aufgepasst :).

Beispiele aus der Praxis:

Pokerraum: Betfair
Hände: 25.000
Performance: 4,6bb/100
Rake Betfair: 1424$
Rake Holdem Manager: 2272$
Pokerraum: Betfair
Hände: 12.000
Performance: 1,07bb/100
Rake Betfair: 1129$
Rake Holdem Manager: 1145$

Quelle: 2+2 Forum

Wie es nun nach einem möglichen Verkauf des Ongame Netzwerkes weitergeht ist schwer zu sagen. Zu hoffen bleibt aber, dass sich letztendlich wieder ein transparenteres System als Ongame Essence durchsetzen wird.

Wie geht es weiter mit Full Tilt Poker?

Es war nicht zu übersehen bzw. zu überlesen: Full Tilt Poker wurde die Lizenz entzogen und viele sehen den Untergang von Full Tilt als unausweichlich. Man sollte jedoch einen kühlen Kopf bewahren und nicht vorschnell irgendwelche Schlüsse ziehen. Sicherlich sieht es nicht gut aus im Moment und wenn ich als Spieler Geld im Konto hätte, würde ich versuchen auszuzahlen oder das Geld schon abschreiben.

Dennoch muss man sich einmal vor Augen halten, dass Full Tilt sogar nach dem Black Friday auf Position 2 der größten Pokerseiten geblieben ist. Der Verlust amerikanischer Spieler war natürlich ein herber Schlag, aber noch lange kein K.O. wie etwa bei Cereus. Im Moment scheitert es „nur“ an 60 Millionen Euro, die für Spielerauszahlungen aufgebracht werden müssen und einer Lizenz. Letzteres kann über kurz oder lange nicht das große Problem bleiben, immerhin ist es inzwischen kein großes Thema eine neue zu beantragen und Full Tilt scheint genau das mit Kahnawakee machen zu wollen.

Dann wäre zumindest das eine Problem gelöst und für das andere Problem, die mindestens 60 Millionen Euro, die derzeit fehlen um Spieler auszahlen zu können, wird ebenfalls an einer Lösung gearbeitet und das Szenario eines Verkaufs der Software, Datenbanken und anderen Assets ist durchaus eine Option. Gespräche mit Jack Binion in denen sich Full Tilt im Moment befindet scheinen in diese Richtung zu gehen. Und wenn man sich vor Augen hält wieviel Rake trotz des Black Fridays noch produziert wurde, sind 60, 100 oder 250 Millionen relativ schnell wieder eingespielt. Nach PokerStars ist Full Tilt Poker vermutlich die Pokerseite mit der größten Marge.

Meine Vermutung ist, dass das Schiff nicht untergehen wird und wir in den nächsten Wochen eine Lösung sehen werden. Diese ist sicherlich nicht für alle Beteiligten zufriedenstellend, aber wenn sich das Full Tilt Management nicht zu ungeschickt anstellt (was natürlich auch denkbar ist), dann wird es irgendwie weitergehen, auch wenn mit einer anderen Marke gearbeitet werden muss, was ebenfalls nicht auszuschließen ist.

Costum WordPress Themes von Pokerwebsitesolutions

WordPress ist mit Sicherheit die Beliebteste Plattform für Poker Affiliates oder Affiliates im Allgemeinen. Wenn man es mit Joomla vergleicht ist es zwar schwerer selbst zu gestalten, aber alleine aus SEO Gründen Joomla vorzuziehen. Wenn man jedoch nicht selbst coden kann, bleibt die WordPress Seite relativ glanzlos und gleicht teilweise einem einfachen Blog. Das ist im Affiliate Geschäft nicht sonderlich dienlich. Wenn man eine seiner Seiten jedoch richtig ausbauen möchte, lohnt sich die Investition in ein Costum WordPress Theme. Dabei wird die Seite komplett eigen designed und so aufgesetzt, dass man mit dem WordPress Backend arbeiten kann. Das hat den großen Vorteil, dass man mit dem Backend bereits vertraut ist und sehr viel schneller damit zurecht kommt. Außerdem können weitere Änderungen an der Seite relativ leicht, zum Beispiel mit Widgets oder Costum Fields umgesetzt werden.

Diese Investition lohnt sich aus zwei guten Gründen: 1) Hat man eine einmalige Seite, die sich vom Rest unterscheidet. 2) Ist man mit dem WordPress Backend bereits vertraut und kann sich schnell einarbeiten.

Das Team von PokerAffiliateBiz kann Pokerwebsitesolutions.com empfehlen. Damit haben die Affiliates von Pokeraffiliatebiz bereits mehrere eigene Seiten umgesetzt. Ab $ 450 geht es los. Natürlich steigt der Preis je mehr Pages die Seite haben soll, also wieviele Seiten letzendlich designed und gecodet werden müssen. Für eine große Seite mit vielen Features und Content kann man jedoch mit höchstens $ 1500 rechnen. Wichtig ist auch, dass sich das Team von Pokerwebsitesolutions auf WordPress und Poker spezialisiert hat. Das heißt, du kannst erwarten, dass Poker technische Wünsche und Besonderheiten bereits bekannt sind.

Weitere Informationen findest du auf Pokerwebsitesolutions.com

Ist CakePoker tot?

Die negativen Anzeichen beim CakePoker Netzwerk häufen sich. Nicht nur, dass zwei führende Mitarbeiter kürzlich gekündigt haben, sondern auch die Tatsache, dass es immer wieder gravierende Probleme bei Skins gibt, spricht Bände. Über den Traffic müssen wir erst gar nicht reden, der hat selbst nachdem Sportingbet Cake bereits verlassen hat immernoch gut abgebaut während die meisten anderen Netzwerke zur kalten Jahreszeit zulegen konnten. Bei Doyles Room gibt es schon länger Probleme. Seit zwei Wochen kann die Software nicht mehr herunter geladen werden. Und Affiliates berichten von erneuten Tracking Problemen. Das ist aber eigentlich nichts neues bei Cake. Denn diese Probleme gibt es fast bei jedem Skin – was natürlich ein Nogo ist. Welcher Affiliate möchte schon Spieler verlieren, die er einem Pokerraum sendet?

Es gibt also nichts Positives zu berichten und wenn Cake nicht schnell das Ruder herum reißen kann, ist es fraglich ob das Netzwerk 2011 noch überlebt.

VCPoker wechselt von iPoker zu Entraction

Einer der größten iPoker Skins, VCPoker (das Pokerprodukt von Victor Chandler) wechselt ins Entraction Netzwerk. Wie heute auf der Entraction Webseite bekannt gegeben wurde, wurde ein Vertrag unterzeichnet. Der Wechsel soll schon im Dezember erfolgen.

Für viele kommt dieser Wechsel überraschend, aber wer enger mit iPoker zusammen arbeitet weiß, dass die Probleme mit dem iPoker Netzwerk scheinbar nicht abreißen. Skins werden bestraft wenn sie einen Monat einmal zuviele Gewinner haben, Spieler finden sich an sehr tighten Tischen, die Rakeback Problematik (offiziell kein Rakeback, aber überall verfügbar) hat iPoker bis heute noch nicht in den Griff bekommen. Also irgendwie doch nicht mehr so erstaunlich, dass sich ein großer iPoker Skin aus dem Netzwerk verabschiedet und zu einem Netzwerk wechselt, das weniger Probleme hat.

Bwin und ein schlechter Scherz

Ongame/Bwin macht sich in letzter Zeit nicht sonderlich beliebt in der Spieler und Affiliate Szene. Zunächst die umstrittene Änderung zum Essence Rake System, das nicht einmal Skins selbst nachvollziehen können und unterm Strich Spieler deutlich weniger Cashback bzw. Rückerstattungen gibt und jetzt werden auch noch die Terms and Conditions des Affiliate Programms dergestalt geändert, dass Affiliates auf gut deutsch „beschissen“ werden. Nichts anderes ist nämlich die Quintessenz der Änderungen.

So wird in Zukunft allen Ernstes der Revenue Share eines Spielers 3 Jahre nach seiner Registrierung auf ganze 5 % gesenkt. Das heißt wenn ich im Jahre 2006 1000 Spieler gebracht habe, die auch heute noch richtig viel Umsatz bringen, bekomme ich darauf 5 %. Schlechter Scherz Nummer 1.

Es geht weiter mit Scherz Nummer 2: Wenn keine online Rechnung innerhalb von 12 Monaten gestellt wird, wird die Commission einbehalten. Das heißt, wenn man etwas inaktiv ist und nicht immer in seinen Affiliate Account schaut, kann man die gesamte Commission verlieren. Und was sollen bitte Online Rechnungen? Hier hat Bwin scheinbar nicht verstanden, dass Affiliates eigentlich sehr gut ohne online Rechnungen arbeiten können. Klar, manche wollen bzw. brauchen diese, aber der Großteil weiß nicht einmal dass es so etwas gibt.

Scherz Nummer 3: Das Partner Konto wird geschlossen wenn drei Monate kein aktiver und zahlender Spieler geworben wird. Freundlicherweise wird man nach 2 Monaten darauf aufmerksam gemacht, dass man schnellstmöglich einen Spieler zu bringen hat, ansonsten wird das Konto gesperrt. Das nenne ich einmal Service!

Scherz Nummer 4: Diese Änderungen wurden komischerweise nicht gut aufgenommen in der Affiliate Community und es hagelte selbstverständlich Kritik. Die einzige Reaktion von Bwin darauf war sinngemäß (nachdem natürlich nicht auf die Kritiken eingegangen wurde): „Bewinners hat ein exzellentes Affiliate Program entwickelt, das alle Maßstäbe in der Industrie übertrifft. Außerdem ist Bewinners bestrebt transparent und fair zu bleiben und deshalb haben sie neue Terms and Conditions veröffentlicht, die alles klar darstellen. Bwin betrachtet Affiliate Marketing als sehr wichtig … Wir danken dir, dass du Spieler zu uns gebracht hast an denen du 5 % lebenslang verdienst (kein Witz).“

An dieser Stelle muss eigentlich nichts weiter gesagt werden. Wer glaubt dieses Affiliate Programm weiterhin bewerben zu müssen bzw. damit überhaupt Geld zu verdienen, dem sei viel Erfolg gewünscht. Bwin hatte durchaus einmal Potential auch in Sachen Poker ein Global Player zu werden, aber die Hoffnung ist wohl nun endgültig dahin. Man kann eigentlich nur hoffen, dass dieses Affiliate feindliche Verhalten abgestraft wird und Bwin dies zu spüren bekommt. Poker Affiliate Biz unternimmt den ersten Schritt und entfernt die Vorstellung des Bwin Affiliate Programms.

Essence oder die Diskriminierung auf Ongame

Affiliates von Bwin konnten heute die folgende Nachricht in Empfang nehmen:
Dear Affiliate Partner!

bwin is pleased to inform you that a new algorithm called „Essence“ will be introduced on Thursday, 15.07.2010. This algorithm will finally introduce a system where the player’s overall contribution to the poker ecology becomes a major component to its healthy balance.

From this date onwards, Essence will take the following issues into account:

* the player’s style of play, pot contribution and skill level
* the long-term effects different players have on each other

The purpose of this new procedure is to evaluate a player’s true value – to assign the correct rake amount – and to ensure long-term profitability for both you and bwin.

All players are valuable within the poker ecology, hence bwin will not use any form of penalties or sanctions to ensure a healthy balance. By using Essence to assign rake on an individual player level not purely based on activity, we will ensure that there are incentives to attract all types of player, and that no players will be unprofitable.

Most Affiliates will notice an impact on their earnings as a direct consequence of the redistribution of the rake.

Please note that our Poker Points system for bwin users will not change. The points awarded for cash games will remain at 3.25 Poker Points per dollar in rake and tournament Poker Points will stay the same.

If you have any questions, please do not hesitate to contact your Account Manager.
Your bwin Affiliate team“

Das ist kurz gesagt eine grundlegende Veränderung der Rakeberechnung. Und da Affiliates aufgrund des Rakes bezahlt werden, hat dies auch enormen Einfluß auf deren Einnahmen. Im Klartext heißt das, dass Affiliates, die Winning Player bringen bestraft und Affiliates, die Losing Player bringen belohnt werden. So möchte Ongame scheinbar die Rakeback Problematik in den Griff bekommen. Netter Versuch, aber dann doch eine Katastrophe wenn man näher darüber nachdenkt. Das heißt im Endeffekt, dass ich als Affiliate kein Interesse daran habe Spielern beizubringen wie man beim Poker gewinnt oder zumindest nicht sofort verliert. Alle Poker Strategie Seiten würden komplett ihren Zweck verfehlen. Das wäre dann etwa so als gäbe es eine gewinnbringende Roulette Strategie und man bringt seinen Besuchern diese bei und verdient nur wenn sie verlieren.

Schon jetzt, einen Tag vor der Einführung von „Essence“ ist der Aufschrei in der Affiliate Szene groß. Und es wird sich zeigen wie erfolgreich oder erfolglos das neue System werden wird. Eine bessere Möglichkeit gegen illegales Rakeback vorzugehen wäre es sinnvoll zu bekämpfen und nicht Affiliates abzustrafen, die bessere Spieler bringen (die ja ohne Zweifel auch zum Ökosystem eines jeden Netzwerkes gehören).

Betfair wechselt zu Ongame

Es gingen schon länger Gerüchte um, aber nichts, was man auf Poker Affiliate Biz hätte veröffentlichen können. Jetzt sind unsere Quellen allerdings glaubhaft genug, dass wir es veröffentlichen können: Gamblingriese Betfair wird zu Ongame wechseln und die unabhängige Seite Betfair Poker aufgeben.

Für viele ist dies keine positive Entwicklung, denn es zeigt wieder einmal dass der Markt am konsolidieren ist und Pleiten und Verschmelzungen praktisch monatlich passieren. Und so auch hier. Sowohl Ongame als auch Betfair sind in Sachen Traffic und Wachstum auf der Strecke geblieben. Ongame verlor nennenswerte Anteile gegenüber Party und iPoker. Und auch Betfair ist mit dem Versuch gescheitert ein zweites Full Tilt ins Leben zu rufen. Pros wie Anette15 sollten hier helfen, blieben aber im Vergleich zu Ivey und Co. blaß.

Insofern dann doch ein nachvollziehbarer Zug. Über den Umzug werden Betfair Spieler und Affiliates sicher rechtzeitig informiert.

Die Story mit Aced und Merge – oder wie man es besser nicht macht

Wir haben bereits von der Situation bei Aced berichtet. Ein junger Raum aus dem Merge Netzwerk, der sogar mal Jamie Gold als Spielerpro gewinnen wollte. Alleine das zeigt eigentlich schon, dass es mit wohlüberlegtem Marketing nicht weit sein kann, denn Jamie hat sicherlich gute 6 stellige Beträge einstecken wollen. Was damals schon befürchtet wurde, ist jetzt Realität: Aced ist pleite. Zunächst wird nur bekannt gegeben, dass das Affiliate Programm einfach dicht macht. Das wäre unfassbar gewesen wenn die Spieler dann noch weiter gespielt hätten. So ist es aber nicht gekommen und Carbon Poker, die Mutter des Merge Netzwerk (so etwas wie Titanpoker für iPoker oder Cake fürs Cake Netzwerk) übernahm sowohl Spieler als auch Affiliates.

Damit erholte man sich erstmal von der Schreckensmeldung, dass die Affiliates leer ausgingen. Denn sie wurden dann sogar von Carbon bezahlt. Naja, die meisten zumindest. 2 Affiliates aus der Affiliate Szene gingen leer aus. Beiden wird ein Betrag von jeweils 50.000 Dollar geschuldet. Diese Schulden konnte Aced nicht begleichen und Merge scheinbar auch nicht. Zumindest fühlen sie sich nicht dazu verpflichtet das zu tun. Sie stellen sich aber gleichzeitig als Retter der Affiliates dar, denn diese hätten ja überhaupt kein Geld mehr gesehen. Das ist eine Doppelmoral, die man nicht gut heißen kann.

Wenn ein Unternehmen wie Merge einen Pokerraum übernimmt, dann auch die Schulden und nicht nur die Spieler und die Marke. Die Schulden wurden teilweise übernommen, nur bei 2 Affiliates machte man eine Ausnahme weil ihnen zuviel geschuldet wurde. Das Fazit ist damit klar: Merge ist ein sehr zwielichtiges Unternehmen und macht als Netzwerk nicht den liquidesten Eindruck. Das ist auch kein Wunder, denn als Netzwerk selbst kommt es nicht in Fahrt. Der Spielerwert ist sehr gering weil kaum jemand in diesem Netzwerk bleibt. Aced hat das eindrucksvoll gezeigt und konnte trotz starker Unterstützung von Affiliates keine schwarzen Zahlen schreiben.

Neue Sicherheitslücke bei Cereus (Absolute Poker und Ultimate Bet)

Wer erinnert sich nicht an den Cheater Skandal bei Ultimate Bet und Absolute Poker? (Ehemalige) Mitarbeiter konnten sich Super User Accounts anlegen und die Holecards ihrer Gegner einsehen. Irgendwann wurde das Unternehmen davon überzeugt und versuchte den Vorfall mit einer obligatorischen Geldstrafe vergessen zu machen. Aber um es kurz zu machen: Absolute Poker und Ultimate Bet sind zwei absolute Betrugsseiten, die dies nicht nur im obigen Fall bewiesen haben, sondern jetzt auch weiter bestätigen.

Denn es wurde eine neue Sicherheitslücke gefunden mit der man auf sehr einfache Art und Weise über die Internetverbindung die Holecards des Spielers auslesen kann. Am besten seht einfach selbst:

Der eigentliche Betrug zeigt sich mit der Kahnawake Gambling Commission. Diese stellt sich erneut nur als Farce heraus. Denn sie gibt lediglich folgende Empfehlung heraus: „Until a solution to the security issue is fully implemented, the Commission recommends that players use caution when accessing the Absolute Poker or Ultimate Bet sites, in particular when using a public network (wired or wireless) or a private wireless network“. Eine richtige Gambling Commission würde den Betrieb von Absolute Poker und Ultimate Bet einstellen bis das Problem gelöst ist. Doch da das Management sehr eng miteinander verbunden ist, wird lediglich eine solche Empfehlung ausgesprochen, frei nach dem Motto: Spielt brav weiter, aber seid etwas vorsichtiger.

Wieder einmal zeigt Absolute Poker, Ultimate Bet und die Kahnawake Gambling Commission, dass man als Spieler und Affiliate einen großen Bogen darum machen soll und dass sie keinerlei Bestreben haben aus vergangenen Fehlern zu lernen und ein sicheres Angebot zu schaffen.