In Düsseldorf geht’s rund

In Düsseldorf haben Polizei und Ordnungsamt vier illegale Wett- und Roulettehallen geschlossen sowie in 18 Lokalen verbotene Automaten gesperrt. Das geht ja nun schon seit einigen Monaten so und die Ordnungshüter hoffen, mit ihren Aktionen die Spieler-Szene, besonders in Friedrichstadt, zu verunsichern.

So befand sich etwa in einer angeblichen Karaoke-Bar die Haupteinnahme im Keller. Dort nämlich wurde an Poker- und Roulettetischen gezockt, was das Zeug hielt. Nachdem die Polizei dies spitzkriegte, wurde nach einer Razzia der komplette Betrieb geschlossen – die Karaoke-Bar, die wohl eher als Tarnung diente, gleich mit.

Sogar um die Faschingszeit, wo die Polizei eigentlich anderes zu tun hat, wurden mehrere Lokale auf verbotenen Alkoholausschank oder eben illegales Glücksspiel hin untersucht. Recht dreist hielten es die Betreiber zweier Wettbüros, die erst gar keine Genehmigungen beantragten, die Lokale also einfach eröffneten, und zudem noch verbotene Automaten in ihren Lokalen betrieben. Man kann es ja mal versuchen – vielleicht kommt man damit durch. Na, wenn das nicht naiv ist, was dann. Zumal für diese Lokale und deren illegalen Angebote auch noch offen geworben wurde.

Im Deckmantel eines Vereines wurde in weiteren Räumlichkeiten gepokert und gewürfelt. Hier war die Staatsgewalt weniger erfolgreich, da sich kein Geld auf den Tischen befand. In diesem Fall ist das Ganze nicht ungesetzlich und es gab lediglich ein paar Anzeigen.

In erster Linie geht es in Düsseldorf darum, aufkommende Bandenkriege im Keim zu ersticken. Wenn man bedenkt, dass im Bereich Schwarzarbeit bzw. Betäubungsmittel wesentlich mehr zu holen ist. Dennoch ist man davon überzeugt, dass man das Glücksspiel im Anfangsstadium bekämpfen muss, bevor es zur echten Plage wird. Nun ja. Wenn es sich wirklich um Glücksspiel handelt, bei dem die Spieler ‚abgezogen’ werden, kann ich das nachvollziehen. Was hat das Ganze aber mit dem Pokersport zu tun?

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