LAPT Mexiko abgebrochen: Lateinamerika noch kein gutes Poker-Pflaster?

Nachdem die mexikanische Polizei das Event der PokerStars Latin America Poker Tour abgebrochen hat, stellt sich konsequenterweise die Frage ob der Markt noch nicht genügend reguliert ist, damit Poker etabliert werden kann. Wenn man sie die Erde ansieht und überlegt wo der Großteil der Pokerspieler beheimatet ist, ist es kein Wunder, dass die Blicke stets nach Asien und Südamerika streifen. Bisher gilt letzteres aber eher als schwieriger Markt für Poker Affiliates.

Zum einen ist das Wohlstandsniveau noch nicht ausreichend. Online Poker ist sicherlich nur für die reiche Oberschicht interessant, der Rest hat kaum einen Zugang zum Internet. Zu diesen Einschränkungen in der tatsächlichen Größe des Marktes kommen rechtliche Umstände, die eine Hürde darstellen, genauso wie Probleme mit der Zahlungsabwicklung. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Punkt ist die Religion. Der Großteil der latein-amerikanischen Bevölkerung ist streng religiös, Poker ein Spiel des Satans und daher ein No-Go. Gerade Chile gilt als uninteressanter Markt aufgrund der Religion.

Im Grunde ist die Welt so schön groß und es gibt für Poker Affiliates noch soviel Land einzunehmen und Spieler zu generieren. Aber leider ist es doch nicht so einfach wie man es gerne hätte. Wenn sogar PokerStars Probleme bei einem einfachen Offline-Poker-Turnier bekommt, sollte auf der Hand liegen welche Probleme den kleineren im Markt bevor stehen. Doch irgendwann sind auch die Märkte in Südamerika und Asien so weit. Wer hier schon auf dem Markt ist, hat den bekanntlichen First-Mover Vorteil.

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