PBN Guide – Wie erstelle ich ein nachhaltiges Privates Blog Netzwerk

PBNs erfreuten sich vor einiger Zeit noch großer Beliebtheit. Das Prinzip war einfach: Ich registriere im großen Stil expired Domains, also Domains mit bestehenden Backlinks, die auch etwas Link Juice haben. Dann gebe ich ein Thema vor und setze (meist automatisch erstellte) Inhalte drauf. Danach biete ich es an Kunden an als Linkquelle. Diese Links sind natürlich nicht teuer, immerhin kostet die expired Domain nicht mehr als $10 pro Jahr, der automatisch erstellte Content ähnlich wenig. Dann werden einfach neue Posts veröffentlicht mit den Links der Kunden, die entsprechend dafür bezahlen.

Das funktionierte sowohl für Anbieter als auch SEOs lange Zeit sehr gut. Sie konnten recht günstig ihre Rankings verbessern ohne die übliche aufwendige Linkaufbauarbeit. Man muss keine Webmaster mehr kontaktieren wegen Gastbeiträgen, keine Links „kaufen“. Man bucht sich einfach in einem PBN ein und los geht die Party. Zumindest bis Google die Party crasht. Genau das ist auch geschehen. Erst mit den großen und bekannten PBNs, später auch mit den kleineren.

Wie Google PBNs auffliegen lässt? Eigentlich ganz einfach. Es wurde ein Algo entwickelt, der nach genau solchen Mustern sucht. Eben nach dem was ein PBN so ausmacht. Auffällig ist z.B. alleine schon dass man eine expired Domain etwa eine Spanische Autowebsite verwendet und dort später Casinoartikel auf Englisch veröffentlicht. Das ist schon mal ein klares Signal das für Google auch leicht auffindbar ist. Dass statt den üblichen 20 Seiten, die von der Domain im Index waren plötzlich 2000 werden, tut sein übriges dazu. Erst dann muss sich ein manueller Rater von Google einschalten und sich die Party genauer ansehen. Was werden für Posts veröffentlicht? Enthalten sie auffällige Links? Liefern sie einen Wert für den Besucher? Sind sie einfach nur Spam für Links? All das ist ziemlich eindeutig. Google geht dann her und analysiert die Backlinks der Seiten auf die gelinkt wird. Wikipedia oä wird nicht näher untersucht, aber irgendwelche dünnen Affiliate Seiten wie binaryoptionstradingtest.com sehr wohl. Und im Backlinkprofil lassen sich dann schnell Muster und Überschneidungen erkennen. Google findet dann innerhalb kürzester Zeit 99% der Domains die zu diesem PBN gehören und deindexed die ganze Gaudi mal schnell.

Eine weitere Methode ist noch viel einfacher: Ein manueller Rater gibt sich als SEO aus und kauft Links in einem PBN. Danach schaut er wo überall seine Links auftauchen und worauf dort noch so verlinkt wird.

Wie du sehen kannst ist es wirklich sehr einfach. Links von einem PBN zu kaufen daher grob fahrlässig. Wer das Risiko heute noch auf sich nimmt, geht entweder bewusst ein kalkuliertes Risiko ein oder ist einfach dämlich.

Die Alternative lautet jedoch nicht PBNs einfach links liegen zu lassen. Diese sogenannten PBNs wo sich selbst Google Mitarbeiter einkaufen können sind eigentlich keine PBNs weil sie alles andere als privat sind. Privat bedeutet für mich, dass eben niemand so einfach rein kommt, weder irgendwelche SEOs, noch Google Mitarbeiter.

Deswegen liegt auch die Lösung darin ECHTE PBNs aufzubauen. Aber wie gelingt das?

Zunächst einmal muss man verstehen, dass damit immer ein Risiko verbunden ist, gerade wenn man es skaliert und in größerem Maßstab aufsetzt. Rankt man z.B. für eine der kompetitiven Keywords muss einem klar sein, dass Google sich das einmal ansehen wird. Spätestens dann muss man den PBN Test bestehen und einer manuellen Bewertung stand halten. Das PBN muss so aufgebaut sein, dass es für einen Google Mitarbeiter nicht eindeutig erkennbar ist. Das muss das oberste Ziel sein.

Whois und Privacy

Dieses Thema ist bereits recht umstritten und komplex. Man kann es Google nicht recht machen. Stell dir vor du hast 100 Seiten die auf deine Moneysite verlinken und alle 100 haben deinen Whois – und tschüss! Stell dir aber jetzt vor die 100 Seiten haben alle Whois Privacy – auch das ist ein Footprint wenn auch weniger eindeutig. Im Idealfall hast du einen gesunden Mix aus Privacy und verschiedenen Whois. Aber genau das ist tatsächlich sehr schwierig zu bewerkstelligen. Daher bleiben viele bei Privacy.

WordPress FTW

Für viele ist WordPress das non plus ultra. Deswegen nehmen sie es einfach für alle Seiten her. Natürlich ist auch das ein Footprint. WordPress sollte nicht mehr als 70% ausmachen. Der Rest besteht am besten aus anderen CMS wie Joomla oder einfachem html.

IPs und Hosting

Das dürfte jedem bekannt sein, der mal als SEO tätig war. Die sogenannte IP Pop gibt an wie viel Prozent der Links von verschiedenen IPs stammen. Je mehr, desto besser. Wenn alle Seiten deines PBN die gleiche IP haben kannst du dich gleich verabschieden. Erstens wirken die Links nicht so stark dass sich der Aufwand lohnt und zweitens hältst du damit keiner manuellen Bewertung stand. Dein gesamtes PBN droht mit einer einzigen Abfrage aufzufliegen.

Umgang mit expired Domains

Expired Domains gibt es wie Sand am Meer. Auch die, die einige Links und etwas Trust mitbringen. Der Umgang damit ist aber schwierig. Im Idealfall hast du eine Domain mit gleicher Sprache und gleicher Nische. Also z.B. Poker auf Tschechisch. Abstriche solltest du nur bei der Nische machen. Also wenn du einen Spanischen Gesundheitsblog hast als expired, dann solltest du die Sprache auch auf Spanisch lassen. Vom Gesundheitsthema kannst du jedoch etwas abweichen, von der Sprache lieber nicht. Am Ende ist es ein Abwägen aus Stetigkeit der expired Domain History und Effizienz bzw. eben auch dem Risiko. Wenn du stur hergehst und alle möglichen expireds in deutsche Casinoseiten verwandelst, wird sich das früher oder später rächen. Wenn du jetzt aber 10 von 100 Seiten hast, die weder beim Thema, noch bei der Sprache konsistent sind, hält sich der Schaden sicher im Rahmen.

Registrars

Hier gibt es ein paar wichtige Bedingungen, die ein Registrar erfüllen muss:
1) Er muss günstig sein. Godaddy oä scheidet aus bei Kosten von über 25€ ab dem zweiten Jahr
2) Die Transfers müssen einfach zu bewerkstelligen sein. Oft ist eine expired Domain nur über einen bestimmten Registrar verfügbar. Ist dieser zu teuer oder möchte man ihn nicht als Footprint, muss man effizient transferieren können.
Registrars sind über die Whois einsehbar und damit ein möglicher Footprint. Er dürfte aber erst bei einer manuellen Überprüfung relevant werden.

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