Die großartige USP (Unique Selling Proposition), die Google lieferte war es die Webseiten zu bewerten. Das geschah auf Grund des Page Ranks, einer Skala von 0 – 10. Der Gedanke ist einfach: Je mehr Links eine Seite erhält, desto wichtiger muss sie sein und demnach muss sie auch relevant sein. Eine Seite mit 10 Backlinks hat also einen kleineren Page Rank als eine mit 10000 Backlinks.

Daran hat sich seitdem nichts geändert. Allerdings scheinen die Backlinks nicht mehr das einzige Kriterium zu sein. Google hat schnell fest gestellt, dass der Page Rank sehr leicht mißbraucht werden kann. Eine Seite, die sich 10000 Links einkauft und durch Linktausch erwirbt, kann viel schlechter sein als eine, die 10 natürliche Backlinks hat. Laut Google muss es einen organischen Linkaufbau geben – dieser kann aber leichter mißbraucht werden.

An dieser Stelle gehen auch schon die Theorien auseinander. Fakt ist, dass Google nicht mehr allzu viel Wert auf den Page Rank liegt. Scheinbar beachtet Google wieder vermehrt Seiten, die guten und regelmäßigen Content bieten. So sind durchaus Fälle bekannt, wo Webseiten gerade online gegangen sind, keine Backlinks hatten und nur durch einen guten Onpage Aufbau und viel Content nennenswerte Page Ranks vorzuweisen hatten. Poker Affiliate Biz ist ein solches Beispiel. Schon zwei Wochen nach dem Start erfolgte das erste Page Rank Update und Poker Affiliate Biz bekam PR 3 und das ohne Linkaufbauarbeit geleistet zu haben.

Ohne Zweifel ist es ein großer Vorteil eine Seite mit hohem Page Rank im Portfolio zu haben. Überbewertet darf dies allerdings nicht werden.

Auf dem Poker-Affiliate-Markt hat sich ein Trend entwickelt, der eigentlich nicht überraschend ist: Denn Angebot und Nachfrage unterscheiden sich innerhalb eines Marktes immer: der eine Poker Affiliate hat mehr Ahnung von SEO, der andere wiederum ist guter Autor und kann unendlich viel Content produzieren. Darum ist es nicht verwunderlich, dass der Pokeraffiliate Autor dem weniger begabten Schreiber Content zur Verfügung stellt und im Gegenzug Links kassiert. Die Frage ist allerdings ob das auch sinnvoll ist.

Ohne Zweifel profitieren beide Seiten, denn der unbegabte Schreiber erhält einzigartigen Content, während der gute Autor Backlinks erhält. Aus der Sicht von Google nicht richtig, denn Google will, dass sich die Links aufgrund von gutem Content selbst aufbauen. Demnach muss der Schreiber abwägen, ob er nicht lieber statt des Backlinks einen eigenen einzigartigen Artikel auf seiner Seite veröffentlicht und von begeisterten Lesern Backlinks erhält.

Wie immer kommt es ganz darauf an. Als Schreiber, der kein großes Spektrum hat worüber er schreiben könnte (z.B. nur über Poker-Regeln), ist gut beraten anderen Seiten seinen Content zur Verfügung zus tellen und einen Backlink zu kassieren. Als vielseitiger Schreiber, der guten Content von Omaha bis Lowball Poker produzieren kannt, ist es sinnvoller die Energie voll auf die eigenen Seiten zu stürzen und natürliche Backlinks aufzubauen. Wobei ein gewisser Mix aus Content für die eigenen Seiten und Content für Backlinks sicherlich auch nicht verkehrt sein kann.

Nun hat Google also seine Drohung war gemacht, vehementer gegen gekaufte Backlinks vorzugehen. Bei Backlinks handelt es sich übrigens um ‚Rückverweise’, also Links, die von einer anderen Stelle aus auf eine bestimmte Webseite führen. In einem ersten Step wurde der Pagerank von mehreren großen Seiten deutlich reduziert. Bei eben diesen Seiten konnten Backlinks gekauft werden, was jedoch häufig nicht explizit in den Preislisten aufgelistet war.

Zum Leidwesen einiger ‚anständiger’ Seiten kamen diese gleich mit auf den Index, obwohl es nicht eindeutig erwiesen war, dass diese auch am Bannertausch beteiligt waren. Auch wenn die Beteiligten nicht böswillig handelten, schützt Unwissenheit eben doch nicht vor Strafe.

Wenn man bedenkt, wie man durch Zuhilfenahme von Backlinks seine Seite in den entsprechenden Suchmaschinen nach oben pushen kann, ist der Handel damit durchaus verständlich. Nicht wenige Betreiber geben hohe Summen für eben diese Hilfsmittel aus. Man darf gespannt sein, ob die Drohung von Google auch konsequent umgesetzt und auf diesem Weg den ‚wohlhabenderen’ Internetbetreibern das Leben ein wenig schwerer gemacht wird. Es ist doch wirklich nicht fair, wenn sich Otto Normalverbraucher durch viel Mühe und Arbeit langsam nach oben vorantastet, der User mit viel Geld dieses nur springen lassen muss, um genau denselben, wenn nicht gar einen besseren Effekt zu erzielen.

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