Neue Sicherheitslücke bei Cereus (Absolute Poker und Ultimate Bet)

Wer erinnert sich nicht an den Cheater Skandal bei Ultimate Bet und Absolute Poker? (Ehemalige) Mitarbeiter konnten sich Super User Accounts anlegen und die Holecards ihrer Gegner einsehen. Irgendwann wurde das Unternehmen davon überzeugt und versuchte den Vorfall mit einer obligatorischen Geldstrafe vergessen zu machen. Aber um es kurz zu machen: Absolute Poker und Ultimate Bet sind zwei absolute Betrugsseiten, die dies nicht nur im obigen Fall bewiesen haben, sondern jetzt auch weiter bestätigen.

Denn es wurde eine neue Sicherheitslücke gefunden mit der man auf sehr einfache Art und Weise über die Internetverbindung die Holecards des Spielers auslesen kann. Am besten seht einfach selbst:

Der eigentliche Betrug zeigt sich mit der Kahnawake Gambling Commission. Diese stellt sich erneut nur als Farce heraus. Denn sie gibt lediglich folgende Empfehlung heraus: „Until a solution to the security issue is fully implemented, the Commission recommends that players use caution when accessing the Absolute Poker or Ultimate Bet sites, in particular when using a public network (wired or wireless) or a private wireless network“. Eine richtige Gambling Commission würde den Betrieb von Absolute Poker und Ultimate Bet einstellen bis das Problem gelöst ist. Doch da das Management sehr eng miteinander verbunden ist, wird lediglich eine solche Empfehlung ausgesprochen, frei nach dem Motto: Spielt brav weiter, aber seid etwas vorsichtiger.

Wieder einmal zeigt Absolute Poker, Ultimate Bet und die Kahnawake Gambling Commission, dass man als Spieler und Affiliate einen großen Bogen darum machen soll und dass sie keinerlei Bestreben haben aus vergangenen Fehlern zu lernen und ein sicheres Angebot zu schaffen.

Vorwürfe gegen Titan Poker

Kürzlich kamen Gerüchte auf, dass verschiedenen Spielern, die bei dem zum ipoker- Netzwerk zugehörigen Titan Poker angemeldet sind, deren Bankrolls auf seltsame Weise abhanden kamen. Hierzu sei gesagt, dass es sich nicht um wirklich große Beträge handelte, denn die betroffenen Spieler tummelten sich eher im Microlimit-Bereich.

Das Seltsame an der ganzen Geschichte ist allerdings, dass eben dieses Geld im Casinobereich des Netzwerks auftauchte und dort verbraten wurde. Es handelte sich hierbei aller Wahrscheinlichkeit nach um Hacker, denen es irgendwie gelungen ist, das Sicherheitssystem zu knacken und sich an besagten Konten zu bereichern. Doch wieso begnügten sich die Akteure mit Peanuts, wenn sie doch auch größere Beträge hätten abräumen können? Und wieso behielten Sie das Geld nicht, sondern verpulverten es gleich wieder im netzwerkeigenen Casinobereich?

Das alles gibt mir sehr zu denken. Noch schlimmer finde ich, dass sich Titan Poker bisher weder zu den Vorkommnissen geäußert hat noch irgendwelche Anstalten macht, für den Schaden aufzukommen. Sollte sich das Ganze nicht rasch klären, werden wohl einige der vielen deutschen User dieser Seite zu einem Konkurrenten wechseln. Nichts ist doch schlimmer, als das Vertrauen in den Anbieter zu verlieren. Und schon gar nicht, wenn es um Geld geht.

Wie gesagt verstehe ich die Vorgehensweise von Titan Poker nicht wirklich. Wenn es sich um einen Riesenbetrag handeln würde, wäre das Zögern vielleicht noch verständlich. Je länger sich der Anbieter jedoch mit der Klärung Zeit lässt, desto mehr User werden abspringen.

Die Pannen im Onlinebereich häufen sich. Es ist vielleicht an der Zeit, die Software sowie die Sicherheitslücken zu überarbeiten. Gerade in diesen schweren Zeiten müssten die Anbieter besonders darauf achten, so wenig Kunden wie möglich zu verlieren und alles dafür tun, diese zufriedenzustellen.

Erste Folgen des Domainstreits in Kentucky

Bevor überhaupt ein rechtskräftiges Urteil bezüglich der 141 verbotenen Domains in Kentucky (wir berichteten) gefällt wurde, gab es bereits erste Konsequenzen: Absolute Poker und Ultimate Bet ziehen sich aus dem Bundesstaat zurück und blocken mit sofortiger Wirkung die IP-Adressen der entsprechenden User.

Nachdem es in der Vergangenheit nicht immer wirklich gut um die beiden Seiten stand (man denke da nur an die fatale Betrugsstory, die kein wirklich gutes Licht auf AbsolutePoker und Ultimate Bet geworfen hat), tun diese nun den ersten Schritt in die richtige Richtung. Warum sich die beiden Seiten für diesen Schritt entschieden, ist jedoch unklar. Vielleicht liegt es daran, dass Kentucky mit einer Beschlagnahme der Domains gedroht hat, sollten die betroffenen Seiten ihre Dienste weiterhin anbieten. Vielleicht möchten die beiden großen Pokerräume aber auch nur ein wenig Imageaufwertung betreiben. Bisher hat nämlich lediglich Tokwiro seinen Dienst gesperrt und es sind dort keine Einzahlungen oder Transfers mehr möglich.

Das für den 3. Dezember anberaumte Hearing des Gerichtes in Kentucky wurde nun erneut verschoben – diesmal auf den 12. Dezember. Das Gericht benötige noch ein wenig länger Zeit, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen, lautet die offizielle Begründung. Wir sind gespannt auf den Ausgang dieses Thrillers.

Erstes Urteil gegen Ultimate Bet und Absolute Poker

Die Kahnawake Gaming Commission (KGC) hat in den letzten Monaten ermittelt und jetzt liegen erste Ergebnisse vor. Als Hauptverantwortlicher des Betrugsskandals wurde Russ Hamilton genannt. Die Strafe liegt bei eher lächerlichen 1.5 Mio Dollar und die Spieler sollen mit über 6 Mio Dollar entschädigt werden. Außerdem gibt es gewisse Sanktionen, die zukünftige Vergehen verhindern sollen. Hier darf man sich allerdings fragen ob es nicht doch eine reine Farce ist. Die 1.5 Mio Dollar Strafe erscheinen geradezu lächerlich im Vergleich zu dem welchen Schaden der Betrugsskandal der Pokerindustrie zugefügt hat.