Die Gerüchteküche brodelte schon seit einigen Tagen und heute ist es (in)offiziell: Propaganda Poker verlässt in den nächsten Tagen das iPoker Netzwerk. Wohin weiß man noch nicht, aber es ist angeblich ein Netzwerk mit hohem Traffic. So zumindest nach Aussage eines der Gründer. Doch welches Netzwerk nimmt diesen Raum? Es können nicht viele sein, denn Propaganda Poker hat im Grunde vor allem davon gelebt etwas aggressive Loyalty Zahlungen an die Spieler zu vergeben. Dies ist und war nicht ganz mit den Netzwerk Regeln konform und sicher auch der entscheidende Grund für die Trennung.

Was nun genau hinter den Kulissen abgelaufen ist, ist an dieser Stelle nicht entscheidend. Es zeigt auf alle Fälle welche massiven Probleme die großen Netzwerke heutzutage haben. Propaganda Poker war zar schon einer der größten iPoker Skins, aber dies hauptsächlich deswegen weil sie sich auf die starken Spieler konzentriert haben und genau das möchte ein Netzwerk nicht sehen.

Für alle Poker Affiliates, die mit Propaganda Poker und speziellen VIP Boni gearbeitet haben, stellt sich jetzt natürlich die Frage was mit den Spielern passieren wird. Denn die meisten Spieler sind wegen eines guten Lifetime Bonus eben bei iPoker geblieben und werden sehr wahrscheinlich nicht einen Standard 30 % Rakeback Deal in einem Netzwerk wie Boss Media akzeptieren.

Für Affiliates ist das natürlich ein Desaster! Für Spieler ist zumindest die Bankroll gesichert. Damit ist immerhin eine größere Katastrophe verhindert und das Geschäft geht weiter, mit oder ohne Propaganda Poker…

Wie sich die Sache entwickelt, wird natürlich auf PokerAffiliateBiz berichtet.

Es ist kein Geheimnis, dass sich Poker Affiliates diversifizieren müssen um Erfolg zu haben. Die einen bewerben Freerolls, die anderen versuchen es mit Bonus und Review Seiten und andere sind als Rakeback Affiliate tätig.

Das Rakeback Affiliate Geschäft ist hierbei am lukrativsten weil die Spieler, die auf Rakeback aus sind auch sehr viel Rake erzeugen. Das blöde ist nur, dass man auch wirklich ein gutes Angebot braucht um mit all den Rakeback Seiten da draußen konkurrieren zu können. Man muss einen wirklich guten Deal bekommen, ansonsten ist es sinnlos. Hierbei können wir euch helfen, denn Poker Affiliate Biz kann auf allen in Frage kommenden Netzwerken extrem gute Deals anbieten.

Bei Interesse bitte einfach unter info [at] pokeraffiliatebiz.com mit dem Betreff “Rakeback Affiliate” melden. Dann können wir persönlich alle Optionen besprechen und dir dabei helfen als Rakeback Affiliate durchzustarten.

Was bei iPoker schon längst gang und gebe ist, wird nun auch bei Boss Media durchgeführt. Kurz gesagt ist es eine Regel, dass Spieler eines Pokerraums nicht mehr aus dem Netzwerk nehmen dürfen, als sie diesem beiführen. Denn das würde schließlich dem ganzen Netzwerk schaden.

Allerdings ist diese Regel auch schon bei iPoker sehr umstritten und geht klar am Ziel vorbei. Man sollte eigentlich Parasiten-Skins bestrafen, die sich nicht um die Vermarktung des Raumes kümmern, sondern nur Rakebackspieler locken, denn die bringen schließlich am meisten Rake.  Aber es kann nicht im Sinne des Pokerraums liegen wenn dieser ein paar gute Spieler hat und diese bitten muss woanders zu spielen, da sonst die Regel verletzt werden würde. Und eine Strafe in Höhe von drei Tagen Rake ist kein Spaß!

Unsere Meinung hierzu ist ziemlich klar: die Netzwerke haben ein Problem, das sie scheinbar nicht lösen können und versuchen dies wenigstens noch zu Geld zu machen. Denn Boss Media sollte sehen, dass iPoker mit dieser Regel die Probleme keineswegs beseitigen konnte. Sie sehen allerdings, dass iPoker mit Strafen zurzeit richtig viel Geld verdient…

Und wieder einmal gibt es eine schlechte Nachricht in der Pokerindustrie. Die Linx Media Group, die bisher mit Microgaming und unter den Marken EuroLinx, BetOnBet und LinxGaming gearbeitet haben meldet Insolvenz an. Microgaming rät allen Spielern und Affiliates ihre Forderung an den zuständigen Insolvenzverwalter weiterzugeben.

Abgesehen davon, dass dies wieder ein schwerer Schlag für die gesamte Industrie, aber Spieler und Affiliates im speziellen ist, muss man sich doch die Frage stellen ob es tatsächlich richtig ist Skins das Geld der gesamten Spielerkonten überlassen zu können. Denn im Grunde kann jeder eine Kapitalgesellschaft gründen, entsprechendes Kapital auftreiben und einen Skin betreiben. Was er dann mit dem Geld der Spieler und Affiliates macht, sei mal dahingestellt.

Es gibt nur wenige Netzwerke, die Zahlungen usw. selbst abwickeln. Hierzu zählt zum Beispiel Entraction (TrickyPlay) oder Boss Media (PokerHeaven). Damit geht das Risiko gegen Null, dass Spieler Probleme mit Auszahlungen bekommen weil dahinter eine an der Börse geführte AG steht.

Im Falle von EuroLinx und Microgaming Skins heißt das: Pech gehabt. Und das obwohl genau das gleiche vor über einem Jahr schon einmal passiert ist, nämlich mit Battlefield Poker. Auch hier verloren tausende Spieler ihre Bankrolls und hatten keine Chance.

Deswegen rät PokerAffiliateBiz allen Spielern und Affiliates sich von kleinen Microgaming Skins fern zu halten und Unibet oder Ladbrokes zu wählen, denn das sind wenigstens etablierte Marken mit soliden Großunternehmen im Rücken.

Der Pokerraum des Metro Casinos, TrioPoker muss in den nächsten Wochen den Betrieb einstellen. Grund hierfür sind nicht etwa schlechte Zahlen oder Liquiditätsprobleme, sondern ein Lizenzierungsstreit mit Boss Media, der sich offenbar nicht lösen lässt.

Das ist wirklich zu bedauern, denn TrioPoker war gerade dabei Gas zu geben und auch neue Märkte wie Russland anzugreifen. Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Und besonders bedauernswert ist es für unseren User “ManagerTrioPoker” der in unserem Poker Affiliate Forum aktiv war und bei TrioPoker als Affiliate Manager gearbeitet hat. Die positive Entwicklung ist hauptsächlich seiner Arbeit zu verdanken.

Überall in der Wirtschaft ist die zukünftige Entwicklung entscheidend. Mit Prognosen versucht man diese zumindest grob vorherzusagen. Hierfür ist es aber notwendig möglichst viele Informationen zu sammeln und zu verwerten bzw. auf Erfahrungswerte und Parallelen aus anderen Branchen zurück zu greifen.

Was man seit Mitte 2008 klar sieht ist eine Konsolidierung. Dies ist auch absolut auf der Hand liegend und auch wichtig. Denn irgendwann übersteigt das Angebot die Nachfrage weil diese stagniert oder zumindest weniger rasant wächst. Und bei einem Über-Angebot muss dieses reduziert werden. Das sieht man bei vielen Pokermedien, gerade bei Zeitschriften und erst recht bei Online Pokerräumen. Die Konsolidierung in der Poker Industrie hat erst angefangen und wird noch 2, 3 Jahre andauern. Langfristig werden sich auch nur die Top-Netzwerke/Anbieter auf dem Markt durchsetzen können. Netzwerke ohne Traffic werden so lange rückläufig sein dass sie verschwinden oder übernommen werden.

Als Poker Affiliate sollte man auf das richtige Pferd setzen. Gerade große Poker Affiliates leiden stark unter einem Verschwinden oder dem Umzug einer Marke – das muss verhindert werden. Man sollte versuchen wirklich nur auf die Top 20 der Poker Seiten zu setzen, dh alle großen eigenständigen Poker Räume wie:

PokerStars, Full Tilt Poker, Party Poker, Everest Poker sowie auf die großen Netzwerke:
iPoker, Ongame, Boss Media (IPN), Entraction (24h Poker).

Doch auch hier gibt es Unterschiede. Hier eine kurze Einschätzung:
PokerStars: Sehr gut etabliert. Kann aber bei Öffnung des US Marktes einige Marktanteile verlieren.
Full Tilt Poker: Ähnlich wie PokerStars, aber mit klarem Nachteil. Full Tilt hat etliche Millionen in den deutschsprachigen Raum investiert, konnte aber nicht annähernd an PokerStars heran kommen. Scheinbar ist PokerStars der bessere Brand auf diesem Markt.
Party Poker: Ohne Zweifel kann es nur noch besser werden für Party Poker. Große Hoffnungen liegen auf der Öffnung des US Marktes, was Party wieder zu den zwei größten Seiten zählen lassen sollte. Party Poker sollte davon am meisten profitieren und Poker Stars und Full Tilt einige Marktanteile abknöpfen können. Für den deutschen Markt sieht es eher düster aus bei Party Poker. Ohne Marketingbudget für Deutschland und seriöses Affiliate Management kann man der stärker werdenden Konkurrenz nicht folgen. Eine geplante Vergabe von Lizenzen könnte Party Poker zum größten Netzwerk machen. Wann dies möglich ist, steht noch in den Sternen.
Everest Poker: Everest Poker wird wohl immer sehr solide bleiben, mit einer guten Marke für die breite Zielgruppe. Es gibt aber keinen Grund zur Annahme, dass Everest Poker mit den großen Fischen mithalten kann, zumindest sehen wir derzeit keine solche Tendenz.

Bei den Poker Netzwerken ist derzeit eine klare Linie zu erkennen:
IPoker scheint auf der Siegesspur zu sein und lässt sich in Zukunft noch gut vermarkten.
Ongame ist ein eher zwielichtiges Netzwerk. Nachdem PokerRoom und Europoker in Bwin übergehen, gibt es eigentlich abgesehen von Bwin keine gute Marke für Poker Affiliates. Und auch Bwin ist eher im Wettbereich bekannt, das Bwin Poker Affiliate Programm war bisher eine komplette Zumutung! Gerade für starke Spieler ist Ongame unattraktiv. Kein Rakeback, dafür eine derbe Rakebackstruktur (z.B. 30 Cent Fee bei einem 1 Dollar Sit’n Go!), kein gutes Multitabling möglich und im Vergleich zu iPoker eine eher schwache Software.
Boss Media ist auch nicht gerade für seine gute Software berühmt. Auch ist Boss Media vergleichsweise inaktiv. Cryptologic wird demnächst von Boss Media übernommen, es wird sich zeigen welchen Schub dies dem Netzwerk geben wird.
Entraction ist ohne Zweifel auf der richtigen Spur. Entraction bietet ein sehr solides Netzwerk mit gutem Traffic. Zudem eine exzellente und saubere Software – ideal für Vielspieler und Einsteiger. Gerade für europäische Spieler ist Entraction eine gute Wahl und lässt sich gut vermarkten. Entraction hat neben NoIQ Poker noch viele weitere Partner mit Potential zur Hand, die 2009 das Netzwerk betreten werden. Nicht umsonst nennt sich Entraction das schnellst wachsende Netzwerk.

Soweit ein kurzer Überblick zu den Poker Seiten und Netzwerken, die man als Poker Affiliate in Betracht ziehen sollte. Das heißt natürlich nicht, dass die Seiten, die nicht aufgelistet sind nicht in Frage kommen. Doch gerade in der Konsolidierung muss man auf soliden Beinen stehen. Wenn Sie nun aber einen Cryptologic Skin vermarkten, werden Sie von einem großen Umzug gebeutelt werden. In dieser Situation ist es in den aller meisten Fällen besser auf die oben genannten sicheren Seiten und Netzwerke zu setzen.

Zwar haben wir schon im Artikel: Eigener Pokerraum: Sinnvoll für Poker Affiliates? Diese Thematik angesprochen, aber letzter Zeit immer häufiger von Poker Affiliates gehört, die wirklich überlegen einen eigenen Pokerraum aufzustellen.

Zunächst einmal sollte klar sein, dass dies nur sinnvoll ist wenn entweder genügend Kapital aufgebracht werden kann, oder wenn schon derart hohe Poker Affiliate Umsätze vorliegen, dass sich die Kosten, die ein eigener Pokerraum verursacht bewerkstelligt werden können.

Mittlerweile bieten sich diverse Optionen für einen eigenen Pokerraum. Die Netzwerke buhlen derzeit förmlich nach neuen Partnern, denn es herrscht zweifellos eine Konsolidierung und wer nicht mit den Top-Pokerseiten mithalten kann wird auf lange Sicht aus dem Wettbewerb ausscheiden. Im folgenden die Poker Netzwerke, die sich für einen eigenen Pokerraum anbieten:

  • iPoker: Das größte Netzwerk überhaupt mit starkem Wachstum. Auf dem besten Wege Full Tilt Poker von Platz 2 zu verdrängen. Je nach Beziehungen kostenintensiv. Partner, ohne gute Beziehungen können hier ein Vermögen loswerden. Mit guten Beziehungen bieten sich günstige Möglichkeiten.
  • Ongame: Das Bwin Flaggschiff durfte in den letzten Monaten Verluste einstecken. Skins wie Mansion Poker wandern ab, PokerRoom und Europoker werden aus Effizienzgründen eingestampft. Zweitgrößtes Netzwerk, aber sehr kostenintensiv. Die Angebote für Spieler sind dürftig, kein Rakeback, extrem hoher Rake, bescheidene Software für Vielspieler.
  • Cereus: Noch nicht erprobt. Weißt noch Softwarefehler auf. Entstand aus den Skandalräumen Ultimate Bet und Absolute Poker. Nicht unbedingt der vertrauenswürdigste Partner.
  • IPN (International Poker Network), Boss Media. Sehr beliebter Anbieter für Skins. Software bei Spielern unbeliebt. Dennoch solider Partner für einen eigenen Pokerraum, zudem bei guten Beziehungen recht kostengünstig. Konkurrenz der Boss Media Skins im deutschen Raum extrem hoch!
  • Entraction (24h Poker). Ein europäischer Anbieter auf dem Vormarsch (auch NoIQ Poker vertraut auf Entraction). Von der Größe vergleichbar mit Boss Media. Schnellere und schlichtere Software. Konkurrenz auf dem Markt (abgesehen von Skandinavien wo gar keine Entraction Skins mehr zugelassen werden) noch sehr klein. Kostengünstiges und unkompliziertes Paket. Bei Entraction werden keine Lizenzgebühren fällig, daher kaum fixe Kosten, was ein extremer Vorteil ist!
  • Cryptologic und Microgaming. Zwei Netzwerke im Rücklauf. Einige Skins verlassen die Netzwerke, Fokus wird verstärkt auf das Casino Angebot gelegt. Cryptologic fusioniert mit Boss Media.
  • Merge Network. Aufstrebendes Netzwerk mit Fokus auf den USA. Potentielle Skins werden nur mit Vorweis eines extrem hohen Marketing Budgets mit einer Preisliste bedient (was btw Humbug ist, denn man sah schon die tollsten Skins mit 1 Mio + an Budget binnen Monaten wieder untergehen (z.B. Pokerlion))

Das Angebot seitens der Poker Netzwerke ist mittlerweile nicht gerade schlecht. Teilweise lassen sich schon mit relativ geringen Investitionen solide Produkte erwerben. Teilweise darf man aber auch ordentlich in die Tasche greifen um ein nur durchschnittliches Produkt zu erwerben. Wer auch immer und aus welchem Grund auch immer mit dem Gedanken spielt seinen eigenen Pokerraum zu eröffnen, kann sich gerne mit dem Poker Affiliate Team in Verbindung setzen.

Wie das Pokernetzwerk Cryptologic kürzlich bekannt gab, wird es im ersten Quartal 2009 mit dem Boss Media Netzwerk (IPN) fusionieren. Boss Media übernimmt dabei alle Crypto Spieler und Skins. Ausnahme hier bildet SunPoker, einer der größten Crypto-Skins. SunPoker wird, wie bereits auf Poker Affiliate Biz berichtet zu Ipoker wechseln (siehe SunPoker wechselt zu IPoker).

Die Fusion scheint fest zu stehen und damit geht wird ein Netzwerk weniger verfügbar sein. Cryptologic wird sich in Zukunft mehr seinen Casinos widmen, denn das ist scheinbar mindestens genauso lukrativ.

Morgen werden für kurze (?) Zeit alle Boss Media Skins nicht erreichbar sein, denn das International Poker Network (IPN) stellt das Turnierangebot um. Ab sofort werden auch alle anderen Varianten außer Hold’em im Turniermodus bespielbar sein. Warum dies nicht schon vor langer, langer Zeit gemacht wurde, wird wohl ein Boss Media Geheimnis bleiben, aber nun tut sich immerhin etwas. Für alle Poker Affiliates, die Boss Media Räume vermarkten heißt das erstmal wieder ein deutlicher Umsatzrückgang am Tag der Umstellung. Aber langfristig sollte man darüber hinwegsehen können, wenn das Angebot auch verbessert wird.

Nun scheint endlich die sinnlose Schlammschlacht zwischen Pokertrillion und Boss Media beendet zu sein. Ohne Gründe zu nennen zog Pokertrillion die Millionen schwere Klage zurück. Weitere Informationen gibt es bislang nicht, aber es ist davon auszugehen, dass Pokertrillion eingesehen hat wie schwachsinnig die Forderungen waren und dass die zunächst rechtsgültige Entscheidung eines maltesischen Zivilgerichts überhaupt nicht greifbar war. Daher reagierte Boss entsprechend ruhig und stellte schon im Vorfeld klar, dass das Urteil mehr oder weniger ein Witz sei. Niemand weiß so wirklich wie genau es dazu gekommen ist. Die Verhältnisse zwischen Provider und Operator also Pokertrillion und vormals Boss Media sind vertraglich klar geklärt. Wer gegen die Netzwerkregeln verstößt, hat mit Konsequenzen zu rechnen – so einfach ist das. Naja, immerhin scheint Pokertrillion jetzt die Markenbekanntheit ordentlich gesteigert zu haben. In meinem Auge aber eher negativ. Hoffentlich auch in anderen Augen, denn wenn solche Praktiken Erfolg zeigen, verklagen sich demnächst alle Pokerräume und sind in aller Munde…

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