Ongame/Bwin macht sich in letzter Zeit nicht sonderlich beliebt in der Spieler und Affiliate Szene. Zunächst die umstrittene Änderung zum Essence Rake System, das nicht einmal Skins selbst nachvollziehen können und unterm Strich Spieler deutlich weniger Cashback bzw. Rückerstattungen gibt und jetzt werden auch noch die Terms and Conditions des Affiliate Programms dergestalt geändert, dass Affiliates auf gut deutsch “beschissen” werden. Nichts anderes ist nämlich die Quintessenz der Änderungen.

So wird in Zukunft allen Ernstes der Revenue Share eines Spielers 3 Jahre nach seiner Registrierung auf ganze 5 % gesenkt. Das heißt wenn ich im Jahre 2006 1000 Spieler gebracht habe, die auch heute noch richtig viel Umsatz bringen, bekomme ich darauf 5 %. Schlechter Scherz Nummer 1.

Es geht weiter mit Scherz Nummer 2: Wenn keine online Rechnung innerhalb von 12 Monaten gestellt wird, wird die Commission einbehalten. Das heißt, wenn man etwas inaktiv ist und nicht immer in seinen Affiliate Account schaut, kann man die gesamte Commission verlieren. Und was sollen bitte Online Rechnungen? Hier hat Bwin scheinbar nicht verstanden, dass Affiliates eigentlich sehr gut ohne online Rechnungen arbeiten können. Klar, manche wollen bzw. brauchen diese, aber der Großteil weiß nicht einmal dass es so etwas gibt.

Scherz Nummer 3: Das Partner Konto wird geschlossen wenn drei Monate kein aktiver und zahlender Spieler geworben wird. Freundlicherweise wird man nach 2 Monaten darauf aufmerksam gemacht, dass man schnellstmöglich einen Spieler zu bringen hat, ansonsten wird das Konto gesperrt. Das nenne ich einmal Service!

Scherz Nummer 4: Diese Änderungen wurden komischerweise nicht gut aufgenommen in der Affiliate Community und es hagelte selbstverständlich Kritik. Die einzige Reaktion von Bwin darauf war sinngemäß (nachdem natürlich nicht auf die Kritiken eingegangen wurde): “Bewinners hat ein exzellentes Affiliate Program entwickelt, das alle Maßstäbe in der Industrie übertrifft. Außerdem ist Bewinners bestrebt transparent und fair zu bleiben und deshalb haben sie neue Terms and Conditions veröffentlicht, die alles klar darstellen. Bwin betrachtet Affiliate Marketing als sehr wichtig … Wir danken dir, dass du Spieler zu uns gebracht hast an denen du 5 % lebenslang verdienst (kein Witz).”

An dieser Stelle muss eigentlich nichts weiter gesagt werden. Wer glaubt dieses Affiliate Programm weiterhin bewerben zu müssen bzw. damit überhaupt Geld zu verdienen, dem sei viel Erfolg gewünscht. Bwin hatte durchaus einmal Potential auch in Sachen Poker ein Global Player zu werden, aber die Hoffnung ist wohl nun endgültig dahin. Man kann eigentlich nur hoffen, dass dieses Affiliate feindliche Verhalten abgestraft wird und Bwin dies zu spüren bekommt. Poker Affiliate Biz unternimmt den ersten Schritt und entfernt die Vorstellung des Bwin Affiliate Programms.

Jetzt ist es offiziell: Bwin und Partygaming stehen kurz vor einer Fusion, neudeutsch “Merger”. Dies lässt sich aus einem ausführlichen Statement der Londoner Börse entnehmen.

Affiliates von Bwin konnten heute die folgende Nachricht in Empfang nehmen:
Dear Affiliate Partner!

bwin is pleased to inform you that a new algorithm called “Essence” will be introduced on Thursday, 15.07.2010. This algorithm will finally introduce a system where the player’s overall contribution to the poker ecology becomes a major component to its healthy balance.

From this date onwards, Essence will take the following issues into account:

* the player’s style of play, pot contribution and skill level
* the long-term effects different players have on each other

The purpose of this new procedure is to evaluate a player’s true value – to assign the correct rake amount – and to ensure long-term profitability for both you and bwin.

All players are valuable within the poker ecology, hence bwin will not use any form of penalties or sanctions to ensure a healthy balance. By using Essence to assign rake on an individual player level not purely based on activity, we will ensure that there are incentives to attract all types of player, and that no players will be unprofitable.

Most Affiliates will notice an impact on their earnings as a direct consequence of the redistribution of the rake.

Please note that our Poker Points system for bwin users will not change. The points awarded for cash games will remain at 3.25 Poker Points per dollar in rake and tournament Poker Points will stay the same.

If you have any questions, please do not hesitate to contact your Account Manager.
Your bwin Affiliate team”

Das ist kurz gesagt eine grundlegende Veränderung der Rakeberechnung. Und da Affiliates aufgrund des Rakes bezahlt werden, hat dies auch enormen Einfluß auf deren Einnahmen. Im Klartext heißt das, dass Affiliates, die Winning Player bringen bestraft und Affiliates, die Losing Player bringen belohnt werden. So möchte Ongame scheinbar die Rakeback Problematik in den Griff bekommen. Netter Versuch, aber dann doch eine Katastrophe wenn man näher darüber nachdenkt. Das heißt im Endeffekt, dass ich als Affiliate kein Interesse daran habe Spielern beizubringen wie man beim Poker gewinnt oder zumindest nicht sofort verliert. Alle Poker Strategie Seiten würden komplett ihren Zweck verfehlen. Das wäre dann etwa so als gäbe es eine gewinnbringende Roulette Strategie und man bringt seinen Besuchern diese bei und verdient nur wenn sie verlieren.

Schon jetzt, einen Tag vor der Einführung von “Essence” ist der Aufschrei in der Affiliate Szene groß. Und es wird sich zeigen wie erfolgreich oder erfolglos das neue System werden wird. Eine bessere Möglichkeit gegen illegales Rakeback vorzugehen wäre es sinnvoll zu bekämpfen und nicht Affiliates abzustrafen, die bessere Spieler bringen (die ja ohne Zweifel auch zum Ökosystem eines jeden Netzwerkes gehören).

Es gingen schon länger Gerüchte um, aber nichts, was man auf Poker Affiliate Biz hätte veröffentlichen können. Jetzt sind unsere Quellen allerdings glaubhaft genug, dass wir es veröffentlichen können: Gamblingriese Betfair wird zu Ongame wechseln und die unabhängige Seite Betfair Poker aufgeben.

Für viele ist dies keine positive Entwicklung, denn es zeigt wieder einmal dass der Markt am konsolidieren ist und Pleiten und Verschmelzungen praktisch monatlich passieren. Und so auch hier. Sowohl Ongame als auch Betfair sind in Sachen Traffic und Wachstum auf der Strecke geblieben. Ongame verlor nennenswerte Anteile gegenüber Party und iPoker. Und auch Betfair ist mit dem Versuch gescheitert ein zweites Full Tilt ins Leben zu rufen. Pros wie Anette15 sollten hier helfen, blieben aber im Vergleich zu Ivey und Co. blaß.

Insofern dann doch ein nachvollziehbarer Zug. Über den Umzug werden Betfair Spieler und Affiliates sicher rechtzeitig informiert.

Es wäre ohne Zweifel ein gigantischer Zug der die derzeitige Pokerindustrie extrem beeinflussen würde. Anscheinend ist Party Gaming mit Bwin im Gespräch. Es ist die Rede von einer Fusion aber wahrscheinlich wird es eher eine Allianz im Pokersektor. Denn dort haben beide ihre lieben Probleme. Ongame verliert immer mehr an Boden und schafft es mit immer schlechterer Software seine Spieler zu vertreiben. Party Gaming erholt sich zwar nach dem UIGEA Schock von 2006 wieder, aber ist noch lange nicht wieder zurück bei alter Stärke. Sowohl Pokerstars als auch Full Tilt sind deutlich vorbei gezogen und iPoker als Netzwerk ungefähr gleich auf.

Insofern kein Wunder dass man sich Gedanken macht. Und in der Tat könnte eine Fusion der beiden Pokerprodukte eine Wende herbeiführen. Am sinnvollsten erscheint ein Zusammenschluss vom Ongame- und Party-Netzwerk und dem Fokus auf ein Netzwerk. Aus Softwaresicht kann man sich eigentlich nur Wünschen dass Party die Oberhand behält und das ist auch wahrscheinlich denn PartyPoker hat eine Menge in die Verbesserung seiner Software investiert.

Allerdings müsste man sich von diesem Zusammenschluss auch wichtige Synergien erhoffen. Alleine wenn man Ongame und Party zusammen zählt reicht es trotzdem nicht annähernd an Full Tilt und Pokerstars heran. Aber umso wichtiger erscheint ein solcher Zusammenschluss, denn der Anschluss darf auch nicht verloren werden. Und eventuell hat Party zusammen mit Bwin auch schon etwas für den US-Markt in der Hand. Denn dieser scheint der absolute Trumpf von Pokerstars und Full Tilt zu sein. Doch die Frage ist auch wie lange dies der Fall sein wird.

Ok, der Titel ist eher polemisch, aber in Zeiten des Wahlkampfes ist das auch mal angebracht. Und derzeit zeigt sich, dass die FDP die Interessen der Pokerspieler und -Affiliates am ehesten vertreten wird. Denn das kürzliche Urteil des EuGH, das eine Klage von Bwin gegen das Portugiesische Glücksspielmonopol abwies ist laut der Meinung der FDP-Bundestagsfraktion nicht mit dem EU Recht vereinbar. Es müsse dringend für eine einheitliche Regelung und eine Neuregulierung des Online Glücksspielmarktes gesorgt werden.

“Das Urteil des EuGH ist ein Schritt in die falsche Richtung. Der EuGH stärkt den nationalen Monopolen den Rücken. Die Begründung des Gerichts, dass „die Beschränkungen der Dienstleistungsfreiheit aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt werden können“, ist pure Augenwischerei. Niemand kann bisher glasklar definieren, welche Voraussetzungen konkret erfüllt sein müssen, damit sich Beschränkungen für Wettanbieter durch die Politik rechtfertigen lassen.” So der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Detleff Parr.

Ich für meinen Teil habe das Kreuz bereits bei der FDP gemacht. Ob ihr das auch tun werdet bleibt euch überlassen. Fest steht, dass eigentlich nur die FDP in dieser Richtung etwas leisten kann. Die CDU ist zu konservativ, genauso wie die SPD und Gründe beschäftigen sich eher mit Kernkraft und die Linke mit nicht realisierbaren Mindestlöhnen…

Es ist noch gar nicht lange her als wir uns auf Poker Affiliate Biz über das scheinbar selbstverständliche Wiedererscheinen von Europoker wunderten. Berechtigterweise kam die Frage auf was mit den Spieler- und Affiliatedaten geschehen sein soll. Denn laut einer Pressemitteilung kann Europoker mit der alten Datenbank arbeiten. Sozusagen mit den Spielern, die bei dem Transfer zu Bwin verloren gegangen sind. Aber zu Europoker gehört auch Pokeraffiliate.com, die einstige Affiliate Plattform für Pokerroom und Europoker. Interessanterweise können sich alle ehemaligen Affiliates dort nicht mehr einloggen und ihre Statistiken abrufen. Logisch, denn Pokeraffiliate.com wurde offiziell vor Monaten eingestampft. Trotzdem arbeiten die neuen Eigentümer von Europoker damit. Also was ist hier los?

Scheinbar ist hier ein nicht ganz sauberer Deal abgelaufen, der auf Kosten der Affiliates geht. Denn wer damals als Europoker Affiliate über einen Revenue Share Deal gutes Geld verdient hat, verdient nun gar nichts mehr obwohl seine Spieler immernoch aktiv sind.

Kurz und knapp: eine Sauerei! Hoffentlich bestätigt sich dies nicht und Bwin bzw. die neuen Eigentümer von Europoker klären das ganze auf. Nach der derzeitigen Sachlage ist es allerdings eindeutig was hier abgelaufen ist…

Es ist noch gar nicht lange her als wir mit dieser Meldung “Bwin stellt Europoker und Pokerroom ein” berichteten, dass Bwin, Eigentümer dieser beiden Pokerräume den Betrieb wegen Ineffizienz einstellt. Zur Jahreswende erfolgte die Migration der Datenbanken. Alle Europoker und Pokerroom Spieler bekamen einen besonderen Bonus wenn sie ihre Bankroll zu Bwin switchten. Soweit so gut. Jetzt wird jedoch wieder davon berichtet, dass Europoker weiterhin operiert, so als wäre nichts gewesen. Die Europoker Webseite wurde neu designed und tut so als wäre nichts gewesen. Sogar von 2 Mio Spielern nur auf Europoker ist die Rede. Aber die sind doch zu Bwin gewechselt? Klar ist es für Bwin möglich die Domain und die Marke Europoker zu verkaufen und von einem anderen Unternehmen verwenden zu lassen. Aber wie soll dies mit der Datenbank möglich sein?

Diese Pressemitteilung sorgt jedenfalls für Ratlosigkeit in der Industrie.

Egal auf welche Finanz- oder Nachrichtenseite man derzeit schaut – man liest und hört nur von Rekordverlusten großer Unternehmen. Während UBS über 4 Mrd. Euro Verlust erwirtschaftete, kann Bwin im letzten Quartal 2008 einen Rekordumsatz vermelden. Der Quartalsumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19 % auf ca. 117 Millionen Euro. Davon können Autofirmen, Banken und Versicherungen derzeit nur träumen.

Man kann es auch drehen und wenden wie man will: die Aussichten der Gambling Branche sind meistens rosig. Denn wenn die Wirtschaft boomt steigt im Normalfall das pro Kopf Einkommen und die Haushalte haben mehr zu konsumieren und tun das unter anderem am Poker- oder Black Jack Tisch. Aber bei schlechter Wirtschaftslage der Bevölkerung, ist diese auch bereit woanders ihr Glück zu versuchen – auch meist am Poker- oder Black Jack Tisch.

Ob die Finanzkrise wirklich große Auswirkungen auf den Poker Markt hat, ist noch nicht abzusehen. Derzeit, sieht es jedenfalls so aus, dass die Poker Branche relativ resistent gegen Wirtschafs- und Finanzkrisen ist.

Ongame gehört dem Gamingriesen Bwin und ist das zweitgrößte Pokernetzwerk überhaupt. Ongame befindet sich auf Platz 5 aller Poker Plattformen. Folgende Skins gehören zum Ongame Netzwerk:

BestPoker.com
Bet24.com
Betsson.com
bwin.com
CasinoEuro.com
CherryCasino.com
EurobetPoker.net
EuroPoker.com (wird bald zu Bwin Poker übergehen)
Fonbet.com
GalaPoker.co.uk
Heypoker.com
HollywoodPoker.com
Interwetten.com
PokerIdol.com
PokerLoco.com
PokerRoom.com (wird bald zu Bwin Poker übergehen)
PrimePoker.com
RedKings.com
ScandicBookmakers.com
Stryyke.com
TowerGaming.com
Winamax.com

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