Was wir seit 2 Monaten befürchten, dürfte bald traurige Realität werden. Seit 4. Dezember ist die Begutachtungsfrist für den Ministerialentwurf vorbei und die neue Gesetzesvorlage in seiner ganzen Form einsehbar. Und sollte dieser Entwurf in dieser Form tatsächlich Gültigkeit bekommen, dann stehen große Einschnitte für den österreichischen Pokerspieler und für alle Affiliates an. Nachdem in diesem Gesetzesentwurf Poker eindeutig als Glückspiel definiert wird, wird jedes Werben für einen ausländischen Pokerroom zum illegalen Unterfangen. Deswegen ist auch vorgesehen, dass die österreichischen Banken Ein und Auszahlungen zu den Pokerrooms versagen oder zumindest mitprotokollieren, was genau so schlimm wäre für den Affiliate. Ob die Banken dies dann auch machen steht in den Sternen. Immerhin würden sie dadurch auch hohe Summen verlieren, alleine schon durch die verlorenen Spesen für Überweisungsaufträge selbst. Natürlich bleibt dem Pokerspieler und den Affiliate natürlich noch die Option den Zahlungsverkehr über Internetdienste wie Neteller oder Moneybookers durchzuführen, aber eines steht dennoch eindeutig fest: Mit einer .at Domain begibt man sich zukünftig auf dünnes Eis, wenn man für Pokerrooms und Onlinecasinos wirbt.

Nach dem von der UIGEA verursachten Schock in der Pokerindustrie, keimt schön langsam wieder Hoffnung auf. Die einen vertrauen auf den Regierungswechsel. Sowohl Obama, als auch McCain sind in den Augen der Poker Players Association nicht die schlechtesten Hoffnungsträger. Nun legt aber Menendez einen Gesetzesentwurf zur Regulierung von Online Geschicklichkeitsspielen vor. Er scheint im allgemeinen der Auffassung zu sein, dass Poker und auch diverse andere Spieler durch Geschick und nicht durch Glück gewonnen werden können.

Doch ideal wäre eine Definition als Geschicklichkeitsspiel ebenfalls nicht. Die ganze Glücksspielindustrie lebt vom Selbstbetrug. Weiß der Großteil der Freizeit-Pokerspieler, dass sie ausgenommen werden können, wird es für sie weniger attraktiv. Oder wo liegt der Reiz als Zocker mit einem Profi eine Partie Schach um Geld zu spielen?

Fakt ist aber, dass die jetzige Situation mehr oder weniger der Worst Case für Pokeraffiliates ist. Wichtig ist, dass der größte Pokermarkt wieder geöffnet wird. Alles andere ist erst einmal Nebensache.

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