Wie wir bereits berichteten, hat im letzten Jahr ein Richter im US-Bundesstaat Kentucky angedroht, 141 Domains, die sich mit dem Glücksspiel befassen (darunter eben auch Onlinepokerportale), per Urteilsspruch zu beschlagnahmen, sollten diese weiterhin in Kentucky erreichbar sein. Dieser Aufforderung sind einige Plattformen, darunter auch recht grosse, nachgekommen und haben deren kentuckische Nutzer per IP-Bann den Zugang zu deren Seiten verwehrt.
Nicht alle Anbieter fügten sich dieser Drohung und legten Berufung beim obersten Bundesgerichtshof ein. Dieser Gerichtshof hat jetzt zugunsten der Domaininhaber entschieden und das Urteil aus Kentucky aufgehoben. Laut Aussagen der Bundesrichter kann eine Domain nach geltendem Gesetz in diesem Fall nicht beschlagnahmt werden. In seinem Urteil hat der Richter aus Kentucky sich nämlich auf die Beschlagnahme illegaler Glücksspielgeräte bezogen und somit die Onlineanbieter diesen gleichgesetzt. Und eben dies sei nicht möglich.
Da atmet die Pokergemeinde auf. Man stelle sich nur vor, dieses Urteil wäre durchgekommen. Wie viele andere Bundesstaaten wären auf den Zug aufgesprungen und hätten, zum Wohle der Menschheit, ähnliche Urteile gefällt. Somit hat die Vernunft wohl wieder gesiegt. Wir können dies jedenfalls nur begrüssen und hoffen auf weitere Lockerungen im Glücksspiel- Pokerbereich.
Bevor überhaupt ein rechtskräftiges Urteil bezüglich der 141 verbotenen Domains in Kentucky (wir berichteten) gefällt wurde, gab es bereits erste Konsequenzen: Absolute Poker und Ultimate Bet ziehen sich aus dem Bundesstaat zurück und blocken mit sofortiger Wirkung die IP-Adressen der entsprechenden User.
Nachdem es in der Vergangenheit nicht immer wirklich gut um die beiden Seiten stand (man denke da nur an die fatale Betrugsstory, die kein wirklich gutes Licht auf AbsolutePoker und Ultimate Bet geworfen hat), tun diese nun den ersten Schritt in die richtige Richtung. Warum sich die beiden Seiten für diesen Schritt entschieden, ist jedoch unklar. Vielleicht liegt es daran, dass Kentucky mit einer Beschlagnahme der Domains gedroht hat, sollten die betroffenen Seiten ihre Dienste weiterhin anbieten. Vielleicht möchten die beiden großen Pokerräume aber auch nur ein wenig Imageaufwertung betreiben. Bisher hat nämlich lediglich Tokwiro seinen Dienst gesperrt und es sind dort keine Einzahlungen oder Transfers mehr möglich.
Das für den 3. Dezember anberaumte Hearing des Gerichtes in Kentucky wurde nun erneut verschoben – diesmal auf den 12. Dezember. Das Gericht benötige noch ein wenig länger Zeit, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen, lautet die offizielle Begründung. Wir sind gespannt auf den Ausgang dieses Thrillers.
Wie wir bereits berichteten, verbot ein Richter in Kentucky den Bürgern dieses Staates den Zugang zu 141 Domains. Darunter bekannte Onlineräume wie AbsolutePoker, PokerStars oder FullTilt. Es wurde Einspruch eingelegt und man hoffte auf eine Möglichkeit, dieses Urteil zu kippen. Nun kam der endgültige Tiefschlag: Bis zum 17. November müssen diese 141 Domainbetreiber ihren Dienst für Kentucky schließen – ohne Ausnahme. Oder etwa doch nicht? Die Pokergemeinde kann doch noch ein wenig länger hoffen. Die richterliche Entscheidung wurde aufgeschoben und es soll zu einer weiteren Anhörung kommen.
Eine Vielzahl verschiedener Unternehmen ist in den Fall involviert und ganz besonders den Mitgliedern der Poker Players Association liegt viel daran, das Urteil des Richters doch noch zu kippen. Angenommen, diese Klage käme durch. Wie viele andere Bundesstaaten würden wohl nachziehen? Das Land könnte von einer Welle ähnlicher Urteile überflutet werden und die Auswüchse des UIGEA wären unvorhersehbar.
Laut einer Pressemeldung der Poker Players Association gäbe es bereits einen Termin für eine neuerliche Anhörung. Diese sei zunächst für den 17. November geplant gewesen, wurde nun aber auf den 3. Dezember verschoben. Diese zusätzliche Zeit räumte sich das zuständige Bezirksgericht ein, nachdem die Association den Beweis eingereicht hatte, dass Poker nicht auf Glück sondern auf Geschicklichkeit basiere. Nun hoffen alle Beteiligten auf einen glücklichen Ausgang dieses doch recht zweifelhaften Urteils. Wieder einmal sollen damit die Rechte der Bürger beschnitten werden. Vielleicht wäre Kentucky besser beraten, sich von seinen greisen Richtern so langsam aber sicher zu verabschieden und der Zukunft eine Chance zu geben.
Wieder ein sehr zweifelhafter Schlag gegen die Pokerindustrie: Ein Richter aus Kentucky erhob das Urteil gegen 141 .com Pokerdomains, die in Kentucky tätig sind. So müssen alle Domaininhaber bis zum 17. November sicherstellen, dass ihr Angebot nicht mehr für Bewohner Kentuckys zugänglich ist, ansonsten werden die Domains beschlagnahmt. Große Enttäuschung macht sich in der Pokerszene breit, denn wieder einmal wird ein sehr zweifelhaftes Urteil gegen das Pokernetzwerk erhoben. Für Poker Affiliates erstmal ohne große Auswirkungen, allerdings belebt eine solche Negativschlagzeile nicht gerade das Geschäft… Wir alle können nur hoffen, dass der Albtraum des UIGEA bald ausgeträumt ist und sich der Markt wieder öffnet. Die Chancen stehen gut und darauf muss man vorbereitet sein, unabhängig von dubiosen Richterurteilen.