Cardoza Games (iPoker) vor dem Aus?

Eine der größten Pokerbuch Verlage, Cardoza Publishing, der unter anderem Bücher wie Super System und Negreanus Bücher veröffentlicht hat, hat schon seit längerem einen Skin im iPoker Netzwerk. Doch nun erhalten Spieler und Affiliates Emails, die auf eine Schließung des Raums mit Hinweis auf ein rechtzeitiges Auscashen, hindeuten. Ein Wunder wäre das sicherlich nicht und nur ein weiterer Punkt in der Konsolidierungsphase.

PartyPoker: Fusion mit Everest?

Derzeit gehen Gerüchte in der Pokerindustrie um, die mehr als Gerüchte zu sein scheinen. Es ist auch irgendwo nachvollziehbar: Seit 2008 konsolidiert sich der Pokermarkt. Hier gibt es sowohl Gewinner als auch Verlierer, die Schere zwischen Gewinner und Verlierer wird jedoch immer größer. Das heißt, dass der Unterschied an Marktanteilen zwischen Marktführer und denjenigen mit den geringsten Marktanteilen, größer wird. Everest und Party als (bisher) eigenständige Netzwerke könnten daher mit einer Fusion extrem an Traffic zulegen und in den Bereich von Full Tilt gelangen.

Bisher scheinen es nur Überlegungen zu sein. Party Poker hat allerdings schon vor einigen Monaten angekündigt das Netzwerk zu öffnen und da bietet sich Everest als großer Lizenzpartner an. Party Poker kann damit sogar ohne den US Markt wieder auf Platz 2 rücken, kaum auszudenken wo sie stehen wenn der US Markt wieder öffnet.

Bluff Deutschland (Poker Magazin) wird eingestellt

Derzeit gibt es einfach nichts positives über die deutschen Poker Magazine zu berichten. Nach den Negativschlagzeilen über den Betrug des GX Magazins soll es nun auch um das Bluff Magazin nicht gut stehen. Der deutsche Ableger des englischsprachigen Magazins wird verlässlichen Quellen zu Folge eingestellt. Genaue Gründe sind uns zu dieser Stunde leider nicht bekannt. Ohne Zweifel wieder ein Zeichen für eine Konsolidierung und unsere Einschätzung vor einem guten halben Jahr bewahrheitet sich immer mehr, nämlich dass gerade der Printmarkt davon betroffen sein wird.

Wohin bewegt sich das Poker Affiliate Business?

Überall in der Wirtschaft ist die zukünftige Entwicklung entscheidend. Mit Prognosen versucht man diese zumindest grob vorherzusagen. Hierfür ist es aber notwendig möglichst viele Informationen zu sammeln und zu verwerten bzw. auf Erfahrungswerte und Parallelen aus anderen Branchen zurück zu greifen.

Was man seit Mitte 2008 klar sieht ist eine Konsolidierung. Dies ist auch absolut auf der Hand liegend und auch wichtig. Denn irgendwann übersteigt das Angebot die Nachfrage weil diese stagniert oder zumindest weniger rasant wächst. Und bei einem Über-Angebot muss dieses reduziert werden. Das sieht man bei vielen Pokermedien, gerade bei Zeitschriften und erst recht bei Online Pokerräumen. Die Konsolidierung in der Poker Industrie hat erst angefangen und wird noch 2, 3 Jahre andauern. Langfristig werden sich auch nur die Top-Netzwerke/Anbieter auf dem Markt durchsetzen können. Netzwerke ohne Traffic werden so lange rückläufig sein dass sie verschwinden oder übernommen werden.

Als Poker Affiliate sollte man auf das richtige Pferd setzen. Gerade große Poker Affiliates leiden stark unter einem Verschwinden oder dem Umzug einer Marke – das muss verhindert werden. Man sollte versuchen wirklich nur auf die Top 20 der Poker Seiten zu setzen, dh alle großen eigenständigen Poker Räume wie:

PokerStars, Full Tilt Poker, Party Poker, Everest Poker sowie auf die großen Netzwerke:
iPoker, Ongame, Boss Media (IPN), Entraction (24h Poker).

Doch auch hier gibt es Unterschiede. Hier eine kurze Einschätzung:
PokerStars: Sehr gut etabliert. Kann aber bei Öffnung des US Marktes einige Marktanteile verlieren.
Full Tilt Poker: Ähnlich wie PokerStars, aber mit klarem Nachteil. Full Tilt hat etliche Millionen in den deutschsprachigen Raum investiert, konnte aber nicht annähernd an PokerStars heran kommen. Scheinbar ist PokerStars der bessere Brand auf diesem Markt.
Party Poker: Ohne Zweifel kann es nur noch besser werden für Party Poker. Große Hoffnungen liegen auf der Öffnung des US Marktes, was Party wieder zu den zwei größten Seiten zählen lassen sollte. Party Poker sollte davon am meisten profitieren und Poker Stars und Full Tilt einige Marktanteile abknöpfen können. Für den deutschen Markt sieht es eher düster aus bei Party Poker. Ohne Marketingbudget für Deutschland und seriöses Affiliate Management kann man der stärker werdenden Konkurrenz nicht folgen. Eine geplante Vergabe von Lizenzen könnte Party Poker zum größten Netzwerk machen. Wann dies möglich ist, steht noch in den Sternen.
Everest Poker: Everest Poker wird wohl immer sehr solide bleiben, mit einer guten Marke für die breite Zielgruppe. Es gibt aber keinen Grund zur Annahme, dass Everest Poker mit den großen Fischen mithalten kann, zumindest sehen wir derzeit keine solche Tendenz.

Bei den Poker Netzwerken ist derzeit eine klare Linie zu erkennen:
IPoker scheint auf der Siegesspur zu sein und lässt sich in Zukunft noch gut vermarkten.
Ongame ist ein eher zwielichtiges Netzwerk. Nachdem PokerRoom und Europoker in Bwin übergehen, gibt es eigentlich abgesehen von Bwin keine gute Marke für Poker Affiliates. Und auch Bwin ist eher im Wettbereich bekannt, das Bwin Poker Affiliate Programm war bisher eine komplette Zumutung! Gerade für starke Spieler ist Ongame unattraktiv. Kein Rakeback, dafür eine derbe Rakebackstruktur (z.B. 30 Cent Fee bei einem 1 Dollar Sit’n Go!), kein gutes Multitabling möglich und im Vergleich zu iPoker eine eher schwache Software.
Boss Media ist auch nicht gerade für seine gute Software berühmt. Auch ist Boss Media vergleichsweise inaktiv. Cryptologic wird demnächst von Boss Media übernommen, es wird sich zeigen welchen Schub dies dem Netzwerk geben wird.
Entraction ist ohne Zweifel auf der richtigen Spur. Entraction bietet ein sehr solides Netzwerk mit gutem Traffic. Zudem eine exzellente und saubere Software – ideal für Vielspieler und Einsteiger. Gerade für europäische Spieler ist Entraction eine gute Wahl und lässt sich gut vermarkten. Entraction hat neben NoIQ Poker noch viele weitere Partner mit Potential zur Hand, die 2009 das Netzwerk betreten werden. Nicht umsonst nennt sich Entraction das schnellst wachsende Netzwerk.

Soweit ein kurzer Überblick zu den Poker Seiten und Netzwerken, die man als Poker Affiliate in Betracht ziehen sollte. Das heißt natürlich nicht, dass die Seiten, die nicht aufgelistet sind nicht in Frage kommen. Doch gerade in der Konsolidierung muss man auf soliden Beinen stehen. Wenn Sie nun aber einen Cryptologic Skin vermarkten, werden Sie von einem großen Umzug gebeutelt werden. In dieser Situation ist es in den aller meisten Fällen besser auf die oben genannten sicheren Seiten und Netzwerke zu setzen.

Was bringt das neue Jahr für Poker Affiliates?

Natürlich lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Das Jahr 2009 wird allerdings vom Wandel und der Konsolidierung geprägt sein. Die Tendenz, dass sich diverse Pokerräume aus der Industrie verabschieden oder zumindest das Netzwerk wechseln, wird sich ohne Zweifel noch fortsetzen. Aus dieser Hinsicht ist das Jahr 2009 nicht gerade das sicherste für Poker Affiliates.

Doch die Affiliate Industrie ist so schön breit gefächert, dass man mit dem einmal erworbenen Know How auf vielen weiteren Gebieten versuchen kann. So stellt Forex oder Bingo einen neuen potentiellen Mega-Markt dar. Wenn man als Poker Affiliate kein Versager ist, wird man auch nach entsprechender Einarbeitungszeit auf neuen Sektoren Fuß fassen können. Der Trend von Forex und Bingo zum Beispiel ist stark ansteigend und in 2009 ergibt sich die Möglichkeit für Poker Affiliates auf diesem Zug aufzuspringen.

Ansonsten wird die noch anhaltende Finanzkrise die Poker-Industrie verstärkt prägen. Die Auswirkungen sind noch nicht zu spüren, aber es könnte durchaus sein, dass sie 2009 noch spürbar werden. Wie stark diese Auswirkungen sein können, lässt sich nicht abschätzen.

Als Poker Affiliate sollte man grundsätzlich zuversichtlich aufs neue Jahr schauen. Zwar gibt es ohne Zweifel Risiken im neuen Jahr, aber dafür auch viele Chancen das ganz große Geld zu machen!

Wieder ein Poker-Raum am Ende: Zosoz

Eigentlich wundert es keinen kenne der Pokerbranche sonderlich, dass dieser Raum aufgeben muss. Zosoz war eine dieser Seiten, die legales Poker angeboten haben. Ähnlich wie Duplicate Poker beendet nun auch Zosoz sein Dasein.

Bei dem Geschäftsmodell von Zosoz verwundert das allerdings nicht. Gegen eine monatliche Gebühr konnte der Spieler an Spielgeldtischen spielen und Preise gewinnen. Dass dieses Konzept nicht greifen kann, liegt eigentlich auf der Hand. Aber wo es Geld zu holen gibt, versuchen halt viele die kuriosesten Ideen umzusetzen.

In diesem Sinne eigentlich kein Anzeichen für eine Konsolidierung, denn Marktanteile hat Zosoz keine gehalten am Gambling Markt…

Poker Magazin ACE insolvent!

Die Gerüchteküche brodelt wieder und dieses Mal betrifft es das Pokermagazin Ace. Das Ace Magazin hat sich eigentlich recht gut neben dem Royal Flush Magazin etabliert. Doch nun soll die Österreichische Ace GmbH konkurs sein und der weitere Werdegang des Poker Magazins ist unsicher. Wahrscheinlich wird die dänische Mutterfirma von Ace die Österreichische Firma übernehmen. Fest steht derzeit einmal, dass Reinhard Fischer, bisheriger Herausgeber und Geschäftsführer nicht mehr für Ace tätig ist. Auch fraglich ist ob das Redaktionsteam aus Wien aufgelöst wird oder unter dänischer Führung den Betrieb fortsetzen kann.

Wenn sich dies alles bewahrheitet, dann ist es definitiv ein weiteres Anzeichen für eine Konsolidierung im Pokerbereich. Dieser erfolgt nicht nur online, sondern auch im Printbereich.

PokerRoom und Europoker stellen Betrieb ein

Die beiden Ongame Plattformen PokerRoom und Europoker werden im ersten Quartal 2009 eingestampft. Bisher gehörten sie dem Bwin Netzwerk Ongame an. Europoker sponsoerte sogar mal die TV Total Pokernacht und Pokerrom galt ohnehin als Größe in der Pokerindustrie.

Grund für die Einstellung soll fehlende Effizienz sein. Denn der Bwin Pokerraum, der sich natürlich ebenfalls im Ongame Netzwerk befindet, scheint deutlich bessere Wachstumsmarken zu haben. Die Marke „Bwin“ scheint demnach deutlich besser aufgenommen zu werden als „PokerRoom“ und „Europoker“.

Die Spieler werden selbstverständlich direkt von Bwin übernommen. Interessanter ist jedoch die Frage ob man damit auf eine Konsolidierung im Online-Poker Markt schließen kann. Ziemlich sicher kann man dies nicht verlässlich verantworten. Einerseits ist es ein deutliches Zeichen wenn solch großen Räume mit bisher hohen Marketinganstrengungen eingestellt werden. Aber andererseits muss es nicht zwangsläufig heißen, dass die beiden Räume nicht höchst profitabel waren. Vielleicht möchte die Bwin AG einfach auf etwas weniger Marken setzen. „Bwin“ scheint eine deutlich bessere Marke zu sein als Pokerroom und Europoker. Warum also nicht alle Marketinganstrenungen auf ebendiese Marke konzentrieren?