Was man mittlerweile nicht mehr selten sieht ist das Sponsoring von Sportmannschaften. Gerade im englischen Fußball sieht man einige Mannschaften, die mit Wett-, Casino- und Pokeranbietern auflaufen. Nun schließt auch Betfair einen Vertrag mit den West Tigers, einer Australischen Rugby Mannschaft ab.

Die Frage ist hier sicherlich ob und wie sich eine solche Investition rechnen kann. Wie sieht es mit der Offline-Online Schere aus, die überwunden werden muss? Schließlich sieht nicht jeder ein Bwin Logo auf einem Fußballtrikot und registriert sich dann gleich online. Bei solchen Kampagnen soll es mehr ums Image gehen. Doch, wenn man sich ein Paradebeispiel wie Mansion Poker ansieht ist Image nicht alles! Mansion trumpfte mit einem Megabudget im hundert Millionen Bereich auf, entwickelte eine eigene Software und investierte Unsummen ins Marketing – wie z.B. den Pokerdome eine futuristische Pokershow. Und jetzt steht Mansion im iPoker Netzwerk als doch recht gleichwertiger Mitbewerber. Trotz vieler Marketingmaßnahmen, die sich offensichtlich nicht gerechnet haben, sponsern sie derzeit einen Fußballclub aus der Premier League.

Zwar steht außer Frage, dass unsere Industrie die breiten Massen angreifen muss anstatt nur auf Pokerseiten und in Poker-Magazinen zu werben, aber das ist noch kein Grund Unsummen in solche Kommunikationsinstrumente zu investieren nur um viele Kontakte zu erreichen.

Auch hier wird sich zeigen ob Betfair damit erfolgreich ist oder eher zu den Mansion-Pokers in der Industrie zählen wird.

Nachdem erst kürzlich Mansion Poker von Ongame zu iPoker gewechselt ist, zieht nun auch SunPoker nach von Cryptologic nach iPoker. Gründe hierfür sind wahrscheinlich, dass Crypto stetig an Traffic einbüßt und im Wettbewerb gegen die anderen Netzwerke wie Ongame, iPoker, BossMedia und Entraction wohl den kürzeren zieht.

IPoker hingegen scheint richtig auf dem Vormarsch zu sein. Das Netzwerk ist derzeit das größte überhaupt und knapp hinter PokerStars und Full Tilt Poker. Durch den Netzwerkeffekt sollte iPoker allerdings einen großen Vorteil gegenüber Stars und Full Tilt haben, und vielleicht stehen sie in zwei Jahren schon ganz oben!

Ungefähr ein Jahr ist Mansion im Ongame Netzwerk geblieben und jetzt geht es ins iPoker Netzwerk. Angefangen hat Mansion Poker als eigener und unabhängiger Raum. Abermillionen wurden in diesen investiert und bei einem Marketingbudget im dreifachen Millionenbereich, sollte sich doch ein gut besuchter eigener Raum aufbauen lassen. Das ging im Falle Mansion eher nach hinten los. Zu gering der Ertrag, zu hoch die fixen Kosten für den unabhängigen Pokerraum. Mehr oder weniger als Aufgabe konnte man den Schritt, in ein bekanntes Netzwerk zu wechseln verstehen. Knapp ein Jahr war Mansion Poker jetzt im Ongame Netzwerk. Jetzt wird schon wieder gewechselt und zwar zur direkten Konkurrenz. IPoker zählt mit Flaggschiff Titan Poker zu den Big Playern auf dem Pokermarkt. Ongame eigentlich auch, aber irgendwas scheint Mansion an Ongame wahnsinnig gestört zu haben. Denn so ganz ohne Grund oder einem Prozent mehr Revenue wechselt man nicht einfach den Anbieter. Das kostet viele Resourcen und meistens auch Spieler. Zu den Gründen wurde bisher noch nicht Stellung genommen.

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