Und wieder einmal gibt es eine schlechte Nachricht in der Pokerindustrie. Die Linx Media Group, die bisher mit Microgaming und unter den Marken EuroLinx, BetOnBet und LinxGaming gearbeitet haben meldet Insolvenz an. Microgaming rät allen Spielern und Affiliates ihre Forderung an den zuständigen Insolvenzverwalter weiterzugeben.

Abgesehen davon, dass dies wieder ein schwerer Schlag für die gesamte Industrie, aber Spieler und Affiliates im speziellen ist, muss man sich doch die Frage stellen ob es tatsächlich richtig ist Skins das Geld der gesamten Spielerkonten überlassen zu können. Denn im Grunde kann jeder eine Kapitalgesellschaft gründen, entsprechendes Kapital auftreiben und einen Skin betreiben. Was er dann mit dem Geld der Spieler und Affiliates macht, sei mal dahingestellt.

Es gibt nur wenige Netzwerke, die Zahlungen usw. selbst abwickeln. Hierzu zählt zum Beispiel Entraction (TrickyPlay) oder Boss Media (PokerHeaven). Damit geht das Risiko gegen Null, dass Spieler Probleme mit Auszahlungen bekommen weil dahinter eine an der Börse geführte AG steht.

Im Falle von EuroLinx und Microgaming Skins heißt das: Pech gehabt. Und das obwohl genau das gleiche vor über einem Jahr schon einmal passiert ist, nämlich mit Battlefield Poker. Auch hier verloren tausende Spieler ihre Bankrolls und hatten keine Chance.

Deswegen rät PokerAffiliateBiz allen Spielern und Affiliates sich von kleinen Microgaming Skins fern zu halten und Unibet oder Ladbrokes zu wählen, denn das sind wenigstens etablierte Marken mit soliden Großunternehmen im Rücken.

Nachdem es Microgaming nicht sonderlich leicht hatte in den letzten Monaten, kann das Netzwerk endlich mal wieder einen Erfolg vermelden. Ladbrokes, was bisher ein eigenständiges Netzwerk war fusioniert nun mit Microgaming. Beide Seiten scheinen damit der umgreifenden Konsolidierung entgegen zu wirken. Denn weder um Microgaming stand es in letzter Zeit gut, noch um ein komplett eigenständiges Netzwerk ohne spürbaren Traffic. Diese Fusion sollte dem Microgaming Netzwerk einen guten Schub nach vorne geben. Ob es damit aber gegen die großen wie iPoker, Ongame und Co. mithalten kann ist äußerst fraglich.

Zwar haben wir schon im Artikel: Eigener Pokerraum: Sinnvoll für Poker Affiliates? Diese Thematik angesprochen, aber letzter Zeit immer häufiger von Poker Affiliates gehört, die wirklich überlegen einen eigenen Pokerraum aufzustellen.

Zunächst einmal sollte klar sein, dass dies nur sinnvoll ist wenn entweder genügend Kapital aufgebracht werden kann, oder wenn schon derart hohe Poker Affiliate Umsätze vorliegen, dass sich die Kosten, die ein eigener Pokerraum verursacht bewerkstelligt werden können.

Mittlerweile bieten sich diverse Optionen für einen eigenen Pokerraum. Die Netzwerke buhlen derzeit förmlich nach neuen Partnern, denn es herrscht zweifellos eine Konsolidierung und wer nicht mit den Top-Pokerseiten mithalten kann wird auf lange Sicht aus dem Wettbewerb ausscheiden. Im folgenden die Poker Netzwerke, die sich für einen eigenen Pokerraum anbieten:

  • iPoker: Das größte Netzwerk überhaupt mit starkem Wachstum. Auf dem besten Wege Full Tilt Poker von Platz 2 zu verdrängen. Je nach Beziehungen kostenintensiv. Partner, ohne gute Beziehungen können hier ein Vermögen loswerden. Mit guten Beziehungen bieten sich günstige Möglichkeiten.
  • Ongame: Das Bwin Flaggschiff durfte in den letzten Monaten Verluste einstecken. Skins wie Mansion Poker wandern ab, PokerRoom und Europoker werden aus Effizienzgründen eingestampft. Zweitgrößtes Netzwerk, aber sehr kostenintensiv. Die Angebote für Spieler sind dürftig, kein Rakeback, extrem hoher Rake, bescheidene Software für Vielspieler.
  • Cereus: Noch nicht erprobt. Weißt noch Softwarefehler auf. Entstand aus den Skandalräumen Ultimate Bet und Absolute Poker. Nicht unbedingt der vertrauenswürdigste Partner.
  • IPN (International Poker Network), Boss Media. Sehr beliebter Anbieter für Skins. Software bei Spielern unbeliebt. Dennoch solider Partner für einen eigenen Pokerraum, zudem bei guten Beziehungen recht kostengünstig. Konkurrenz der Boss Media Skins im deutschen Raum extrem hoch!
  • Entraction (24h Poker). Ein europäischer Anbieter auf dem Vormarsch (auch NoIQ Poker vertraut auf Entraction). Von der Größe vergleichbar mit Boss Media. Schnellere und schlichtere Software. Konkurrenz auf dem Markt (abgesehen von Skandinavien wo gar keine Entraction Skins mehr zugelassen werden) noch sehr klein. Kostengünstiges und unkompliziertes Paket. Bei Entraction werden keine Lizenzgebühren fällig, daher kaum fixe Kosten, was ein extremer Vorteil ist!
  • Cryptologic und Microgaming. Zwei Netzwerke im Rücklauf. Einige Skins verlassen die Netzwerke, Fokus wird verstärkt auf das Casino Angebot gelegt. Cryptologic fusioniert mit Boss Media.
  • Merge Network. Aufstrebendes Netzwerk mit Fokus auf den USA. Potentielle Skins werden nur mit Vorweis eines extrem hohen Marketing Budgets mit einer Preisliste bedient (was btw Humbug ist, denn man sah schon die tollsten Skins mit 1 Mio + an Budget binnen Monaten wieder untergehen (z.B. Pokerlion))

Das Angebot seitens der Poker Netzwerke ist mittlerweile nicht gerade schlecht. Teilweise lassen sich schon mit relativ geringen Investitionen solide Produkte erwerben. Teilweise darf man aber auch ordentlich in die Tasche greifen um ein nur durchschnittliches Produkt zu erwerben. Wer auch immer und aus welchem Grund auch immer mit dem Gedanken spielt seinen eigenen Pokerraum zu eröffnen, kann sich gerne mit dem Poker Affiliate Team in Verbindung setzen.

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