Jetzt ist es offiziell: Bwin und Partygaming stehen kurz vor einer Fusion, neudeutsch “Merger”. Dies lässt sich aus einem ausführlichen Statement der Londoner Börse entnehmen.

Affiliates von Bwin konnten heute die folgende Nachricht in Empfang nehmen:
Dear Affiliate Partner!

bwin is pleased to inform you that a new algorithm called “Essence” will be introduced on Thursday, 15.07.2010. This algorithm will finally introduce a system where the player’s overall contribution to the poker ecology becomes a major component to its healthy balance.

From this date onwards, Essence will take the following issues into account:

* the player’s style of play, pot contribution and skill level
* the long-term effects different players have on each other

The purpose of this new procedure is to evaluate a player’s true value – to assign the correct rake amount – and to ensure long-term profitability for both you and bwin.

All players are valuable within the poker ecology, hence bwin will not use any form of penalties or sanctions to ensure a healthy balance. By using Essence to assign rake on an individual player level not purely based on activity, we will ensure that there are incentives to attract all types of player, and that no players will be unprofitable.

Most Affiliates will notice an impact on their earnings as a direct consequence of the redistribution of the rake.

Please note that our Poker Points system for bwin users will not change. The points awarded for cash games will remain at 3.25 Poker Points per dollar in rake and tournament Poker Points will stay the same.

If you have any questions, please do not hesitate to contact your Account Manager.
Your bwin Affiliate team”

Das ist kurz gesagt eine grundlegende Veränderung der Rakeberechnung. Und da Affiliates aufgrund des Rakes bezahlt werden, hat dies auch enormen Einfluß auf deren Einnahmen. Im Klartext heißt das, dass Affiliates, die Winning Player bringen bestraft und Affiliates, die Losing Player bringen belohnt werden. So möchte Ongame scheinbar die Rakeback Problematik in den Griff bekommen. Netter Versuch, aber dann doch eine Katastrophe wenn man näher darüber nachdenkt. Das heißt im Endeffekt, dass ich als Affiliate kein Interesse daran habe Spielern beizubringen wie man beim Poker gewinnt oder zumindest nicht sofort verliert. Alle Poker Strategie Seiten würden komplett ihren Zweck verfehlen. Das wäre dann etwa so als gäbe es eine gewinnbringende Roulette Strategie und man bringt seinen Besuchern diese bei und verdient nur wenn sie verlieren.

Schon jetzt, einen Tag vor der Einführung von “Essence” ist der Aufschrei in der Affiliate Szene groß. Und es wird sich zeigen wie erfolgreich oder erfolglos das neue System werden wird. Eine bessere Möglichkeit gegen illegales Rakeback vorzugehen wäre es sinnvoll zu bekämpfen und nicht Affiliates abzustrafen, die bessere Spieler bringen (die ja ohne Zweifel auch zum Ökosystem eines jeden Netzwerkes gehören).

Es gingen schon länger Gerüchte um, aber nichts, was man auf Poker Affiliate Biz hätte veröffentlichen können. Jetzt sind unsere Quellen allerdings glaubhaft genug, dass wir es veröffentlichen können: Gamblingriese Betfair wird zu Ongame wechseln und die unabhängige Seite Betfair Poker aufgeben.

Für viele ist dies keine positive Entwicklung, denn es zeigt wieder einmal dass der Markt am konsolidieren ist und Pleiten und Verschmelzungen praktisch monatlich passieren. Und so auch hier. Sowohl Ongame als auch Betfair sind in Sachen Traffic und Wachstum auf der Strecke geblieben. Ongame verlor nennenswerte Anteile gegenüber Party und iPoker. Und auch Betfair ist mit dem Versuch gescheitert ein zweites Full Tilt ins Leben zu rufen. Pros wie Anette15 sollten hier helfen, blieben aber im Vergleich zu Ivey und Co. blaß.

Insofern dann doch ein nachvollziehbarer Zug. Über den Umzug werden Betfair Spieler und Affiliates sicher rechtzeitig informiert.

Zurzeit tut sich wieder viel am Pokermarkt und man kann nicht unbedingt behaupten, dass alles positiv ist. In Kürze steht noch ein weiterer großer Transfer bevor, der einer der größten Wettanbieter betrifft, aber das ist noch ein wohl gehütetes Geheimnis. Was kleinere Seiten betrifft so ist es zwar nicht unbedingt negativ, dass Betfriends von Betsson aufgekauft wurde, aber wohl schon sehr bedenklich wenn Affiliates einen Tag (!) vor dem Transfer davon in Kenntnis gesetzt werden. Für uns ein klares Minus für Betfriends.

Ein klareres Minus geht an Aced. Einst der hoffnungsvolle Raum aus dem Merge Netzwerk, der einmal versuchte Jamie Gold für sich zu gewinnen. Aus welchen Gründen auch immer ging dies nach hinten los und gut ein Jahr später scheint der Ofen aus zu sein. Sehr bedenklich ist, dass es zunächst hieß, dass nur “Aced Affiliates” schließen wird in den nächsten Tagen. Aber scheinbar betrifft es Aced als Pokerraum. Was mit den Spielern passiert und den Affiliates, die an ihnen verdienen weiß man bisher nicht. Aber Merge sieht hier alles andere als gut aus und hätte schon vorher einschreiten und nach einer Lösung suchen müssen. Deswegen auch ein klares Minus an Merge.

Es wäre ohne Zweifel ein gigantischer Zug der die derzeitige Pokerindustrie extrem beeinflussen würde. Anscheinend ist Party Gaming mit Bwin im Gespräch. Es ist die Rede von einer Fusion aber wahrscheinlich wird es eher eine Allianz im Pokersektor. Denn dort haben beide ihre lieben Probleme. Ongame verliert immer mehr an Boden und schafft es mit immer schlechterer Software seine Spieler zu vertreiben. Party Gaming erholt sich zwar nach dem UIGEA Schock von 2006 wieder, aber ist noch lange nicht wieder zurück bei alter Stärke. Sowohl Pokerstars als auch Full Tilt sind deutlich vorbei gezogen und iPoker als Netzwerk ungefähr gleich auf.

Insofern kein Wunder dass man sich Gedanken macht. Und in der Tat könnte eine Fusion der beiden Pokerprodukte eine Wende herbeiführen. Am sinnvollsten erscheint ein Zusammenschluss vom Ongame- und Party-Netzwerk und dem Fokus auf ein Netzwerk. Aus Softwaresicht kann man sich eigentlich nur Wünschen dass Party die Oberhand behält und das ist auch wahrscheinlich denn PartyPoker hat eine Menge in die Verbesserung seiner Software investiert.

Allerdings müsste man sich von diesem Zusammenschluss auch wichtige Synergien erhoffen. Alleine wenn man Ongame und Party zusammen zählt reicht es trotzdem nicht annähernd an Full Tilt und Pokerstars heran. Aber umso wichtiger erscheint ein solcher Zusammenschluss, denn der Anschluss darf auch nicht verloren werden. Und eventuell hat Party zusammen mit Bwin auch schon etwas für den US-Markt in der Hand. Denn dieser scheint der absolute Trumpf von Pokerstars und Full Tilt zu sein. Doch die Frage ist auch wie lange dies der Fall sein wird.

Nun ist es offiziell: Propaganda Poker wechselt nicht einfach das Netzwerk, sondern hat scheinbar die Spielerdatenbank an Betsafe verkauft. Betsafe ist im Ongame Netzwerk, das zweitgrößte nach iPoker. Alle Propaganda Poker Spieler können damit bis Ende der Woche auf Ongame spielen, allerdings unter Betsafe wie es derzeit aussieht. Die Situation ist noch etwas verwirrend und erst heute ging auch eine entsprechende Email an alle Affiliates.

Die offiziellen Statements und Informationen zum Migrationsprozess sind hier zu finden.

Es ist kein Geheimnis, dass sich Poker Affiliates diversifizieren müssen um Erfolg zu haben. Die einen bewerben Freerolls, die anderen versuchen es mit Bonus und Review Seiten und andere sind als Rakeback Affiliate tätig.

Das Rakeback Affiliate Geschäft ist hierbei am lukrativsten weil die Spieler, die auf Rakeback aus sind auch sehr viel Rake erzeugen. Das blöde ist nur, dass man auch wirklich ein gutes Angebot braucht um mit all den Rakeback Seiten da draußen konkurrieren zu können. Man muss einen wirklich guten Deal bekommen, ansonsten ist es sinnlos. Hierbei können wir euch helfen, denn Poker Affiliate Biz kann auf allen in Frage kommenden Netzwerken extrem gute Deals anbieten.

Bei Interesse bitte einfach unter info [at] pokeraffiliatebiz.com mit dem Betreff “Rakeback Affiliate” melden. Dann können wir persönlich alle Optionen besprechen und dir dabei helfen als Rakeback Affiliate durchzustarten.

Es ist noch gar nicht lange her als wir uns auf Poker Affiliate Biz über das scheinbar selbstverständliche Wiedererscheinen von Europoker wunderten. Berechtigterweise kam die Frage auf was mit den Spieler- und Affiliatedaten geschehen sein soll. Denn laut einer Pressemitteilung kann Europoker mit der alten Datenbank arbeiten. Sozusagen mit den Spielern, die bei dem Transfer zu Bwin verloren gegangen sind. Aber zu Europoker gehört auch Pokeraffiliate.com, die einstige Affiliate Plattform für Pokerroom und Europoker. Interessanterweise können sich alle ehemaligen Affiliates dort nicht mehr einloggen und ihre Statistiken abrufen. Logisch, denn Pokeraffiliate.com wurde offiziell vor Monaten eingestampft. Trotzdem arbeiten die neuen Eigentümer von Europoker damit. Also was ist hier los?

Scheinbar ist hier ein nicht ganz sauberer Deal abgelaufen, der auf Kosten der Affiliates geht. Denn wer damals als Europoker Affiliate über einen Revenue Share Deal gutes Geld verdient hat, verdient nun gar nichts mehr obwohl seine Spieler immernoch aktiv sind.

Kurz und knapp: eine Sauerei! Hoffentlich bestätigt sich dies nicht und Bwin bzw. die neuen Eigentümer von Europoker klären das ganze auf. Nach der derzeitigen Sachlage ist es allerdings eindeutig was hier abgelaufen ist…

Es ist noch gar nicht lange her als wir mit dieser Meldung “Bwin stellt Europoker und Pokerroom ein” berichteten, dass Bwin, Eigentümer dieser beiden Pokerräume den Betrieb wegen Ineffizienz einstellt. Zur Jahreswende erfolgte die Migration der Datenbanken. Alle Europoker und Pokerroom Spieler bekamen einen besonderen Bonus wenn sie ihre Bankroll zu Bwin switchten. Soweit so gut. Jetzt wird jedoch wieder davon berichtet, dass Europoker weiterhin operiert, so als wäre nichts gewesen. Die Europoker Webseite wurde neu designed und tut so als wäre nichts gewesen. Sogar von 2 Mio Spielern nur auf Europoker ist die Rede. Aber die sind doch zu Bwin gewechselt? Klar ist es für Bwin möglich die Domain und die Marke Europoker zu verkaufen und von einem anderen Unternehmen verwenden zu lassen. Aber wie soll dies mit der Datenbank möglich sein?

Diese Pressemitteilung sorgt jedenfalls für Ratlosigkeit in der Industrie.

Überall in der Wirtschaft ist die zukünftige Entwicklung entscheidend. Mit Prognosen versucht man diese zumindest grob vorherzusagen. Hierfür ist es aber notwendig möglichst viele Informationen zu sammeln und zu verwerten bzw. auf Erfahrungswerte und Parallelen aus anderen Branchen zurück zu greifen.

Was man seit Mitte 2008 klar sieht ist eine Konsolidierung. Dies ist auch absolut auf der Hand liegend und auch wichtig. Denn irgendwann übersteigt das Angebot die Nachfrage weil diese stagniert oder zumindest weniger rasant wächst. Und bei einem Über-Angebot muss dieses reduziert werden. Das sieht man bei vielen Pokermedien, gerade bei Zeitschriften und erst recht bei Online Pokerräumen. Die Konsolidierung in der Poker Industrie hat erst angefangen und wird noch 2, 3 Jahre andauern. Langfristig werden sich auch nur die Top-Netzwerke/Anbieter auf dem Markt durchsetzen können. Netzwerke ohne Traffic werden so lange rückläufig sein dass sie verschwinden oder übernommen werden.

Als Poker Affiliate sollte man auf das richtige Pferd setzen. Gerade große Poker Affiliates leiden stark unter einem Verschwinden oder dem Umzug einer Marke – das muss verhindert werden. Man sollte versuchen wirklich nur auf die Top 20 der Poker Seiten zu setzen, dh alle großen eigenständigen Poker Räume wie:

PokerStars, Full Tilt Poker, Party Poker, Everest Poker sowie auf die großen Netzwerke:
iPoker, Ongame, Boss Media (IPN), Entraction (24h Poker).

Doch auch hier gibt es Unterschiede. Hier eine kurze Einschätzung:
PokerStars: Sehr gut etabliert. Kann aber bei Öffnung des US Marktes einige Marktanteile verlieren.
Full Tilt Poker: Ähnlich wie PokerStars, aber mit klarem Nachteil. Full Tilt hat etliche Millionen in den deutschsprachigen Raum investiert, konnte aber nicht annähernd an PokerStars heran kommen. Scheinbar ist PokerStars der bessere Brand auf diesem Markt.
Party Poker: Ohne Zweifel kann es nur noch besser werden für Party Poker. Große Hoffnungen liegen auf der Öffnung des US Marktes, was Party wieder zu den zwei größten Seiten zählen lassen sollte. Party Poker sollte davon am meisten profitieren und Poker Stars und Full Tilt einige Marktanteile abknöpfen können. Für den deutschen Markt sieht es eher düster aus bei Party Poker. Ohne Marketingbudget für Deutschland und seriöses Affiliate Management kann man der stärker werdenden Konkurrenz nicht folgen. Eine geplante Vergabe von Lizenzen könnte Party Poker zum größten Netzwerk machen. Wann dies möglich ist, steht noch in den Sternen.
Everest Poker: Everest Poker wird wohl immer sehr solide bleiben, mit einer guten Marke für die breite Zielgruppe. Es gibt aber keinen Grund zur Annahme, dass Everest Poker mit den großen Fischen mithalten kann, zumindest sehen wir derzeit keine solche Tendenz.

Bei den Poker Netzwerken ist derzeit eine klare Linie zu erkennen:
IPoker scheint auf der Siegesspur zu sein und lässt sich in Zukunft noch gut vermarkten.
Ongame ist ein eher zwielichtiges Netzwerk. Nachdem PokerRoom und Europoker in Bwin übergehen, gibt es eigentlich abgesehen von Bwin keine gute Marke für Poker Affiliates. Und auch Bwin ist eher im Wettbereich bekannt, das Bwin Poker Affiliate Programm war bisher eine komplette Zumutung! Gerade für starke Spieler ist Ongame unattraktiv. Kein Rakeback, dafür eine derbe Rakebackstruktur (z.B. 30 Cent Fee bei einem 1 Dollar Sit’n Go!), kein gutes Multitabling möglich und im Vergleich zu iPoker eine eher schwache Software.
Boss Media ist auch nicht gerade für seine gute Software berühmt. Auch ist Boss Media vergleichsweise inaktiv. Cryptologic wird demnächst von Boss Media übernommen, es wird sich zeigen welchen Schub dies dem Netzwerk geben wird.
Entraction ist ohne Zweifel auf der richtigen Spur. Entraction bietet ein sehr solides Netzwerk mit gutem Traffic. Zudem eine exzellente und saubere Software – ideal für Vielspieler und Einsteiger. Gerade für europäische Spieler ist Entraction eine gute Wahl und lässt sich gut vermarkten. Entraction hat neben NoIQ Poker noch viele weitere Partner mit Potential zur Hand, die 2009 das Netzwerk betreten werden. Nicht umsonst nennt sich Entraction das schnellst wachsende Netzwerk.

Soweit ein kurzer Überblick zu den Poker Seiten und Netzwerken, die man als Poker Affiliate in Betracht ziehen sollte. Das heißt natürlich nicht, dass die Seiten, die nicht aufgelistet sind nicht in Frage kommen. Doch gerade in der Konsolidierung muss man auf soliden Beinen stehen. Wenn Sie nun aber einen Cryptologic Skin vermarkten, werden Sie von einem großen Umzug gebeutelt werden. In dieser Situation ist es in den aller meisten Fällen besser auf die oben genannten sicheren Seiten und Netzwerke zu setzen.

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