Jetzt ist es offiziell: Bwin und Partygaming stehen kurz vor einer Fusion, neudeutsch “Merger”. Dies lässt sich aus einem ausführlichen Statement der Londoner Börse entnehmen.
Es wäre ohne Zweifel ein gigantischer Zug der die derzeitige Pokerindustrie extrem beeinflussen würde. Anscheinend ist Party Gaming mit Bwin im Gespräch. Es ist die Rede von einer Fusion aber wahrscheinlich wird es eher eine Allianz im Pokersektor. Denn dort haben beide ihre lieben Probleme. Ongame verliert immer mehr an Boden und schafft es mit immer schlechterer Software seine Spieler zu vertreiben. Party Gaming erholt sich zwar nach dem UIGEA Schock von 2006 wieder, aber ist noch lange nicht wieder zurück bei alter Stärke. Sowohl Pokerstars als auch Full Tilt sind deutlich vorbei gezogen und iPoker als Netzwerk ungefähr gleich auf.
Insofern kein Wunder dass man sich Gedanken macht. Und in der Tat könnte eine Fusion der beiden Pokerprodukte eine Wende herbeiführen. Am sinnvollsten erscheint ein Zusammenschluss vom Ongame- und Party-Netzwerk und dem Fokus auf ein Netzwerk. Aus Softwaresicht kann man sich eigentlich nur Wünschen dass Party die Oberhand behält und das ist auch wahrscheinlich denn PartyPoker hat eine Menge in die Verbesserung seiner Software investiert.
Allerdings müsste man sich von diesem Zusammenschluss auch wichtige Synergien erhoffen. Alleine wenn man Ongame und Party zusammen zählt reicht es trotzdem nicht annähernd an Full Tilt und Pokerstars heran. Aber umso wichtiger erscheint ein solcher Zusammenschluss, denn der Anschluss darf auch nicht verloren werden. Und eventuell hat Party zusammen mit Bwin auch schon etwas für den US-Markt in der Hand. Denn dieser scheint der absolute Trumpf von Pokerstars und Full Tilt zu sein. Doch die Frage ist auch wie lange dies der Fall sein wird.
Für knapp 12 Millionen Dollar kauft der Gambling Riese Party Gaming das Unternehmen World Poker Tour. Der Wert der Aktie World Poker Tour hat in den letzten Monaten stark gelitten. Nachdem das Unternehmen vorübergehend über 20 Millionen wert war, dürfen sich die Aktionäre nun mit einem fast halb so hohen Preis zufrieden geben. Der strategische Hintergrund von PartyPoker ist nicht ganz klar und es herrscht Uneinigkeit ob dieser Zug ein kluger, oder eher weniger kluger war. Überraschenderweise kehrt Mike Sexton, der eng mit WPT in Verbindung stand wieder als Party Poker Consultant zurück.
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Zumindest auf Ebene der Casinos kooperiert PartyPoker seit Kurzem mit dem Netzwerkbetreiber CryptoLogic, nun soll auch eine Fusion im Pokerbereich anstehen. Hierbei sei man mit einem größeren Crypto Pokerraum im Gespräch, der dann wohl von PartyPoker übernommen wird bzw. eine Zusammenarbeit auf Basis der neuen Lizenzvergabe bei Party Gaming durchgeführt wird. So inaktiv Party die letzten Jahre nach dem UIGEA war, so aggressiv scheinen Sie seit der Amtsübernahme von CEO Jim Ryan zu versuchen den Rückstand wieder wett zu machen.