Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir davon berichtet haben wie PokerRoom Affiliates nach dem Verkauf behandelt wurden. Sie wurden nämlich einfach ignoriert. Scheinbar interessiert das aber nur die wenigsten und gehört in dieser Branche vielleicht sogar zum guten Ton. Denn auch im Falle von TonyG Poker wurde nicht anders verfahren: TonyG Poker, der iPoker Skin von (wahrscheinlich) einem der unpopulärsten Pokerprofis überhaupt, Tony Guoga wurde kürzlich im Rahmen seines neuen Sponsoring Vertrages von PartyPoker an den PartyPoker Skin Noble Poker verkauft. Viele haben TonyG Poker vermarktet, vor allem im Zuge von “Pokerprofessor” seiner Coaching Seite wo die Spieler Startkapital erhalten haben.

Nun werden allerdings die meisten Affiliates einfach hintergangen und erhalten von geworbenen TonyG Spielern keine Provision mehr auf Noble Poker. Frechheit sagen die einen, “normales Geschäft” die anderen. Begrüßenswert ist es keinesfalls und zum Glück gibt es auch Fälle wo solche Übernahmen anders geregelt wurden. Bei Propanda Poker zu Betsafe verdienen die Affiliates zum Beispiel immernoch ihren Teil. Es kann auch keine Ausrede sein, dass der neue Eigentümer z.B. gar kein Affiliate Programm anbietet. Dies müsste im Zuge des Kaufes mit den Affiliates geregelt werden, wie es Intertops vor einigen Jahren bei einem Transfer lobenswerter weise gemacht hat.

Es bleibt also nur das Urteil: Daumen runter TonyG und Noble Poker!

Einst war es der mit Abstand größte Pokerraum und es war kein Ende des Wachstums in Sicht. Der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act stellte jedoch den großen Wendepunkt dar. PartyPoker zog sich aus dem amerikanischen Markt zurück und der Abwärtstrend begann. Anstatt sich frühzeitig umzustellen und den europäischen Markt in Angriff zu nehmen, sah PartyPoker mehr oder weniger regungslos zu und sah PokerStars an sich vorbei ziehen und Full Tilt Poker aufschließen.

Nun scheint endlich wieder Bewegung in den Laden zu kommen und der neue CEO Jim Ryan verkündet die Software einem Relaunch zu unterziehen, für Europäer freundlicher zu gestalten und wieder Lizenzen zu verkaufen. Damit wäre der Weg für neue PartyPoker Skins (die es im Übrigen schon einmal gegeben hat) frei. Für einen Zuwachs im Netzwerk ist also sicherlich gesorgt und PartyPoker hat im Vergleich zu PokerStars und FullTilt, die keine Skins verteilen einen neuen Vorteil. Man darf auch gespannt sein was mit dem Unlawful Gambling Enforcement Act passiert wenn die jetzige Regierung abgewählt wird. Eventuell wird der amerikanische Markt wieder geöffnet und PartyPoker wird zu alter Stärke finden können.

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