Normalerweise beleuchtet man die Seite wie man es angehen sollte. Dieses Mal betrachten wir das Poker Affiliate Business aus einem anderen Blickwinkel, nämlich wie man es nicht angehen sollte und was man zu vermeiden hat.

1. Nicht zu viel erwarten!
Ja, als Poker Affiliate lässt sich eine Menge Geld machen. Und ja, es ist vergleichsweise einfach. Aber: es ist nur “Easy Money” wenn der Stein einmal ins Rollen gekommen ist. Schafft man es beim Keyword “PokerStars Bonus” ganz nach oben, dann kann man sich erst einmal zurück lehnen und gute Umsätze erwarten. Aber bis es so weit ist, ist es ein hartes Stück Arbeit. Viele Poker Affiliates verzeichnen in den ersten Monaten überhaupt keine Sign-Ups und daher auch keine Einnahmen. Irgendwann wird sich die harte Arbeit lohnen und vielfach auszahlen. Genau in dieser “vielfachen Auszahlung” liegt der Reiz im Poker Affiliate Business.

2. Achten Sie auf Webdesign und Content!
Die allermeisten Poker Affiliate Seiten erzeugen beim Besuch Augenkrebs und haben nicht einmal irgendeinen Content zu bieten. Mit diesen Seiten wird man nichts anfangen können, weder als Besucher, noch als Pokeraffiliate. Setzen Sie Ihre Prioritäten zunächst auf das Webdesign. Dieses muss zum Thema der Seite passen und den Besucher nicht verschrecken. Dann gehen Sie beim Content in die Vollen und liefern einzigartigen und nützlichen Content für die Besucher. Wenn Sie nicht auf Webdesign und Content achten, werden Sie scheitern!

3. Kämpfen Sie nicht alleine!
Natürlich interessiert einen Pokeraffiliate nur SEINE Einnahmen, aber das muss nicht heißen, dass man als Einzelkämpfer unterwegs sein muss. Das Poker Affiliate Business ist tough und kompetitiv und genau aus diesem Grund muss man sich zusammenschließen und nach Kooperationen Ausschau halten. Beim Linktausch zum Beispiel muss man davon absehen auf andere Pokeraffiliate Seiten zu verlinken. Man braucht anfangs eben viele Links von Themen relevanten Seiten und diese bekommt man nicht indem man sich mit seinen Seiten abschottet.
Außerdem braucht man den Content zu anderen Poker Affiliates. Nur so können Sie von Fehlern anderer lernen, Feedback einholen und Ihre eigenen Seiten verbessern. Sehen Sie andere Pokeraffiliates nicht als Konkurrenz (meisten sind sie das nicht einmal), sondern als Kollegen.
Also, springen Sie über Ihren Schatten und gehen Sie den Weg nicht alleine.

4. Gehen Sie allen Zeitfressern aus dem Weg!
Jeder Internetnutzer kennt das Phänomen. Man sollte eigentlich arbeiten, oder muss schon lange weg vom PC und bleibt irgendwie noch im Internet hängen, schreibt paar PNs, klickt andere Leute auf Social Networks an, liest sich ein paar Foreneinträge durch, stöbert durch Blogs, usw. Das ist so ziemlich eine der effektivsten Zeitfresser überhaupt. Zeit ist Geld und durch diese Zeitverschwendungen verliert man einiges davon! Als Poker Affiliate hat man keine Zeit, man muss sie als Resource sehen und versuchen sie möglichst effektiv einzusetzen. Vermeiden Sie also jede Form von Zeitverschwendung und wenn Sie merken, dass Sie anfangen sinnlos zu browsen oder zu chatten, klicken Sie auf das Kreuz rechts oben und werfen Sie einen Blick auf Ihre ToDo Liste.

5. Diversifizieren Sie sich!
Ich habe früher den Fehler gemacht eine einzige Seite aufgebaut zu haben um auf deren Erfolg zu warten. Dieser blieb leider aus, die Seite ging offline und ich durfte wieder bei Null anfangen. Dies ist eine der größten Fehler. Wenn Sie vor haben als Pokeraffiliate Geld zu verdienen, müssen Sie auf mehrere Karten setzen und ein ganzes Portfolio aufbauen. Starten Sie nicht mit einer einzigen Seite und versuchen dort Traffic zu generieren wie ein Irrer. Starten Sie mit einer Hauptseite, nebenbei mit einem neutralen Blog als Linkspender, außerdem zwei, drei kleinere Nischenseiten ohne viel Content und am besten kombinieren Sie dies mit einer gezielten Offline Marketing Kampagne. Damit diversifizieren Sie und senken das Risiko zu scheitern. Außerdem sparen Sie in jedem Fall kostbare Zeit. Natürlich ist es anstrengender mehrere Seiten aufzubauen, aber die Erfolgschancen steigen gewaltig, während das Risiko zu Versagen gleichermaßen abnimmt.

Das schöne am Web2.0 ist, dass der User selbst Möglichkeiten hat Content beizusteuern. Sei das MySpace mit einer „kleinen Webseite“, Youtube mit Videos, oder ein eigener Blog. Man muss mittlerweile nicht selbst Besitzer von Domains und Webseiten sein, sondern hat den Luxus bereits andere Seiten zu nutzen und mit Content zu füllen.

Ein sehr wichtiges Medium ist der Blog. Manche fragen sich oft warum diese so gut besucht sind und wen bitte irgendein Geschwafel von irgendeinem No-Name interessiert. In der Tat handelt es sich um ein Phänomen – eines das von geschickten Poker Affiliates gut ausgenutzt werden kann:

An dieser Stelle sei erwähnt, dass Sie ein ganzes Portfolio von Webseiten und anderen „Medien“ benötigen um wirklich Fuss fassen zu können. Eine einzige Seite reicht meist nicht aus, bzw. muss diese schon sehr gut laufen. Die meisten Seiten dümpeln jedoch mit 20 Klicks/Tag vor sich hin. Es ist wichtig ein ausgeklügeltes Portfolio aufzubauen. Zum Beispiel sollten Sie eine Seite errichten, auf der Sie zum Beispiel Pokerstrategieartikel veröffentlichen. Daneben einen Blog, der alle Besucher über Ihre Pokerkarriere informiert. Ein weiterer Blog mit Ihren Erfolgen im Affiliatebusiness sollte auch nicht fehlen. Außerdem sollten Sie Social Networks nicht vernachlässigen: StudiVZ, MySpace, Facebook, Szene1, Xing, etc. Ein gut gepflegtes Profil, das auf Ihre verschiedenen Seiten verlinkt, beschert Ihnen zusätzlichen Traffic und das völlig kostenlos!

Ihre Blogs sollten also nur ein Bestandteil Ihres Portfolios darstellen. Des weiteren sollten sie nennenswerten Content bieten. Keinen Menschen interessiert eine Ansammlung von Tracking-Links. Verzichten Sie gezielt auf solche Links in den ersten Wochen und Monaten. Bauen Sie einen Blog auf, der dem Besucher wirklich etwas bietet. Weisen Sie an geeigneten Stellen auf Ihren Blog hin (zum Beispiel in Forensignaturen) und versuchen Sie die Leute dazu zu bewegen häufiger vorbeizuschauen. Bringen Sie interessante Themen und sorgen Sie für eine gute Reichweite. Dann können Sie das ein oder andere Mal an geeigneten Stellen einen Tracking Link anbringen, oder zum Beispiel auf Ihre Webseite verlinken, wo sich die Links befinden.

Im Web2.0 ist es wichtig eine gute Struktur aufzubauen. Arbeiten Sie an dieser und Sie werden tonnenweise Besucher auf Ihre Seiten bekommen und davon profitieren.

Eine weitere Diskussion zum Thema findest du hier: Vorteile eines Blogs

Überall in der Wirtschaft ist die zukünftige Entwicklung entscheidend. Mit Prognosen versucht man diese zumindest grob vorherzusagen. Hierfür ist es aber notwendig möglichst viele Informationen zu sammeln und zu verwerten bzw. auf Erfahrungswerte und Parallelen aus anderen Branchen zurück zu greifen.

Was man seit Mitte 2008 klar sieht ist eine Konsolidierung. Dies ist auch absolut auf der Hand liegend und auch wichtig. Denn irgendwann übersteigt das Angebot die Nachfrage weil diese stagniert oder zumindest weniger rasant wächst. Und bei einem Über-Angebot muss dieses reduziert werden. Das sieht man bei vielen Pokermedien, gerade bei Zeitschriften und erst recht bei Online Pokerräumen. Die Konsolidierung in der Poker Industrie hat erst angefangen und wird noch 2, 3 Jahre andauern. Langfristig werden sich auch nur die Top-Netzwerke/Anbieter auf dem Markt durchsetzen können. Netzwerke ohne Traffic werden so lange rückläufig sein dass sie verschwinden oder übernommen werden.

Als Poker Affiliate sollte man auf das richtige Pferd setzen. Gerade große Poker Affiliates leiden stark unter einem Verschwinden oder dem Umzug einer Marke – das muss verhindert werden. Man sollte versuchen wirklich nur auf die Top 20 der Poker Seiten zu setzen, dh alle großen eigenständigen Poker Räume wie:

PokerStars, Full Tilt Poker, Party Poker, Everest Poker sowie auf die großen Netzwerke:
iPoker, Ongame, Boss Media (IPN), Entraction (24h Poker).

Doch auch hier gibt es Unterschiede. Hier eine kurze Einschätzung:
PokerStars: Sehr gut etabliert. Kann aber bei Öffnung des US Marktes einige Marktanteile verlieren.
Full Tilt Poker: Ähnlich wie PokerStars, aber mit klarem Nachteil. Full Tilt hat etliche Millionen in den deutschsprachigen Raum investiert, konnte aber nicht annähernd an PokerStars heran kommen. Scheinbar ist PokerStars der bessere Brand auf diesem Markt.
Party Poker: Ohne Zweifel kann es nur noch besser werden für Party Poker. Große Hoffnungen liegen auf der Öffnung des US Marktes, was Party wieder zu den zwei größten Seiten zählen lassen sollte. Party Poker sollte davon am meisten profitieren und Poker Stars und Full Tilt einige Marktanteile abknöpfen können. Für den deutschen Markt sieht es eher düster aus bei Party Poker. Ohne Marketingbudget für Deutschland und seriöses Affiliate Management kann man der stärker werdenden Konkurrenz nicht folgen. Eine geplante Vergabe von Lizenzen könnte Party Poker zum größten Netzwerk machen. Wann dies möglich ist, steht noch in den Sternen.
Everest Poker: Everest Poker wird wohl immer sehr solide bleiben, mit einer guten Marke für die breite Zielgruppe. Es gibt aber keinen Grund zur Annahme, dass Everest Poker mit den großen Fischen mithalten kann, zumindest sehen wir derzeit keine solche Tendenz.

Bei den Poker Netzwerken ist derzeit eine klare Linie zu erkennen:
IPoker scheint auf der Siegesspur zu sein und lässt sich in Zukunft noch gut vermarkten.
Ongame ist ein eher zwielichtiges Netzwerk. Nachdem PokerRoom und Europoker in Bwin übergehen, gibt es eigentlich abgesehen von Bwin keine gute Marke für Poker Affiliates. Und auch Bwin ist eher im Wettbereich bekannt, das Bwin Poker Affiliate Programm war bisher eine komplette Zumutung! Gerade für starke Spieler ist Ongame unattraktiv. Kein Rakeback, dafür eine derbe Rakebackstruktur (z.B. 30 Cent Fee bei einem 1 Dollar Sit’n Go!), kein gutes Multitabling möglich und im Vergleich zu iPoker eine eher schwache Software.
Boss Media ist auch nicht gerade für seine gute Software berühmt. Auch ist Boss Media vergleichsweise inaktiv. Cryptologic wird demnächst von Boss Media übernommen, es wird sich zeigen welchen Schub dies dem Netzwerk geben wird.
Entraction ist ohne Zweifel auf der richtigen Spur. Entraction bietet ein sehr solides Netzwerk mit gutem Traffic. Zudem eine exzellente und saubere Software – ideal für Vielspieler und Einsteiger. Gerade für europäische Spieler ist Entraction eine gute Wahl und lässt sich gut vermarkten. Entraction hat neben NoIQ Poker noch viele weitere Partner mit Potential zur Hand, die 2009 das Netzwerk betreten werden. Nicht umsonst nennt sich Entraction das schnellst wachsende Netzwerk.

Soweit ein kurzer Überblick zu den Poker Seiten und Netzwerken, die man als Poker Affiliate in Betracht ziehen sollte. Das heißt natürlich nicht, dass die Seiten, die nicht aufgelistet sind nicht in Frage kommen. Doch gerade in der Konsolidierung muss man auf soliden Beinen stehen. Wenn Sie nun aber einen Cryptologic Skin vermarkten, werden Sie von einem großen Umzug gebeutelt werden. In dieser Situation ist es in den aller meisten Fällen besser auf die oben genannten sicheren Seiten und Netzwerke zu setzen.

Im Grunde leidet sogut wie jedes Geschäft unter dem Sommerloch. Ganz schlimm ist es wenn auch noch eine Fußball EM oder WM stattfindet, denn dann beginnt das Sommerloch noch ein paar Wochen früher und außer die Gastronomien und Fanartikelhersteller leiden die meisten darunter. Ebenfalls Pokeraffiliates, die die Herausforderung haben ihre Spieler über den Sommer bei Laune zu halten. Selbst die WSOP kann hier wenig ausrichten. In den USA sieht der WSOP-Hype anders aus, da werden in dieser Zeit meist Rekordumsätze erwirtschaftet. Der Tenor auf der anderen Seite des Teiches ist überwiegend negativ: Im Sommer sind einfach keine guten Umsätze drin. Zwar sitze ich persönlich gerade noch mit Badehose auf der Terrasse und genieße noch etwas die Sonne an diesem “Feier”tag, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass der Herbst schon lange vor der Tür steht und Weihnachten auch nicht mehr fern ist. In der kälteren Jahreszeit zieht es unsere Zielgruppen wieder vermehrt vor den PC und sie werden zu einer netten Pokerpartie im Internet eingeladen.

Doch im Poker Affiliate Business ist es kaum anders als im Wintersport: Im Sommer werden die Champions geboren! Wer im Sommer viel Zeit in sein Webseitenportfolio und Content gesteckt hat, kann jetzt dann die Früchte ernten! Wer im Sommer eher inaktiv war, hat jetzt einiges nachzuholen um von der Hauptsaison ordentlich zu profitieren.

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