Der „Brand“ als neuer Rankingfaktor bei Google

Zurzeit tut sich einiges bei Google. Caffeine steht vor der Tür und das heißt dass ein neuer Algorithmus integriert wird. Und der scheint so einige Änderungen hervor zu rufen.

Zum einen sollen Links an Bedeutung einbüßen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: es ist zu leicht zu faken und mit einem guten Budget kann man die schlechteste Seite auf Platz 1 bringen. Aus diesem Grund bewegt sich Google auch vom Page Rank weg.

Zum anderen soll die Ladegeschwindigkeit ein neuer Faktor werden. Denn immerhin gibt diese auch Ausschlag über die Qualität der Seite. Dies kann zwar kein bedeutender Faktor sein aber er scheint nun mehr bzw. überhaupt ins Gewicht zu fallen. Für jeden Webmaster heißt das also zu versuchen möglichst schlanke Webseiten zu bauen. Damit benachteiligt Google vor allem mit Werbung überfüllte Seiten wie zum Beispiel Foren, die überall Werbeflächen eingebaut haben um mit den Forenlesern Geld zu machen. So manche Seite kommt hier schon auf 1 Mb, das dauert und könnte gute Google Platzierungen kosten. Auch dieser Schritt erscheint sinnvoll.

Was nun ein weiterer neuer Rankingfaktor sein soll ist der „Brand“ also die Marke einer Seite. Eigentlich logisch, dass die Seite von Coca Cola bei bestimmten „Getränke Keywords“ weiter oben ranken müsste. Denn immerhin ist das ein unglaublich starker Brand. Andererseits sind Seiten wie texas-hold-winning-poker.com keine guten Brands und sollten zum Beispiel hinter den Branchenstarken Brands wie PokerStars oder Pokernews ranken. Zumindest in der Theorie. Auch das erscheint sinnvoll, bedeutet für den Poker Affiliate allerdings eine Menge Arbeit! Denn nichts ist so schwierig als eine gute und solide Marke zu etablieren. Das erfordert viel Zeit und Anstrengung und in den meisten Fällen auch Geld. Der Schritt in die Nischen könnte noch viel mehr an Bedeutung gewinnen!

Soweit ein kurzer Überblick zum neuen Google Algorithmus. Welchen Einfluss er wirklich hat wird sich noch zeigen. Zurzeit wird er in wenigen Datencentern getestet und Google scheint es sehr ernst zu nehmen und testet vorher ausgiebig.

Poker Affiliate unter der Lupe: Pokerlistings.com

PokerListings ist einer der weltweit grössten Poker Affiliates. Die Seite wurde Ende 2003 als .com Variante gegründet, um am aufkommenden Pokerboom zu profitieren (obwohl der Boom damals den Höchststand schon erreicht hatte – Stichwort Chris Moneymaker). Wer genau die Firma gegründet hat, ist nicht ganz klar, es handelt sich aber zweifellos um mehr oder weniger erfolgreiche Pokerspieler. Interessanterweise konnte die Seite damals noch Google und Yahoo Ads erwerben, um bei Suchmaschinenanfragen zuoberst zu erscheinen. Ein lukratives Angebot, wenn man bedenkt, dass man als Affiliate ein Vielfaches davon verdient, was man für die Ads bezahlen muss. Diese goldenen Zeiten sind aber seit langem vorbei.
Für die Seite war das aber auf jeden Fall ein Glücksfall: Während PokerListings zu Beginn nur gerade eine Übersicht mit Poker Bonus Codes zur Verfügung stellte, musste die Strategie dann angepasst werden und sinnvoller Inhalt geschaffen werden, der die Leute auch interessiert. Es wurde dann das Ziel formuliert, zu einer Autorität in Sachen Poker zu werden. Da die Betreiber der Seite selbst rechte Pokerfreaks sind, wurde eine Menge investiert, um gute Redakteure für die Seite zu finden, und die Besucher regelmässig mit Pokernews, Pokerstrategie Tips und weiterem zu versorgen. Diese Strategie zahlte sich offenbar aus und PokerListings ist in den USA mittlerweile als zuverlässiger Berichterstatter in Sachen Poker bekannt.
Ohne Zweifel bringt die Seite aber auch einiges Wissen in Sachen Suchmaschinenoptimierung mit – andernfalls wäre ein Überleben in diesem stark kompetitiven Markt unmöglich. Welche Strategien genau verfolgt werden, ist für einen Laien schwer nachzuvollziehen, aber ein Blick auf die Seite zeigt schon mal einen reinen Aufbau. In der Navigation erkennt man, dass der Fokus sicherlich auf Pages liegt, die eine gute Konversion bringen (bester Pokerbonus, Texas Holdem Räume, usw.) und sich PokerListings sicher auch darauf konzentriert. Daneben gibt es aber auch tägliche News, sowie Strategieartikel, die regelmässig upgedatet werden. Dies ist sicher nach wie vor ein zentraler Teil der Strategie von PokerListings: Längerfristig gesehen, reicht eine Konzentration auf wenige Seiten, in denen die Besucher nur auf Pokerräume weiter verwiesen werden nicht aus. Es braucht zweifellos auch Inhalt, der für wiederholte Besuche interessant ist. Andernfalls wird dem ersten Platz in Suchmaschinen wohl ein kurzer Erfolg zuteil werden.

Seit etwa 2007 bietet PokerListings auch Seiten auf Deutsch (PokerListings.de), Französisch, Spanisch, Italienisch (und wohl noch zahlreichen weiteren Sprachen) an. Während der Inhalt der Deutschen Seite lange Zeit aus offensichtlichen Babelfisch-Übersetzungen bestand, hat sich die Qualität der Deutsche Seite mittlerweile merklich verbessert. Auch hier gibt es nun News im Zweitagestakt und die Artikel über Pokerstrategie kann man nun auch mit Interesse lesen. Offenbar erkannten die Betreiber der Seite nun auch den Wert lokaler Märkte und konzentrieren sich auch mehr auf regionale Gegebenheiten. Gerüchten zufolge soll PokerListings auf 2009 hin planen, sich vor allem im deutschsprachigen Raum auch intensiver für Live-Pokerturniere einzusetzen und vermehrt als Sponsor aufzutreten.

Ein Besuch auf PokerListings lohnt sich also sicherlich, um Inspirationen zu finden, wie man eine erfolgreiche Poker Affiliate-Seite gestalten kann.