Es wäre ohne Zweifel ein gigantischer Zug der die derzeitige Pokerindustrie extrem beeinflussen würde. Anscheinend ist Party Gaming mit Bwin im Gespräch. Es ist die Rede von einer Fusion aber wahrscheinlich wird es eher eine Allianz im Pokersektor. Denn dort haben beide ihre lieben Probleme. Ongame verliert immer mehr an Boden und schafft es mit immer schlechterer Software seine Spieler zu vertreiben. Party Gaming erholt sich zwar nach dem UIGEA Schock von 2006 wieder, aber ist noch lange nicht wieder zurück bei alter Stärke. Sowohl Pokerstars als auch Full Tilt sind deutlich vorbei gezogen und iPoker als Netzwerk ungefähr gleich auf.

Insofern kein Wunder dass man sich Gedanken macht. Und in der Tat könnte eine Fusion der beiden Pokerprodukte eine Wende herbeiführen. Am sinnvollsten erscheint ein Zusammenschluss vom Ongame- und Party-Netzwerk und dem Fokus auf ein Netzwerk. Aus Softwaresicht kann man sich eigentlich nur Wünschen dass Party die Oberhand behält und das ist auch wahrscheinlich denn PartyPoker hat eine Menge in die Verbesserung seiner Software investiert.

Allerdings müsste man sich von diesem Zusammenschluss auch wichtige Synergien erhoffen. Alleine wenn man Ongame und Party zusammen zählt reicht es trotzdem nicht annähernd an Full Tilt und Pokerstars heran. Aber umso wichtiger erscheint ein solcher Zusammenschluss, denn der Anschluss darf auch nicht verloren werden. Und eventuell hat Party zusammen mit Bwin auch schon etwas für den US-Markt in der Hand. Denn dieser scheint der absolute Trumpf von Pokerstars und Full Tilt zu sein. Doch die Frage ist auch wie lange dies der Fall sein wird.

Zurzeit tut sich einiges bei Google. Caffeine steht vor der Tür und das heißt dass ein neuer Algorithmus integriert wird. Und der scheint so einige Änderungen hervor zu rufen.

Zum einen sollen Links an Bedeutung einbüßen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: es ist zu leicht zu faken und mit einem guten Budget kann man die schlechteste Seite auf Platz 1 bringen. Aus diesem Grund bewegt sich Google auch vom Page Rank weg.

Zum anderen soll die Ladegeschwindigkeit ein neuer Faktor werden. Denn immerhin gibt diese auch Ausschlag über die Qualität der Seite. Dies kann zwar kein bedeutender Faktor sein aber er scheint nun mehr bzw. überhaupt ins Gewicht zu fallen. Für jeden Webmaster heißt das also zu versuchen möglichst schlanke Webseiten zu bauen. Damit benachteiligt Google vor allem mit Werbung überfüllte Seiten wie zum Beispiel Foren, die überall Werbeflächen eingebaut haben um mit den Forenlesern Geld zu machen. So manche Seite kommt hier schon auf 1 Mb, das dauert und könnte gute Google Platzierungen kosten. Auch dieser Schritt erscheint sinnvoll.

Was nun ein weiterer neuer Rankingfaktor sein soll ist der “Brand” also die Marke einer Seite. Eigentlich logisch, dass die Seite von Coca Cola bei bestimmten “Getränke Keywords” weiter oben ranken müsste. Denn immerhin ist das ein unglaublich starker Brand. Andererseits sind Seiten wie texas-hold-winning-poker.com keine guten Brands und sollten zum Beispiel hinter den Branchenstarken Brands wie PokerStars oder Pokernews ranken. Zumindest in der Theorie. Auch das erscheint sinnvoll, bedeutet für den Poker Affiliate allerdings eine Menge Arbeit! Denn nichts ist so schwierig als eine gute und solide Marke zu etablieren. Das erfordert viel Zeit und Anstrengung und in den meisten Fällen auch Geld. Der Schritt in die Nischen könnte noch viel mehr an Bedeutung gewinnen!

Soweit ein kurzer Überblick zum neuen Google Algorithmus. Welchen Einfluss er wirklich hat wird sich noch zeigen. Zurzeit wird er in wenigen Datencentern getestet und Google scheint es sehr ernst zu nehmen und testet vorher ausgiebig.

Kommen wir an dieser Stelle nochmal kurz zu unserer Umfrage im Forum, die sich mit dem Onlineroom Nummer 1 des Jahres 2009 beschäftigt. Ich denke, der folgende Artikel spricht für sich.

Immer wieder mal hört man die Frage, wer wohl bei den Pokerräumen die Nummer 1 ist. Vor Kurzem hat sich bei PokerStars der 20 Millionste User angemeldet. Es handelte sich hierbei um einen Spieler aus der Slovakei, der für diesen Glückstreffer ein Ticket für das Sunday Million in Höhe von 215 Dollar geschenkt bekam.
Somit dürfte also ausser Frage stehen, wer in diesem Bereich noch immer die Hosen anhat. So konnte kürzlich für das Turnier mit den meisten Teilnehmern ein Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde verzeichnet werden. Außerdem wurde Ende letzten Jahres auf dieser Plattform die 25 Millionste Hand gedealt. So jagt eine Superlative die nächste und PokerStars verweist die Mitbewerber auf die hinteren Ränge.
Zum Schluß noch ein Wahnsinnsrekord, den ebenfalls PokerStars für sich verbuchen konnte. Und zwar den, für die meisten Spieler, die gleichzeitig online waren. Es handelte sich hierbei um 250.000 User. Man stelle sich das mal vor. So viele Spieler haben anderen Räume nicht einmal im ganzen Monat. Wir sind gespannt, wo das Ganze noch hinführen wird.

Nachdem die mexikanische Polizei das Event der PokerStars Latin America Poker Tour abgebrochen hat, stellt sich konsequenterweise die Frage ob der Markt noch nicht genügend reguliert ist, damit Poker etabliert werden kann. Wenn man sie die Erde ansieht und überlegt wo der Großteil der Pokerspieler beheimatet ist, ist es kein Wunder, dass die Blicke stets nach Asien und Südamerika streifen. Bisher gilt letzteres aber eher als schwieriger Markt für Poker Affiliates.

Zum einen ist das Wohlstandsniveau noch nicht ausreichend. Online Poker ist sicherlich nur für die reiche Oberschicht interessant, der Rest hat kaum einen Zugang zum Internet. Zu diesen Einschränkungen in der tatsächlichen Größe des Marktes kommen rechtliche Umstände, die eine Hürde darstellen, genauso wie Probleme mit der Zahlungsabwicklung. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Punkt ist die Religion. Der Großteil der latein-amerikanischen Bevölkerung ist streng religiös, Poker ein Spiel des Satans und daher ein No-Go. Gerade Chile gilt als uninteressanter Markt aufgrund der Religion.

Im Grunde ist die Welt so schön groß und es gibt für Poker Affiliates noch soviel Land einzunehmen und Spieler zu generieren. Aber leider ist es doch nicht so einfach wie man es gerne hätte. Wenn sogar PokerStars Probleme bei einem einfachen Offline-Poker-Turnier bekommt, sollte auf der Hand liegen welche Probleme den kleineren im Markt bevor stehen. Doch irgendwann sind auch die Märkte in Südamerika und Asien so weit. Wer hier schon auf dem Markt ist, hat den bekanntlichen First-Mover Vorteil.

Nachdem erst kürzlich Mansion Poker von Ongame zu iPoker gewechselt ist, zieht nun auch SunPoker nach von Cryptologic nach iPoker. Gründe hierfür sind wahrscheinlich, dass Crypto stetig an Traffic einbüßt und im Wettbewerb gegen die anderen Netzwerke wie Ongame, iPoker, BossMedia und Entraction wohl den kürzeren zieht.

IPoker hingegen scheint richtig auf dem Vormarsch zu sein. Das Netzwerk ist derzeit das größte überhaupt und knapp hinter PokerStars und Full Tilt Poker. Durch den Netzwerkeffekt sollte iPoker allerdings einen großen Vorteil gegenüber Stars und Full Tilt haben, und vielleicht stehen sie in zwei Jahren schon ganz oben!

Bei amerikanischen Affiliate Kollegen ist Cake Poker trotz des jungen Alters schon sehr beliebt. Amerikanische Spieler scheinen Cake Poker zu lieben, die Conversions sind wunderbar und bringen so manchem Affiliate ganze Stangen an Geld. Nun möchte Cake Poker aber nicht nur in den USA auftrumpfen, sondern sein Netzwerk stark in Europa und dem Rest der Welt ausbauen. Hierfür werden diverse Skins aufgesetzt, alle für ein entsprechendes Territorium. So wird es in Zukunft einen französischen, itanlienischen, deutschen, dänischen, usw. Cake Poker Skin geben. Strikte Netzwerkbedingungen verhindern, dass sich die Skins gegenseitig zerfleischen und bei der territorialen Expansion im Weg umgehen. Die Ziele sind sehr hoch, denn man will zu den richtigen Größen wie Full Tilt und Pokerstars aufschließen können. Ob dies gelingt ist noch fraglich. Die Marketingstrategie ist jedenfalls sehr interessant und neu. Die Zeit wird zeigen wie erfolgreich sie ist…

Einst war es der mit Abstand größte Pokerraum und es war kein Ende des Wachstums in Sicht. Der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act stellte jedoch den großen Wendepunkt dar. PartyPoker zog sich aus dem amerikanischen Markt zurück und der Abwärtstrend begann. Anstatt sich frühzeitig umzustellen und den europäischen Markt in Angriff zu nehmen, sah PartyPoker mehr oder weniger regungslos zu und sah PokerStars an sich vorbei ziehen und Full Tilt Poker aufschließen.

Nun scheint endlich wieder Bewegung in den Laden zu kommen und der neue CEO Jim Ryan verkündet die Software einem Relaunch zu unterziehen, für Europäer freundlicher zu gestalten und wieder Lizenzen zu verkaufen. Damit wäre der Weg für neue PartyPoker Skins (die es im Übrigen schon einmal gegeben hat) frei. Für einen Zuwachs im Netzwerk ist also sicherlich gesorgt und PartyPoker hat im Vergleich zu PokerStars und FullTilt, die keine Skins verteilen einen neuen Vorteil. Man darf auch gespannt sein was mit dem Unlawful Gambling Enforcement Act passiert wenn die jetzige Regierung abgewählt wird. Eventuell wird der amerikanische Markt wieder geöffnet und PartyPoker wird zu alter Stärke finden können.

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