Zwar ist es definitiver Fakt, dass der Pokerboom längst seinen Höhepunkt überschritten hat, aber das heißt noch lange nicht, dass man als Poker Affiliate kein Geld mehr verdienen kann. Im Gegenteil! Die derzeitige Situation ist sowohl für Spieler als auch Pokeraffiliates lukrativ. Die Pokerräume haben jedoch seit einiger Zeit große Probleme, denn der Markt wächst nicht mehr so rasant wie früher und die Konkurrenz wird größer bzw. wird nicht kleiner. Bei einem schnell wachsenden Markt ist die Konkurrenzsituation entschärft, denn jeder kann etwas vom großen Kuchen abgreifen. Je langsamer die Branche wächst, desto mehr verstärkt sich die Konkurrenzsituation und genau das erleben wir derzeit.

Das heißt vor allem eines: Die Pokerräume müssen immer mehr von ihrer Marge abgeben um an Spieler bzw. Affiliates zu kommen. Davon profitieren vor allem die Spieler, aber auch die Affiliates. Während es vor wenigen Jahren üblich war als Poker Affiliate mit sehr bescheidenen Prozenten wie 10 % Revenue Share abgespeist zu werden, sind mittlerweile ganz andere Deals möglich und das sogar für kleine Poker Affiliates.

Als Poker Affiliate sollte man die derzeitige Situation richtig ausnutzen und sich ins Getümmel stürzen. Denn sogar wenn man noch klein ist bekommt man gute Deals, vor allem natürlich als Poker Affiliate Biz Leser.

Dass der UIGEA ein großer Schock für die Pokerindustrie war, steht außer Frage. Allerdings ist es ein ganz anderes Thema was passiert wenn der UIGEA wieder rückgängig gemacht wird. Alle Poker Affiliates und Spieler scheinen derzeit im Kreis zu springen wenn sie hören, dass die USA Online Poker legalisieren wird. Hier gibt es allerdings ein großes ABER!

Es scheint sich nur niemand Gedanken darüber zu machen wie eine Lösung zum UIGEA aussehen könnte. Es ist nämlich sehr unwahrscheinlich, dass sich der Staat nicht seine Anteile am Business abgreifen will. Da kommt wieder ein Lizenzierungsmodell ins Spiel. Der US Staat könnte zum Beispiel extrem teure Lizenzen verkaufen und sich ein Unternehmen wie Harrah’s suchen um dies zu testen. Diese vom Staat “unterstütze” Unternehmen hätten dann einen immensen Wettbewerbsvorteil, ähnlich wie Win2Day derzeit in Österreich. Denn sie dürften als einzige legal Werbung schalten. Hinzu kommt das Vertrauen, das US Bürger in eine Marke wie Harrah’s legen.

Ein solcher Pokerraum wäre überhaupt nicht auf Affiliates angewiesen. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass auf einer Revenue Share Basis gearbeitet werden kann. Viel wahrscheinlich ist ein CPA System, das allerdings deutlich geringer ausfällt als man es derzeit gewohnt ist. Affiliates könnten sich mit 20 Dollar CPA abfinden. Natürlich wären die Conversions extrem gut, aber so einen schwachen CPA muss man erstmal kompensieren können.

Derzeit ist es völlig offen, aber man kann Poker Affiliates und -Räumen nur empfehlen auch einmal über den Tellerrand hinaus zu sehen. Denn wenn der UIGEA gekippt wird, heißt das noch lange nicht, dass dies auch vorteilhaft für die Industrie wird. Fest steht zumindest, dass eine eigentlich gute Konstellation wie vor 2006 kaum noch möglich sein wird.

Neben CPA gibt es für Pokeraffiliates die Bezahloption Revenue Share, auch Commission genannt. Im Grunde ist dies nichts anderes als die prozentuale Beteiligung am generierten Spieler. Werben Sie als Poker Affiliate also einen Spieler und dieser macht an einem Tag 100 Euro Rake, so bekommen Sie davon einen definierten Prozentsatz von z.B. 25 %, also 25 Euro. Das ganze zählt für ein Leben lang und ist keine einmalige Auszahlung wie beim CPA Deal.

Es gibt aber von Poker Affiliate Programm zu Affiliate Programm Unterschiede. Bei manchen gilt nur der Nettoumsatz, bei anderen werden auch Ein- und Auszahlungsgebühren abgezogen und bei anderen gilt der Prozentsatz vom Gesamtrake. Das ist nicht unerheblich und sollte stets beachtet werden! Manche Poker Affiliate Programme trumpfen mit 50 % Revenue Share auf und am Ende stellt sich raus, dass sowohl der Bonus zu 100 % als auch die Zahlungsgebühren abgezogen werden. So kann aus einem starken Winning Player, der mal schnell einen Bonus clearen will ein ganz unattraktives Geschäft werden. Hier gilt es jedenfalls schön auf die Terms and Conditions zu achten bevor man einen Pokerraum promotet.

Für eine Abhandlung der Vor- und Nachteile von CPA und Revenue Share gibt es diesen Artikel: CPA vs. Commission

Die Bezahlung von Poker Affiliates ist auf zwei Wegen möglich: CPA oder Commission (Revenue Share). Bei einem CPA Deal wird eine einmalige Summe an den Affiliate bezahlt, wenn sein Spieler gewisse Kriterien erfüllt hat. Macht der Spieler eine Einzahlung (manchmal auch mit Festlegung einer Mindesthöhe) und spielt eine gewisse Anzahl an sogenannten Raked Hands, wird der CPA-Betrag ausbezahlt.
Mit Commission erhält der Affiliate einen Prozentsatz des von seinen Spielern erzeugten Rakes. Je höher die Umsätze, desto höher auch dieser Prozentsatz. Die Commission zählt ein Leben lang und ist keine einmalige Auszahlung wie der CPA.

CPA – Vor- und Nachteile
Die einmalige Auszahlung ist mit gut $ 100 natürlich relativ hoch, aber eben nur einmalig. Hätten Sie es geschafft vor einigen Jahren Phil Ivey über einen Tracking Link bei Full Tilt registrieren zu lassen und dafür $ 100 CPA kassiert, hätten Sie sich in den Hintern gebissen. Denn diese $ 100 an Commission würde Ivey heute sicherlich täglich erspielen und Ihnen richtig gute Umsätze bescheren.
Der große Nachteil bei CPA ist die nur einmalige Auszahlung. Manchmal kann diese positiv sein, denn nicht jeder erzeugt soviel Rake wie Phil Ivey. Spieler mit kleineren Geldbörsen, die einfach mal 20 Euro einzahlen und etwas auf 1 Euro Sit and Gos spielen, bringen dem Affiliate bald $ 100 CPA, würden aber wahrscheinlich nicht so viel an Commission bescheren. Doch selbst das muss nicht stimmen. Lassen Sie Ihren 1 Euro Sit and Go Anfänger einmal ein paar Jahre relativ regelmäßig spielen, so dürfte er Ihnen auch schon $ 100 an Commission eingespielt und den CPA damit pulverisiert haben.
Wenn Sie einen CPA Deal haben und es hauptsächlich auf umsatzschwache Spieler abgesehen haben, kann der Pokerraum den CPA sehr schnell abdrehen weil sich diese Investition für ihn absolut nicht lohnt. Und was sich für den Pokerraum nicht lohnt, lohnt sich auch als Affiliate nicht, denn schließlich ist dieser Partner des Raums und muss bestrebt sein ein gesundes Verhältnis zu pflegen.

Commission – Vor- und Nachteile
$ 100 bar auf die Hand hören sich natürlich super an und so ziehen viele Affiliates den CPA vor. Wer sich aber langfristig Kapital als Affiliate aufbauen möchte, sollte alle Karten auf Commission setzen. Die Gründe hierfür ergeben sich größtenteils aus den Nachteilen des CPA:
Sie bekommen Ihr Leben lang eine Auszahlung. Wenn es Ihnen gelingt 20 gute Winning Player als Affiliates zu generieren, können Sie einige tausend Euro monatlich verdienen, solange diese aktiv sind. Beim CPA hätte sich das mit einmaligen $ 2000 erledigt.
Auch anfangs umsatzschwache Spieler, die nicht gerade NL 1000 spielen, können sich entwickeln und irgendwann höhere Stakes spielen. Ein Aufstieg, der sich beim CPA Deal für Sie nicht bezahlt macht!
Bei langfristiger Vermarktung des Raums ist Commission ebenfalls sinnvoller. Wenn Sie nicht vor haben diesen einen Partner länger zu promoten, ist CPA natürlich deutlich besser, aber an dieser Stelle sollten Sie sich fragen ob Sie ihn überhaupt bewerben sollen, wenn die Partnerschaft von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

Der einzige wirkliche Vorteil bei CPA ist der, dass umsatzschwache Spieler dem Affiliate meist das Maximum einbringen. Aber wie gesagt ist dies eine Zusammenarbeit, die für den Pokerraum wenig Sinn macht und jederzeit eingestellt werden kann.
Sinnvoll ist CPA eigentlich nur wenn Sie eine Seite mit umsatzschwachen Spielern haben und sich einen Partner aussuchen, dem sie nicht unbedingt treu bleiben wollen. Diese kurzfristige Ausnutzung macht aber für den Pokerraum keinen Sinn und auf lange Sicht auch nicht beim Affiliate.

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