Eine der größten Fehler, die ich zu Beginn der Poker Affiliate Laufbahn begangen habe war der, dass ich zu wenig Wert auf den Aufbau einer Datenbank gelegt habe. Ich dachte solange meine Seiten Traffic haben und ich diesen in Conversions umwandeln kann, ist alles im Lot. Doch ein paar Jahre später merkt man, dass man mit seinem Newsletter viel bewegen kann, aber bereits ein Vielfaches an Adressen hätte sammeln können.

Das Newsletter Marketingsystem ist mittlerweile schon sehr ausgeprägt und auch Firmen aus anderen Bereichen legen großen Wert darauf stets ihre Datenbanken zu erweitern. Es gibt sogar welche, die relevante und einmalige Emailadressen im großen Stil kaufen, dafür ein paar Euro bezahlen und damit sogar zufrieden sind weil es sich für sie rechnet! Wenn man das liest merkt man wie wichtig eigentlich eine solche Datenbank sein kann. Stell dir vor du hast einen Pokerblog der inzwischen schon 2 Jahre online ist. Wenn du damit täglich im Schnitt einen Subscriber findest, sind das an die 700 Emails die du auf diesen Weg sammeln konntest was sicherlich 1, 2 tausend Euro Wert ist.

Du solltest nicht nur auf reine Real Money Player Conversions achten, sondern versuchen deine Besucher auch auf andere Art und Weise zu binden. Sei das ein Forum, ein Newsletter, ein eBook im Austausch gegen eine Email, usw. Lass dir auf alle Fälle etwas einfallen um deine Datenbank ausbauen zu können – du kannst sie später noch gut brauchen!

An dieser Stelle sei aber auch darauf hingewiesen, dass jegliche Form von Spam unterlassen werden muss (siehe hierzu: Wer spammt ist dumm). Es geht darum Email Adressen von Pokerspielern zu sammeln und diese mit einem Newsletter bzw. Content zu versorgen, den der Empfänger auch haben will. Reine “Verkaufsnewsletter” sind selten gut – die meisten davon landen sofort im Spam. Aber was ist wenn du im Newsletter Content (wie Strategie, Pokernews, usw.) bietest und auf neue Boni, Rakeback und sonstige Angebote aufmerksam machst? Das hat nichts mit Spam zu tun und die Conversions sind im Schnitt deutlich besser.

Klar, Poker Affiliate Manager und Pokeraffiliates müssen zusammen arbeiten, aber trotzdem keimt schon seit vielen Monaten ein Konflikt zwischen ihnen auf. Denn der Poker-Markt wird von Tag zu Tag härter. Immer mehr Pokerseiten buhlen um Poker Affiliates um Spieler zu generieren.

Natürlich stärkt das die Position des Poker Affiliates, doch Zeit ist ein kostbares Gut für jeden Pokeraffiliate. Und genau da entsteht der Konflikt mit Poker Affiliate Managern, die versuchen Affiliates von deren Programm zu überzeugen. Was folgt sind täglich ungefähr ein halbes Dutzend Anfragen, die unbedingt auf eine Partnerschaft abzielen. Die meisten (viele davon nichtmal in deutscher Sprache) sehen dann so aus:

Hallo du da,
ich bin soeben durchs Internet gezogen und hab deine tolle Seite gefunden. Erstmal großes Kompliment für das tolle Design. Ich repräsentiere XYZPoker und möchte gerne mit dir zusmmen arbeiten. Ich kann dir ein super tolles Angebot machen: Unglaubliche 100 $ CPA oder 25 % Revenue Share!
Würde mich freuen mit dir zu arbeiten.
Mfg,
Mr. Affiliate Manager

So sehen etwa 99 % der Anfragen aus, die man als Poker Affiliate erdulden muss. Ohne Zweifel landen diese Spam ähnlichen Mails schnell im Spam Ordner. Denn es handelt sich hierbei einfach um automatisch erstellte Mails. Keiner scheint sich darum zu scheren den Poker Affiliate persönlich anzusprechen. Niemand schaut sich wirklich die Seite an und kann dem Pokeraffiliate das bieten, was er haben will. Zum Beispiel erhält ein Poker Affiliate mit einer Seite über Freerolls ein Angebot eines tollen Rakeback Deals. Dass dies überhaupt nicht zum Programm des Affiliates passt, scheint keinen zu stören.

Lange Rede kurzer Sinn: Poker Affiliate Manager haben es nicht leicht, denn sie sind auch nur auf ein Geschäft aus und müssen irgendwie an Pokeraffiliates gelangen. Aber bevor solche automatisch gefertigen Mails rausgeschickt werden und das meist mehrfach in Folge, sollte sich der Affiliate Manager die Mühe machen zumindest die Seite anzuschauen und dem Poker Affiliate das zu bieten was er braucht.

Als Poker Affiliate bleibt eigentlich nur noch der Lösch-Button.

Gut, wir haben nun den WordPress Blog erstellt und können eigentlich mit der Arbeit beginnen. Zuerst sollten wir aber noch einige Dinge beachten. In Blogs wird gerne gespammt. Im WordPress Backend gibt es deswegen standardmäßig unter Plugins eine Anti Spam Spam Software namens Akisment. Dieses Plugin muss nur aktiviert und ein Aktivierungscode eingegeben werden. Diesen bekommt Ihr, wenn Ihr Euch bei der Word Press Hauptseite anmeldet. Akisment ist eine sogenannte intelligente Anti Spam Software, die spamverdächtige Kommentare vorerst in eine Warteschlange stellt. Der Administrator kann dann die Kommentare freigeben oder eben nicht.

Nicht freigegebene Kommentare werden nach 15 Tagen automatisch als Spam markiert. Dabei wird der Kommentar an eine zentrale Datenbank gesandt und so werden groß angelegte Spamangriffe durch Bots schneller erkennbar. Anschließend müßt Ihr nur mehr die Einstellungen machen, betreffend Useranmeldungen und welche Rechte diese im Blog haben sollen. Habt ihr dies erledigt könnt Ihr euch auf die Schreibarbeit stürzen. Natürlich gibt es noch etliche zusätzliche Programme, die Ihr euch als Plugins installieren könnt, diese werden aber extra, in noch folgenden Artikeln angesprochen.

Als Poker Affiliate möchte man natürlich soviele Spieler wie möglich sammeln. Hierzu gibt es zwar dutzende Möglichkeiten, aber viele glauben es auf die „bequeme“ Art zu versuchen und alles zuzuspammen. Man kann dies auch als kurzsichtige und dumme Marketingmethode bezeichnen…

Forenspam

Besonders beliebt sind Themenrelevante Foren. Man meldet sich schnell an, setzt seine Tracking Link in jeden Thread und fügt noch einen kurzen Kommentar hinzu wie: „Hey, schaut euch mal das an, dort gibt es einen 100 % Bonus!!!“. Zwar wird die Forenpolizei darauf schnell aufmerksam, aber das weiß der Spammer auch und trotzdem missbraucht er Diskussionsforen hierfür. In der Hoffnung, dass sich die Links ein paar Stunden halten und der ein oder andere draufklickt. Ich glaube kaum, dass erwähnt werden muss, dass die Wahrscheinlichkeit hierfür etwa gegen null geht. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Onlineräume diese Methode strikt ablehnen, weil es für sie wegen der geringen Klicks keinen Nutzen hat, aber nur einen Imageschaden darstellt wenn der Raum durch diese billige Spammethode beworben wird.

Blogspam

Im Zuge des Web2.0 haben sich die Blogs schlagartig verbreitet. Hier geht es hauptsächlich darum sich selbst darzustellen. Dieser Trend macht auch vor Pokerspielern nicht halt. In der Welt der Blogs gibt es zwei Wege zu spammen: Einmal, ähnlich wie beim Forenspam durch gezielte Kommentare zu themenrelevanten Blogeinträgen und zum zweiten durch die Führung eines Blog selbst. Während die erste Methode nicht weniger verwerflich ist wie der Forenspam, ist letzteres durchaus in Ordnung. Wenn Sie z.B. einen Blog über Ihre Pokererfolge führen, sollten Sie als Affiliate sogar den ein oder anderen Link geschickt platzieren. Das ist auch kein Spam. Spam wird es nur, wenn der Blog keinen Content mehr darstellt, sondern mit einfachen Links übersäht wird.

Mailspam

Jeder hat schon einmal Viagra- oder Penisverlängerungsangebote im Emailpostfach gehabt und ich bin mir sehr sicher, dass Sie noch nie auf diese Angebote angesprungen sind. Was denken Sie über solche Mails und deren Versender? Ich würde diese gerne wegen Diebstahl zeitlichen Eigentums anzeigen, wenn ich könnte …
Doch überall wo es viel Geld zu holen gibt, lassen sich diese unverschämten Methoden nicht vermeiden. So gehen leider auch viele Onlinecasinos diesen Weg und spammen weltweit die Postfächer voll. Sie als einfacher Poker Affiliate sollten nicht an Millionen Emailadressen kommen und falls doch, sollten Sie sie nicht hierfür verwenden.
Marketing per Mail bzw. auch PN ist dann kein Spam wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass der potentielle Kunde Interesse an diesem Angebot haben kann. Dass ein 20-jähriger Tonnen von Viagra braucht sollte mal ausgeschlossen sein.
Also wenn es Ihnen gelingt eine Datenbank mit Emailadressen von Pokerspielern aufzubauen, ist es nicht verwerflich das ein oder andere mal einen „Newsletter“ zu verschicken. Hier sollten sie aber auch immer die Möglichkeit bieten sich von diesem Newsletter abzumelden. Im Marketing -und da macht das Affiliatemarketing keine Ausnahme- können Sie nur Erfolg haben wenn Sie genau auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen und auch Abneigungen respektieren.

Botschaft entscheidend

Je kundenfreundlicher die Spambotschaft, desto weniger schlimm ist der Spam selbst. Angenommen jemand spammt ein einfaches Forum voll. Spammer A möchte den Forenusern Viagra verkaufen und Spammer B setzt einen Refer-a-Friend Link für einen No Deposit Poker Bonus. Welcher Spammer wird wohl mehr Erfolg vorweisen können? Es ist ein großer Unterschied was der Spammer zu promoten versucht. Während Spammer A wahrscheinlich genau 0 Klicks haben wird, kann Spammer B richtig guten Traffic erreichen. „Geld geschenkt“, „Free Money“, usw. sind Promotions bei der jeder schwach wird und sich das zumindest einmal ansieht.

Die Lösung

Spam ist keine Lösung und sollte strikt vermieden werden. Wenn Sie viele Emailadressen haben, spammen Sie diese nicht jeden Tag zu, sondern verschicken Sie einmal im Monat einen Newsletter mit der Option, dass sich der Empfänger auch abmelden kann.
Wenn Sie einen Blog führen -was ich nur empfehlen kann- liefern Sie guten Content für die Leser, so dass Sie ständig wiederkehrende Besucher haben und sich diese auf dem Blog wohl fühlen. Hin und wieder können Sie natürlich Ihre Links anbringen, am besten wenn diese gerade zum Thema passen.
Forenspam lohnt sich nie und bringt mehr Arbeit als Geld. Trotzdem gibt es auch in Foren gute Möglichkeiten dieses Medium für sich zu nutzen. Seien Sie in wenigen, auserwählten Foren aktiv, verfassen Sie hochwertige, gute Beiträge, stellen Sie Kontakt zu anderen Usern her – zum Beispiel per PN. Diese Kontakte können Sie jederzeit für Affiliatemarketing nutzen. In der Öffentlichkeit selbst müssen Sie sehr vorsichtig sein. Viele Foren verbieten jegliche Affiliatelinks. Halten Sie sich daran und suchen Sie einen anderen Weg. Zum Beispiel können Sie in einem Thread über Freerolls, oder No Deposit Boni einen Beitrag verfassen Sie per PN zu kontaktieren. So werden Sie einen direkten Kontakt herstellen können.

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