In München entschied ein Landgericht erneut zugunsten eines Pokerveranstalters. Dieser wurde vom Vorwurf des illegalen Glücksspiels freigesprochen.

Das Ganze erstreckte sich über fast zwei Jahre, denn bereits 2007 wurde dieser Veranstalter vom Amtsgericht Fürstenfeldbruck freigesprochen. Dieses Urteil gefiel der Staatsanwaltschaft allerdings nicht, die daraufhin in Berufung ging. Wie wir leider alle wissen, benötigt die Bürokratie in Deutschland etwas länger als anderswo. Aus diesem Grund kam es erst jetzt zu der Verhandlung bei der nächsthöheren Instanz.

Bei diesem Verfahren ging es nicht um die Klärung, ob es sich dabei um ein illegales Glücksspiel handelte. Vielmehr wollten die Richter Gewissheit in der Frage, ob die Einsätze sowie mögliche Rebuys illegal sind. Diesmal gelangen die Richter zu der Überzeugung, dass die Buy-Ins sowie die Rebuys lediglich zur Deckung der Kosten und nicht zur Bereicherung des Beklagten dienten (die Gewinne wurden von Sponsoren zur Verfügung gestellt). Somit kam es zu dem eindeutigen Freispruch.

Nun möchte die Staatsanwaltschaft erneut in Revision gehen. Was das nun soll, verstehe ich nicht wirklich, da es wahrscheinlich gar nichts ändern wird. Einige Leute können sich einfach nicht mit einer Niederlage abfinden… Jedenfalls freuen wir uns, dass wir wieder einmal ein positives Ereignis verzeichnen können, und hoffen darauf, dass dies so weitergeht.

Das Verwaltungsgericht in Berlin entschied zu Gunsten von Sachpreisturnierveranstalter Pokerwelle. Dieser klagte, dass es Unrecht sei keine Sachpreisturniere mit geringem Buy-In in Berlin auszutragen und bekam recht. Zwar wurde gar nicht an der Glücksspieldefinition von Poker gerüttelt, aber ein klares Urteil gesprochen, dass es sich bei den Buy-Ins als Entschädigung für den organisatorischen Aufwand handle und nicht als Glücksspieleinsatz. Insofern natürlich ein gutes Urteil nach all den Schreckensmeldungen der vergangenen Monate. Damit kann die Offline Pokerszene in Deutschland nach vorne schauen. Zwar verdient man daran als Poker Affiliate nichts, aber je mehr sich Poker entfalten kann, desto größer die Nachfrage – auch in Sachen Onlinepoker

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