Auch ein Pokeraffiliate sollte sich unter Umständen nicht nur auf Partnerprogramme beschränken, die sich ausschließlich mit Pokern beschäftigen. Gerade zu besonderen Anlässen, wie etwa Valentinstag, Ostern oder Weihnachten finden sich durchaus andere interessante Themen, die man in seine Webseite einbauen könnte.

Klar steht der Traffic an erster Stelle. Wenn dieser nicht gegeben ist, helfen auch die besten Partnerprogramme nicht viel. Dennoch ist durchaus zu überlegen, ob man nicht mal etwas Abwechslung in seine Werbung einstreut.

Als Pokeraffiliate ist Ihnen natürlich klar, dass die meisten Besucher männlich sein dürften. Aus diesem Grund gilt es, die Werbung entsprechend anzupassen. Gerade zur Valentinszeit vergessen viele Männer, ihren Partnerinnen ein kleines Geschenk zu besorgen. Wie vorteilhaft wäre in diesem Fall ein kurzer Hinweis? Als Pagepeel oder Postit getarnt könnte dezent auf eben dieses Ereignis aufmerksam gemacht werden. Der passende Link führt den Interessenten dann in einen schönen Geschenkeshop.

Da Sie ebenfalls wissen, dass die meisten Besucher einer Pokerseite eher jünger sind, könnte auch mal eine besondere Handykampagne oder der Link zu einem Onlinespiel eingestreut werden. Wichtig hierbei ist die Analyse der Zielgruppe, die sich durch entsprechende Umfragen leicht ermitteln lässt. Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, können Sie gezielte Werbung einsetzen.

Wie gesagt ist es nicht verkehrt, in die einheitliche Werbung für Pokerplattformen nicht auch mal ein wenig Abwechslung zu bringen. Als Affiliate sollten Sie auf jeden Fall stets nach den besten Angeboten bzw. Aktionen Ausschau halten, um Ihren Kunden das jeweilige Produkt entsprechend schmackhaft zu machen. Wieso sollte ausgerechnet auf Ihrer Seite ein User auf den 1.000. Quellebanner klicken, wenn er diesen bereits auf 1.000 anderen Seiten gesehen hat. Kreativität ist gefragt. Bieten Sie etwas anderes, bereiten Sie das Ganze ein wenig nett auf und die Klickraten werden steigen

Natürlich möchte man als Poker Affiliate hauptsächlich Pokerspieler generieren. Das sollte auch das primäre Ziel sein. Aber welche Pokerspieler möchte man generieren und auf welche Art und Weise soll das geschehen?

Diese Überlegungen gehen klar in Richtung Marketing. Kein Wunder, denn Affiliate Marketing heißt nicht umsonst Affiliate Marketing…. Im Marketing gewohnt man meist so vor, dass man einen gegebenen Markt, in diesem Fall den Markt der Pokerspieler in verschiedene Segmente unterteilt. Die extremste Segmentierung wäre offensichtlich jeden Pokerspieler individuell zu betrachten. Da dies nicht möglich ist, muss man verschiedene Segmente finden, die sich gegenseitig unterscheiden ohne dass sich die Mitglieder eines Segments zu stark unterscheiden. Eine Segmentierung unter Pokerspielern könnte so aussehen:
Onlinespieler und Livespieler als zwei große Segmente. Darunter lassen sich beliebig viele Untersegmente bilden. Segmente im Segment Onlinespieler könnten z.B. “Fische”, “Winning Player” sein. Unter das Segment Winning Player könnte man wiederum ein Segment “24/7 Spieler”, “Teilzeitspieler” und “Gelegenheitsspieler”. Und so weiter.

Nach einer plausablen Segmentierung muss man sich nun als Poker Affiliate die richtigen Segmente, die man bearbeiten möchte zurecht suchen. Wenn man eine Seite mit einer Auflistung aller Freerolls bietet, spricht man sicherlich keinen Vollzeit Winning Player oder gar das Segment der Livespieler an. Bietet man Pokerregeln und einfache Strategien so ist dies wiederum nicht für den Winning Player interessant.

Im Grunde hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man sucht sich ein Segment aus und richtet sein Produkt (Webseite) darauf aus. Oder aber man nimmt ein gegebenes Produkt und vermarktet es für das passende Segment.
In Fall 1 wäre das zum Beispiel die Selektion des Segments: “Vollzeit Winning Player”. Man richtet dann seine Webseite auf dieses Segment aus indem man zum Beispiel exklusive Rakebackdeals anbietet und nebenbei geeigneten Content für dieses Segment bietet (z.B. ein exklusives Forum nur für Eingeladene die sich auf hohem Niveau über Strategien austauschen).
In Fall 2 würde man ein gegebenes Produkt für das darauf passende Segment vermarkten. Angenommen Sie haben eine Seite mit einem Offline Eventkalender und etlichem Content für Pokereinsteiger. Es wäre Blödsinn hier auf online Winning Player zu setzen. Vielmehr sollten Sie sich auf Livespieler und Pokereinsteiger fokussieren.

Auch wenn das für manche vielleicht nach zuviel Marketing Plapperei klingt, ist die Segmentierung und Produktausrichtung ganz wesentlich für Poker Affiliates. Man sieht immer wieder Seiten, die ein Segment bearbeiten, das nicht zu ihrem Produkt passt, oder ein Produkt anbieten, das nicht zu ihrem bestehenden Segment gehört. Ein klassisches Beispiel hierfür ist eine Seite mit Freeroll Kalender, die als Rakeback Affiliate tätig ist. Viel sinnvoller wäre es hier Free Money Angebote von Pokerschulen anzubieten.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Punkt, ist die Zielgruppenforschung. Wen wollen Sie mit Ihrer Seite ansprechen? Zielen Sie auf ein älteres Publikum ab, das noch immer stark unterschätzt wird, es handelt sich hierbei nämlich um die kaufkräftigste Gruppe auf dem gesamten Markt, muss die Aufmachung sowie der Content natürlich anders aufgebaut werden als etwa bei einer Alterszielgruppe von 18-25 Jahren.

Auch hierüber sollten Sie sich im Vorfeld bereits Gedanken machen, bevor Sie mit dem Aufbau beginnen. Wichtig hierbei wäre eine Betrachtung der soziodemografischen Merkmale sowie des Surf- und Shoppingverhaltens der anvisierten Zielgruppe. Erst wenn Sie sich über diese Dinge im Klaren sind, sollten Sie sich daran machen, entsprechend vorzugehen. Sie dürfen nie vergessen, dass die Zielgruppenanalyse die Basis für die Werbemittelgestaltung darstellt, und ohne eine gute Vorbereitung keine wirklichen Gewinne zu erzielen sind.

Recherchieren Sie im Netz, lesen Sie Bücher bzw. Artikel und schauen Sie, was genau die Zielgruppe anspricht. Genau darauf sollten Sie sich einstellen und Ihre Seite, den Content, den Aufbau sowie die Werbung entsprechend anpassen.

Obwohl neue Medien wie YouTube und Studivz gewiss eine große Menge User anlocken und auch entsprechende Gewinne generieren, sind diese doch auf eine ganz bestimmte Zielgruppe ausgerichtet. Diese Merkmale sollten Sie mit denen anderer Seiten vergleichen, die auf andere Gruppen abzielen. Sie werden sehr schnell feststellen, wie sehr sich der Aufbau unterscheidet.

Sollten Sie sich dafür entschieden haben, sich als Pokeraffiliate zu versuchen, gibt es zumindest ein paar Dinge, auf die Sie achten sollten. Natürlich könnten Sie einfach ein entsprechendes Partnerprogramm nutzen und etwa ein Banner auf Ihrer Webseite platzieren. Doch ob das wirklich ausreicht? Worauf sollten Sie achten, um das Ganze ein wenig lohnender zu gestalten?

1. Zunächst sollte es natürlich vorrangiges Ziel sein, sich für einen kompetenten und zuverlässigen Partner zu entscheiden. Umso bekannter und besser der gewählte Pokerraum ist, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Interessent sich dort registrieren lässt. Ebenso können Sie als Partner sicher sein, dass dort alles mit rechten Dingen zugeht und Sie nicht auf leeren Versprechen sitzen bleiben.

2. Ein weiterer Grund für den User, sich bei einem Pokerraum anzumelden, ist der mögliche Bonus, der dort ausgezahlt wird. So gibt es die unterschiedlichsten Modelle, die natürlich für verschiedene Personengruppen geeignet sind. Spielt eine Person z. B. recht häufig, wäre es von Vorteil, sich einen größeren Bonus freizuspielen. Handelt es sich eher um Gelegenheitsspieler, wäre eine einmalig ausbezahlte Summe wohl angebrachter. Vergleichen Sie also die Angebote und stimmen Sie diese auf die mögliche Kundschaft ab.

3. Zudem sind natürlich die Provisionen, die der ausgewählte Partner anbietet, nicht zu unterschätzen. Nehmen Sie die Angebote genau unter die Lupe und vergleichen Sie diese. Manche Anbieter zahlen eine lebenslange Provision auf vermittelte User und bieten zudem die Möglichkeit eines 2-Tier-Programms. Sie können in diesem Fall durch Anwerben verschiedener Sub-Affiliates zusätzliches Geld verdienen.

4. Achten Sie darauf, ob der mögliche Partner seine Seite in mehreren Sprachen anbietet, was natürlich eine größere Kundschaft nach sich zieht. So kann bei den größeren Pokerräumen aus vielen Sprachen ausgewählt werden, was die Bedienung enorm erleichtert – insbesondere wenn die User der englischen Sprache nicht mächtig sind. Bestimmte Seiten bieten lediglich eine englische Oberfläche.

5. Werben Sie in Suchmaschinen und mit Pay per Click Applikationen. Interessierte User, die sich noch nicht wirklich mit der Materie auskennen, kommen in der Regel über Suchmaschinen und halten nach ‚Schnäppchen’ Ausschau.

6. Ganz wichtig ist natürlich auch die Suchmaschinenoptimierung. Wie bereits oben erwähnt, greifen die meisten User zunächst auf die Hilfe der Suchmaschinen zurück. Sie geben also einen beliebigen Begriff ein und klicken dann auf die Seiten, die als erstes erscheinen. Je weiter oben Sie also mit Ihrer Seite zu finden sind, je mehr Personen werden auf Ihre Seite zugreifen.

7. Beschränken Sie sich auf möglichst wenige Anbieter, deren Partnerprogramme Sie nutzen. Vermitteln Sie nämlich an viele verschiedene Partner jeweils nur einen oder zwei Neukunden, erhalten Sie weniger Provision, als wenn Sie zehn potenzielle Kunden an einen Merchant weitergeben. In der Regel hängt die Vergütung mit der Menge der vermittelten Kunden zusammen und steigt prozentual entsprechend an.

8. Versuchen Sie möglichst, zielgenauen Traffic durch gut platzierte Werbung zu generieren. Dies kann sowohl on- als auch offline stattfinden. Achten Sie darauf, mit dieser Werbung auch immer die richtige Zielgruppe zu erreichen und anzusprechen.

9. Bevor Sie sich dazu entschließen, mit einem Affiliate Programm Geld zu verdienen, sollten Sie sich zunächst um Ihre Webseite kümmern. Versuchen Sie, diese durch entsprechende Inhalte für mögliche User attraktiv zu machen. Schließlich bleiben Sie beim Zappen auch bei dem Programm hängen, das Ihnen am interessantesten erscheint. Aus diesem Grund sollten Sie zunächst Ihre Seite ausbauen und durch fundierte Artikel bzw. viel Information diese für den User schmackhaft machen. Es reicht also nicht aus, die Seite mit Bannern vollzuknallen und auf den Erfolg zu hoffen. Ohne entsprechende Vorbereitung läuft gar nichts. Können Sie dann entsprechenden Traffic und Resonanz aus der Szene vorweisen, lassen sich durchaus auch die großen Pokerräume von einer Zusammenarbeit mit Ihnen überzeugen.

Viele Poker Affiliate stellen es sich immer recht einfach vor: Man verteilt ein paar Flyer oder CDs und schon sackt man dutzende Real Money Player ein. Ohne Zweifel ist dies möglich, aber leider auch schwer zu realisieren.

Die breite Zielgruppe
Vergleicht man 1000 Besucher einer Pokerwebseite und 1000 Passanten an einer Bushaltestelle, dann sollte für jeden ersichtlich sein, dass unter den 1000 Besuchern der Pokerwebseite mehr Pokerspieler zu finden sind als unter den Passanten. Der Unterschied dürfte sogar sehr enorm sein. Die Zielgruppe, die man an einer Bushaltestelle anspricht, ist einfach viel zu breit. Diese Menschen machen die verschiedensten Dinge, Poker spielen aber nur die wenigsten. Das effektivere Marketing ist ganz ohne Zweifel mit einer auf die Zielgruppe ausgerichtete Webseite möglich. Das Input/Output Verhältnis ist bei der Webseite daher um ein Vielfaches besser als an der Bushaltestelle.
Natürlich kann man auch die Zielgruppe der Passanten einschränken und zum Beispiel vor einem Casino halt machen. Wenn man nicht nach fünf Minuten Flyer verteilen verscheucht wird, hat man sogar gute Chancen ein paar Sign-Ups zu generieren.

Offline-Online Schere
Darunter versteht man das Problem ein offline beworbenes Produkt online übertragbar zu machen. Wenn man im Fernsehen einen Full Tilt Poker Werbespot sieht, registriert man dies, macht sich aber nur selten die Mühe auch die dort beworbene URL einzutippen. Die Conversion ist daher vergleichsweise gering und dies zählt natürlich auch für Flyer, CDs und andere offline Medien. Bei der CD sieht es hingegen schon wieder besser aus als beim Flyer, denn eine CD testet man gerne einfach mal am PC aus und wenn man gleich ohne Download die Pokersoftware installieren kann – umso besser!

Welcher Weg ist der richtige?
Hierauf gibt es natürlich keine allgemein gültige Antwort. Ich kenne Poker Affiliates, die früher einfach ein paar Business Karten mit ihren Bonus Codes verteilt haben und Unmengen an Geld verdient haben. Andererseits gibt es wieder Poker Affiliates, die tausende Flyer in der Weltgeschichte verteilt haben und nicht einen Real Money Player generiert haben. Im Grunde soll man sich auf seine Stärken berufen. Wenn man eine wunderbare Pokerseite mit viel Potential hat, soll man auch die meiste -wenn nicht sogar die ganze verfügbare Zeit- darin investieren. Sind die eigenen Webmasterkünste eher beschränkt und man verfügt nicht wirklich über Webseiten mit Potential, geht es gar icht anders als sich nach anderen Wegen umzusehen. Offline Marketing ist hier ein guter Weg.

Offline Marketing Instrumente
Das schöne daran ist, dass man im Grunde sehr kreativ sein kann. Egal ob Flyer, CDs, T-Shirts, Prospekte, Aufkleber, oder sonst irgendetwas: Alles kann effektiv eingesetzt werden und daher Real Money Player generieren. Der Nachteil ist natürlich, dass dies mit einer gewissen Investition verbunden ist. Am kosten günstigsten sind hier sicherlich Flyer oder Business Cards, die man mittlerweile schon für wenige Euro drucken lassen kann. Warum also nicht gleich eine beidseitig bedruckte Visitenkarte erstellen lassen, wo man auf der Rückseite eine URL mit Bonus Code findet?

Im Grunde geht es nur darum die zur Verfügung stehenden Mittel am effektivsten zu nutzen. Wenn Sie ein paar Wochen im Poker Affiliate Business sind, werden Sie schnell feststellen was hier gemeint ist. Sie müssen sich organisieren und entscheiden wie Sie Ihre Mittel einsetzen. Liegt Ihr Potential nicht gerade im online Bereich, ist es wohl der einzige Weg mit offline Marketing zu starten. Dies muss allerdings gut überlegt sein…

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