Tödliche Pokerpartie

Jetzt kommt’s richtig hart. Nicht nur, dass Pokern ein Glücksspiel, illegal und sowieso verrucht ist. Nun musste auch noch ein Spieler daran glauben. So geschehen in Korea.

Dort hat nämlich ein 43 Jähriger seinen Freund nach einer Partie Poker kaltblütig ermordet. Das Schlimme dabei ist, dass sich die Beiden bereits seit über 20 Jahren kannten. Zu dem Vorfall kam es, als der mutmaßliche Täter insgesamt 50.000 Won (umgerechnet etwa 27 Euro) verlor. Diese Summe resultierte aus den Ergebnissen einiger Partien mit ziemlich kleinen Einsätzen. Kim, der wohl ‚auf Tilt’ war, wollte dies anscheinend nicht wahrhaben und erschlug seinen Freund mit einem stumpfen Gegenstand.

Na. Da werden die Gegner des Pokersports ja wieder was zum Herumwettern haben. ‚Wir haben es doch immer gesagt, Poker verdirbt den Charakter’ usw. Blablabla. Jetzt mal im Ernst. Wer einen anderen Menschen tötet, aus welchem Anlass auch immer, mit dem stimmt doch irgendetwas nicht. Das Ganze erinnert mich stark an die Thematik Computerspiele und Amoklauf. Ich muss gestehen, dass auch ich gerne mal im Netzwerk Counterstrike und Unreal zocke. Würde ich deshalb mit einer Knarre in einen Zeitungsladen rennen und wahllos um mich schießen? Ich denke nicht…

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