Viel Trubel um das Rauchverbot in Deutschland

Was war das für ein Gezeter, als es hieß, Deutschland soll raucherfrei werden. Zumindest in der Öffentlichkeit. Doch wie nicht anders zu erwarten, funktioniert das in diesem Land wieder mal nicht so ohne Weiteres. Es werden Ausnahmeregelungen erteilt, in kleineren Kneipen darf plötzlich wieder gequalmt werden und überhaupt entscheidet jedes Bundesland gesondert, ob geraucht werden darf oder nicht. Wieso nimmt sich die Bundesregierung hier kein Beispiel an anderen EU-Staaten, wo das Verbot konsequent durchgesetzt wurde? Europa soll doch weiter zusammenwachsen.

Wie dem auch sei, gehen die Spielbanken und –hallen ebenfalls davon aus, dass das Nichtraucherverbot in deren Räumlichkeiten mit für den Rückgang der Gäste verantwortlich sei. Vielleicht mögen andere Dinge wie das fehlende Geld, die strengere Überprüfung usw. eine schwerwiegendere Rolle spielen. Doch das ist nebensächlich. Nun gab es in Leipzig ein interessantes Urteil zu eben diesem Streitpunkt. Das sächsische Verfassungsgericht entschied kürzlich, es sei verfassungswidrig, in Spielhallen die Einrichtung von separaten Raucherräumen zu untersagen. Da es Kneipen sowie Diskotheken ebenfalls erlaubt sei, einen entsprechenden Raum einzurichten, klagte eine Spielhallenbesitzerin – und war erfolgreich.

Nun macht sich der sächsische Landtag an Nachbesserungen, was eben diese Einschränkungen betrifft. In Zukunft soll es also möglich sein, das Rauchen in Kneipen, Diskotheken, Spielbanken und -hallen wieder zu erlauben, wenn passende Räume zur Verfügung stehen. Stimmt der Landtag diesem Entschluss zu, wird dies wohl Auswirkungen auf die gesamten Bundesländer haben.

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